ZEW-Index legt im November leicht zu

Die Stimmung der Börsen- und Finanzexperten ist im November leicht gestiegen.
Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen kletterte auf minus 24,1 Punkte von minus 24,7 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf minus 25,0 Punkte gerechnet. Im Oktober war der Index wegen Sorgen über die sich verschärfenden Handelskonflikte und den Brexit bemerkenswert stark zurückgegangen.
Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage gab spürbar nach, und zwar auf plus 58,2 Punkte nach plus 70,1 Zählern im Vormonat. Erwartet worden war ein Rückgang auf plus 65,0 Punkte.
"Die Verläufe von Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätzen und Außenhandel deuten auf eine schwache Entwicklung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal hin. Dies spiegelt sich im Rückgang der Lageeinschätzung wider", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Erwartungen der befragten Experten für die kommenden sechs Monate zeigten keine Verbesserung an. Sie gingen damit derzeit nicht von einer schnellen Korrektur der schwächeren Wirtschaftsentwicklung aus.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verschlechterten sich im November. Der entsprechende Indikator sank gegenüber dem Vormonat um 2,6 auf minus 22,0 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum brach um 13,8 ein auf plus 18,2 Zähler.
Von Andreas Plecko
MANNHEIM (Dow Jones)
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Bildquellen: ZEW