Deshalb steigt der Euro auf breiter Front - Dollar gibt nach

Der Eurokurs hat am Mittwoch vom Ausgang der US-Kongresswahl profitiert, aber seinen Vorsprung aus dem europäischen Handel im US-Geschäft nicht ganz verteidigen können.
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Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1452 US-Dollar, während sie in Europa bis auf 1,1499 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1487 (Dienstag: 1,1428) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8706 (0,8750) Euro gekostet.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Die Wahlergebnisse aus den USA brachten den Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck. Für US-Präsident Donald Trump wird das Regieren nach den Kongresswahlen in dem gespaltenen Land schwieriger: Seine Republikaner verloren bei den Zwischenwahlen das Repräsentantenhaus an die Demokraten. Den Senat im Parlament in Washington verteidigten die Republikaner allerdings.
Die Fiskalpolitik der USA dürfte nach den Wahlen weniger konjunkturstütztend sein, begründete Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank, die Dollar-Verluste. Eine republikanische Mehrheit in beiden Häusern hätte wohl die Steuern gesenkt und die Ausgaben nicht proportional zurückgefahren. "Die USA wären als Investitionsstandort attraktiver geworden, die Nachfrage nach der US-Währung wäre gestiegen." Dies könnten die Demokraten im Repräsentantenhaus jetzt verhindern. Ob es aber tatsächlich dazu kommt, müsse man abwarten./edh/jsl/fba
NEW YORK (dpa-AFX)
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