DAX schließt freundlich -- Wall Street letztlich uneins -- Deutsche Inflation steigt im März -- Bayer, Novo Nordisk, SAP, Siemens Energy, Berkshire, Rüstung, Öl-Aktien, Aluminium-Aktien im Fokus
Lufthansa: Flugbegleiter stimmen für Streiks. Stellantis und Palantir verlängern Zusammenarbeit. adidas: Analyst bestätigt "Hold"-Einstufung. Novartis: Weitere Studiendaten für Fabhalta publiziert. Ölpreise ziehen weiter an. Ceconomy: Mediamarkt-Saturn-Übernahme stockt in Österreich. SUSS MicroTec: Schwache Margenprognose belastet.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenstart zunächst auf Richtungssuche begeben.
Für den DAX stand zum Sitzungsstart ein Minus an der Kurstafel. Im Tagesverlauf wechselte er dann häufiger die Richtung. Am frühen Nachmittag setzte sich indes eine positive Tendenz durch, sodass er 1,18 Prozent höher bei 22.562,88 Punkten in den Feierabend ging.
Auch der TecDAX startete mit einem Abschlag in den Handel, drehte im Verlauf aber in die Gewinnzone und legte spürbar zu - bis auf letztlich +1 Prozent bei 3.384 Zählern.
Der DAX notiert in der neuen Woche etwas fester und vergrößert damit den Abstand zur 22.000-Punkte-Marke.
Dennoch dreht sich die Aufmerkseimkeit des Marktes um den weiter eskalierenden Iran-Konflikt. Laut Commerzbank gebe es "keine Atempause" im Krieg, so dpa-AFX. Die USA und Israel setzen ihre Angriffe fort, während eine diplomatische Lösung nicht in Sicht ist. Der Iran wirft Donald Trump vor, parallel zu Verhandlungen eine Bodenoffensive vorzubereiten. Trump habe dem Iran zudem eine Frist von einer Woche gesetzt, um die Straße von Hormus freizugeben, so dpa-AFX.
Außerdem rückten Inflationsdaten in Deutschland in den Fokus. Diese sind wie erwartet im März angestiegen.
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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Montag mit leichten Aufschlägen.
Der EURO STOXX 50 sackte zum Handelsstart etwas ab, übersprang im weiteren Verlauf aber die Nulllinie und konnte bis zum Handelsschluss um 0,65 Prozent auf 5.541,79 Punkte klettern.
Europas Börsen starteten etwas stärker in die Woche. Die weitere Eskalation im Nahost-Konflikt blieb jedoch im Fokus des Marktes. Aussagen von Donald Trump zu möglichen Verhandlungen stehen im Kontrast zu militärischen Drohungen und einer verstärkten US-Präsenz in der Region. Auch die Ölpreise bleiben hoch.
Im Fokus standen zudem Inflationsdaten: In Deutschland gab es im März wie erwartet einen Preisanstieg. Analysten sehen erste Auswirkungen des Konflikts auf die Teuerung. Hält die Lage an, könnte der Inflationsdruck weiter steigen und die Europäische Zentralbank zum Handeln zwingen.
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Die US-Börsen bewegten sich in der neuen Börsenwoche auf unterschiedlichem Terrain.
Der Dow Jones hat den Montagshandel etwas höher begonnen und verblieb auch weiterhin auf höherem Niveau. Er ging 0,11 Prozent fester bei 45.216,72 Stellen aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verzeichnet Verluste, nachdem er zur Startglocke noch mit Aufschlägen notierte. Schlussendlich verlor das Börsenbarometer 0,73 Prozent auf 20.794,64 Einheiten.
Nach zweitägigen Kursverlusten infolge des Iran-Konflikts unternahm die Wall Street zu Wochenbeginn einen zaghaften Erholungsversuch. Die Marktlage blieb aufgrund von widersprüchlichen Nachrichten jedoch äußerst instabil, sodass sich die US-Börsen nach einem positiven Start schließlich uneinheitlich zeigten.
Während US-Präsident Donald Trump zwar Hoffnung auf eine diplomatische Lösung mit einem "vernünftigeren Regime" schürt, verstärken die USA gleichzeitig ihre Truppenpräsenz vor Ort und schließen eine Bodenoffensive nicht aus - eine Eskalationsgefahr, die durch anhaltende iranische Raketenangriffe auf Israel und die Golfstaaten befeuert wird, so Dow Jones Newswires. Diese tiefgreifende Verunsicherung spiegelt sich vor allem im Ölmarkt wider, wo der Preis für Brent-Öl auf über 114 Dollar kletterte. Experten wie Henry Allen von der Deutschen Bank warnten vor den gravierenden Marktauswirkungen des ungelösten Konflikts, während Analysten von Kepler bereits vor massiven logistischen Störungen warnten: Sollte neben der Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandab blockiert werden, drohen durch Umleitungen um das Kap der Guten Hoffnung verdoppelte Transitzeiten und explodierende Transportkosten für Rohöl.
Zum Wochenstart zeigten sich die Börsen in Fernost mit unterschiedlichen Vorzeichen.
In Tokio geriet der Nikkei 225 deutlich unter die Räder und rutschte letztlich 2,79 Prozent auf 51.885,85 Punkte ab.
Auf dem chinesischen Festland hingegen gewann der Shanghai Composite schließlich 0,24 Prozent auf 3.923,29 Zähler.
In Hongkong fiel der Hang Seng schlussendlich 0,81 Prozent auf 24.750,79 Stellen.
Weiterhin blieb der Nahost-Konflikt das bestimmende Thema an den Börsen. Die USA und Israel setzten ihre Angriffe im Iran in der fünften Kriegswoche fort und nahmen dabei laut israelischem Militär Ziele in Teheran ins Visier. US-Präsident Donald Trump sprach von erfolgreichen Schlägen gegen lang verfolgte Ziele. Der Iran reagierte gemeinsam mit der Huthi-Miliz mit Gegenangriffen auf Israel und Golfstaaten. Trump äußerte zudem Interesse an iranischem Öl.
Aussagen von Donald Trump über ein mögliches baldiges Kriegsende stehen im Widerspruch zur aktuellen Eskalation. So drohte er laut Financial Times mit der Beschlagnahmung iranischen Öls und der wichtigen Exportinsel Kharg. Das Wall Street Journal berichtet zudem über mögliche Pläne zur Sicherung iranischen Urans. Gleichzeitig greifen vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen verstärkt in den Konflikt ein.
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