DAX schließt leichter -- Dow beendet Tag kaum bewegt -- Fed tastet Leitzins nicht an -- thyssenkrupp mit Gewinnwarnung -- Siemens halbiert Gewinn -- ProSiebenSat.1, Tesla, Conti, Commerzbank im Fokus
Telekom hebt nach starken Zahlen Prognose an. Deutsche Autobauer wollen 3.000 Euro an Besitzer alter Diesel-Fahrzeuge bezahlen. freenet-Aktien unter Druck - Verzwickte Zahlen, TV-Geschäft enttäuscht. Nissan mit Gewinnrückgang im ersten Halbjahr. Deutsche Pfandbriefbank hebt Jahresziele an.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt gab am Donnerstag nach.
Der DAX war zwar freundlich in den Tag gestartet, drehte dann aber ins Minus und schloss am Ende mit einem Verlust von 0,45 Prozent bei 11.527,32 Zählern.
Auch der Techwerteindex TecDAX hatte zwar mit einem Gewinn eröffnet, war im weiteren Handelsverlauf aber klar in die Verlustzone gerutscht und beendete den Tag schließlich 0,61 Prozent schwächer bei 2.670,90 Punkten.
Nach den Kongresswahlen wanderte der Fokus zum nächsten Unsicherheitsfaktor, der amerikanischen Geldpolitik: Am Abend mitteleuropäischer Zeit steht eine Zinsentscheidung der US-Währungshüter an. Im Vorfeld verhielten sich die Anleger vorsichtig. Zwar wird mit einer Zinserhöhung überwiegend erst im Dezember gerechnet, jedoch dürften die Anleger sehr genau auf Hinweise zur Geldpolitik im kommenden Jahr achten.
Außerdem wurden erneut zahlreiche Quartalsberichte veröffentlicht. Dabei wurden die Ergebnisse unter anderem von ProSiebenSat.1, Continental, HeidelbergCement, Siemens und Commerzbank sehr unterschiedlich aufgenommen.
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Die europäischen Börsen gaben im Donnerstagshandel ab.
Der EuroSTOXX 50 war zwar mit einem kleinen Zuwachs gestartet, dreht im Handelsverlauf jedoch ins Minus und ging schließlich 0,26 Prozent tiefer bei 3.237,60 Punkten in den Feierabend.
Die Anleger warten gespannt auf das Ergebnis der Fed-Sitzung am Abend. Zwar wird derzeit keine Zinserhöhung erwartet, jedoch erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise zum Tempo künftiger Zinsschritte.
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Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag zurückhaltend, nachdem sie am Vortag noch mit starken Kursgewinnen auf den Ausgang der Kongresswahlen reagiert hatten.
Der Dow Jones eröffnete etwas leichter und schlug im Verlauf nicht deutlich aus. Zur Schlussglocke notierte er 0,04 Prozent höher bei 26.191,22 Punkten. Daneben stand der NASDAQ Composite während der Sitzung klar im Minus. Er beendete den Tag 0,53 Prozent tiefer bei 7.530,88 Zählern.
Auch der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve brachte keine Bewegung in den Markt. Wie bereits erwartet wurde, behalten die Währungshüter das derzeitige Tempo bei. Die nächste Zinserhöhung wird im Dezember erwartet.
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Mehrheitlich mit Gewinnen präsentierten sich die größten Börsen in Asien am Donnerstag.
Deutlich aufwärts ging es in Japan, wo der Nikkei 225 bis Handelsschluss kräftig um 1,82 Prozent auf 22.486,92 Zähler anzog. Japans Maschinenbauaufträge sind im September zwar stark gefallen, insgesamt zeigt der Trend bei den Aufträgen der Regierung zufolge jedoch nach oben.
Leichte Abschläge wurden unterdessen vom chinesischen Festland gemeldet: Der Shanghai Composite gab im Donnerstagshandel leicht nach und schloss 0,22 Prozent schwächer bei 2.635,63 Zählern. In Hongkong zeigten sich die Anleger zuversichtlich, der Hang Seng gewann 0,31 Prozent auf 26.227,72 Zähler hinzu.
"Die Aktien in Asien haben sich den positiven Vorgaben aus den USA angeschlossen", sagte Analyst David Madden vom Broker CMC Markets. Händler setzten darauf, dass US-Präsident Donald Trump nach den Zwischenwahlen zum Kongress konstruktiv mit den Demokraten zusammenarbeitet.
Chinas Exporte sind im Oktober deutlich stärker gestiegen als erwartet. Das könnte Madden zufolge den Handelskonflikt mit den USA noch verschärfen: "Die Zahlen sprechen dafür, dass die Handelsbeziehungen neu ausbalanciert werden müssen". Andererseits aber könne der jüngste Erfolg der Demokraten im Repräsentantenhaus ein Hinweis darauf sein, dass US-Wähler mit dem Vorgehen Trumps im Verhältnis zu China nicht einverstanden sind.
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