Türkische Lira unter Druck

Darum gibt der Euro etwas nach

08.11.18 12:40 Uhr

Darum gibt der Euro etwas nach | finanzen.net

Der Euro hat am Donnerstag etwas schwächer tendiert, sich aber über der Marke von 1,14 US-Dollar halten können.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1234 EUR -0,0005 EUR -0,36%

8,1009 CNY 0,0295 CNY 0,37%

0,8769 GBP 0,0016 GBP 0,18%

9,2409 HKD 0,0108 HKD 0,12%

184,4600 JPY 0,2900 JPY 0,16%

1,1811 USD 0,0013 USD 0,11%

1,1405 EUR -0,0021 EUR -0,18%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,15%

0,8466 EUR -0,0010 EUR -0,12%

Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1415 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1487 Dollar festgesetzt.

Etwas belastet wurde der Euro durch neue Wachstumsprognosen der EU-Kommission. Sie geht in ihrem Herbstgutachten von einem etwas schwächeren Wachstum im Euroraum in den kommenden Jahren aus. Sie nannte zahlreiche Wachstumsrisiken, darunter die Gefahr steigender Staatsschulden in einigen Euroländern. Kritisiert wurde Italiens Haushaltspolitik, die laut Kommission zu steigenden Budgetdefiziten führe und dem Ziele einer Verringerung der Schuldenquote entgegenstehe.

Unter spürbarem Druck stand die türkische Lira. Gegen Mittag gab sie zum amerikanischen Dollar 1,5 Prozent an Wert nach. Am Markt wurde zum einen auf die schwache türkische Börse verwiesen. Zum anderen wurden Äußerungen der Ratingagentur Moody's ins Feld geführt. Die Bonitätsprüfer rechnen in den kommenden Quartalen mit einer schrumpfenden türkischen Wirtschaft. Finanzminister Berat Albayrak sagte, man lasse nicht zu, dass ausländische Kräfte die gute Wirtschaftsstimmung kaputt machten.

Gegen Abend dürften Anleger wie Analysten ihre Blicke in Richtung USA lenken. Dort entscheidet die Notenbank Federal Reserve über ihren geldpolitischen Kurs. Mit unmittelbaren Entscheidungen wird zwar nicht gerechnet. Allerdings könnte die Fed Hinweise auf den für Dezember erwarteten nächsten Zinsschritt fallen lassen.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Neonn / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com