DAX schließt trotz Unsicherheiten im Plus -- US-Börsen erneut mit Verlusten -- EU und GB einigen sich auf Brexitvertrag -- Bayer verdient mehr -- thyssenkrupp, Nordex, Uniper, innogy im Fokus
GERRY WEBER meldet Umsatz- und Gewinnwarnung. Top-3-Investmentbanken brauchen möglicherweise 11 Milliarden Euro Kapital. Home Depot hebt Jahresprognose abermals an. HelloFresh will kommendes Jahr Gewinnschwelle knacken. JENOPTIK hebt Jahresprognose für Umsatz an. GE reduziert Beteiligung an Baker Hughes. Haushaltsstreit mit Rom: Italien riskiert Eskalation mit EU.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt legte am Dienstag trotz Gegenwinds aus verschiedenen Richtungen kräftig zu.
Der DAX eröffnete den Handel bereits fester und wies auch weiterhin positive Vorzeichen aus. Zum Erklingen der Schlussglocke notierte das Börsenbarometer 1,30 Prozent höher bei 11.472,22 Punkten.
Der Techwerteindex TecDAX baute seine Gewinne nach einem festen Start ebenfalls aus und schloss letztlich 1,57 Prozent im Plus bei 2.607,37 Zählern.
Am deutschen Aktienmarkt kam es am Dienstag nach den gestrigen Verlusten zu einer Erholung. Anleger behielten heute insbesondere Italien im Blick. Schließlich läuft heute das EU-Ultimatum bezüglich des geplanten Staatshaushaltes aus. Auch der Brexit stand weiterhin im Fokus.
Unternehmsseitig stand die Bilanzsaison auf der Agenda. So legten bereits vor Börsenstart einige Nebenwerte die Kennzahlen für das abgelaufene Quartal vor, aber auch DAX-Schwergewicht Bayer.
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Anleger an Europas Börsen agierten am Dienstag vorsichtig bis freundlich.
Der EuroSTOXX 50 ging mit einem kleinen Aufschlag in den Handel und notierte auch im Handelsverlauf im Plus. Er ging letztlich 0,96 Prozent höher bei 3.224,82 Punkten in den Feierabend.
Übergeordnet lasteten politische Unsicherheiten wie Brexit, der Staatshaushalt Italiens und der Handelsstreit zwischen den USA und China auf den Kursen. Nach dem herben Rückschlag am gestrigen Montag nutzten nun allerdings einige Anleger die Chance zum Einstieg.
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Die Wall Street hat den Dienstagshandel erneut mit Verlusten beendet.
Der Dow Jones begann die Sitzung 0,26 Prozent tiefer bei 25.321,21 Punkten, versuchte sich im Verlauf aber an einer Erholung. Im späten Handel übernahmen die Bären das Ruder und schickte den Leitindex erneut abwärts: Mit einem Abschlag von 0,40 Prozent ging es bei 25.286,49 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite startete indes mit einem Aufschlag und präsentierte sich im weiteren Verlauf lange Zeit freundlich. Im späten Handel Handel gab das Börsenbarometer aber alle Aufschläge wieder ab und ging kaum verändert bei 7,200.87 Zählern aus dem Handel.
Die US-Börsen setzten am Dienstag nur kurzzeitig zu einer leichten Erholung an. Hoffnungen auf Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten für positive Impulse. So hat US-Finanzminister Steven Mnuchin wieder die Gespräche mit dem chinesischen Vize-Premier Liu He aufgenommen.
Deutlich belastend wirkte sich die erneute Talfahrt der Ölpreise aus. Die Talfahrt hatte schon am Vorabend nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump eingesetzt. Darin hatte sich Trump gegen eine mögliche Kürzung der Förderung durch Opec-Mitglieder und -Nichtmitglieder ausgesprochen. Die Sorgen um eine weiter steigende Förderung und eine gleichzeitig sinkende Nachfrage schickten die Ölpreise erneut auf Talfahrt. "Die Abwärtsspirale ist außer Kontrolle geraten", sagte Analyst Eugene McGillian von Tradition Energy. "Es ist die Fortsetzung der jüngsten Befürchtungen, doch dazu kommt nun die Unsicherheit, wie die Förderländer auf die Trump-Aussagen reagieren werden", so der Teilnehmer.
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Am Dienstag konnten sich Anleger am asiatischen Aktienmarkt nicht für eine klare Richtung entscheiden. Nur in Japan ging es deutlich nach unten.
Der Nikkei 225 beendete die Sitzung 2,06 Prozent schwächer bei 21.810,52 Punkten.
Daneben gewann der Hang Seng 0,62 Prozent auf 25.792,87 Zähler. Auf dem chinesischen Festland ging es ebenfalls aufwärts: Der Shanghai Composite legte 0,93 Prozent auf 2.654,88 Punkte zu.
In Japan orientierten sich Anleger besonders stark an den negativen Vorgaben aus den USA. Allen voran Technologie-Werte waren hier unter die Räder geraten. In China kamen dagegen Hoffnungen auf, dass sich China und die USA im Handelsstreit annähern könnten, was die Kurse stützte.
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