Zollpaket schickt Dow Jones und Co. in den Keller

Die US-Börsen weisen kräftige Verluste am Donnerstag aus. Donald Trumps Zollpläne waren in diesem Umfang wohl nicht vom Markt eingepreist.
Der Dow Jones begann den Handelstag nach dem von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen "Liberation Day" bereits sehr schwach und blieb danach im tiefroten Bereich. Letztlich notierte er 3,98 Prozent tiefer bei 40.545,93 Punkten.
Der NASDAQ Composite zeigte sich ebenfalls weit abgeschlagenmit einem Abschlag von 5,97 Prozent auf 16.550,61 Zähler. Der marktbreite S&P 500 wies zum Handelsende ein Minus von 4,84 Prozent auf 5.396,52 Einheiten aus.
Zollankündigungen "übertreffen schlimmste Befürchtungen
Die USA werden Einfuhren aus anderen Ländern künftig pauschal mit zusätzlichen Zöllen von 10 Prozent belegen. Für einige Handelspartner sind diese Zölle jedoch noch höher. Auf Importe aus der EU kommen 20 Prozent, auf japanische Waren 24 und auf chinesische 34 Prozent.
"Die geplanten Maßnahmen übertreffen die schlimmsten Befürchtungen", kommentierte Chef-Volkswirt Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank die Beschlüsse von Donald Trump. Da sowohl die Europäische Union als auch China bereits Gegenmaßnahmen angekündigt hätten, sei der globale Handelskrieg nun "in vollem Gange".
Angst vor anziehender Inflation geht um
Marktteilnehmer befürchten, dass die höheren Zölle die Inflation in die Höhe treiben, die Gewinne der Unternehmen schmälern und die Wirtschaft letztlich in eine Rezession treiben werden. Eine steigende Inflation könnte die US-Notenbank sogar zwingen, die Zinsen zu erhöhen, heißt es.
Dieses Szenario belastet besonders die Technologiewerte, die im nachbörslichen Handel am Mittwoch schon heftige Verluste verbucht hatten und heute noch tiefer fallen.
Redaktion finanzen.net / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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