Schnäppchen?

Historische Bewertung bei NVIDIA-Aktie: Günstiger als der S&P 500 - Ist das die ultimative Kaufgelegenheit?

30.03.26 23:20 Uhr

NASDAQ-Aktie NVIDIA im Sonderangebot? Erstmals seit 13 Jahren billiger als der S&P 500 - Zeit zum Einstieg? | finanzen.net

NVIDIA notiert erstmals seit über einem Jahrzehnt mit einem Abschlag zum Gesamtmarkt. Bleibt die Aktie ein Wachstumspapier?

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• NVIDIA dank neuer "Rubin"-GPU vor weiterem Wachstum
• Aktuelle Bewertung: Ein Schnäppchen?
• Cramer über NVIDIA-Kurs

NVIDIAs Wachstumsdynamik im Blick

Obwohl die NVIDIA-Aktie nach einer beispiellosen Rally seit August 2025 eine für Anleger ungewohnte Volatilität zeigt, bleibt die operative Dynamik des KI-Giganten ungebrochen. Diese Phase der Kursstagnation markiert keinen Rückgang, sondern vielmehr eine attraktive Einstiegschance, da das Unternehmen seine technologische Marktführerschaft massiv ausbaut, wie The Motley Fool berichtet. Während das bisherige NVIDIA-Ökosystem bereits als unangefochtener Branchenstandard gilt, für den Kunden bereitwillig Premiumpreise zahlen, steht mit der neuen "Rubin"-Architektur bereits der nächste Quantensprung bevor.
Diese innovative GPU-Generation verschiebt die Grenzen der Effizienz radikal: Die Kosten für Inferenztoken sinken um das Zehnfache, während im KI-Training nur noch ein Viertel der bisherigen Hardware im Vergleich zur Blackwell-Serie benötigt wird. Da Unternehmen diese Leistungssteigerung wohl nicht für Einsparungen, sondern für noch komplexere und mächtigere KI-Systeme nutzen werden, dürfte der Umsatz NVIDIAs noch weiter steigen.

"Schnäppchen" gegenüber dem Gesamtmarkt

Die derzeit ungewohnt unsichere Phase der NVIDIA-Aktie könnte zudem aus fundamentaler Sicht eine seltene Gelegenheit markieren. Nach deutlichen Kursverlusten von über 10 Prozent seit Jahresbeginn dürfte sich eine Bodenbildung abzeichnen, wie Barrons erklärt. Das bemerkenswerteste Signal für Investoren sei dabei die aktuelle Bewertung: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19,7 wird der KI-Gigant laut FactSet-Daten inzwischen günstiger gehandelt als der Durchschnitt des S&P 500, der bei 20,3 liegt. Dies beendet eine beeindruckende 13-jährige Ära, in der NVIDIA seit Februar 2013 stets mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem Referenzindex bewertet wurde.

Cramer über die NVIDIA-Aktie

CNBC-Experte Jim Cramer rät Investoren angesichts der aktuellen Spannungen im Iran außerdem dazu, ihre Strategie von reinem "Stock-Picking" auf eine militärstrategische Analyse umzustellen. Um die Frage zu beantworten, ob der aktuelle Kursrückgang bei NVIDIA eine Einstiegschance bietet, schlägt Cramer zudem eine gezielte Checkliste vor. Zunächst müsse geklärt werden, ob der Kursverfall tatsächlich direkt mit dem Krieg verknüpft ist.
"Wir wissen, dass wir den Ausgang des Krieges nicht vorhersagen können. Auch den Zeitpunkt können wir nicht vorhersagen, wie die heutige Verlängerung der Bombenpause zeigt… Aber wir können einschätzen, ob die Aktien, die wir favorisieren, einen nennenswerten Bezug zum Krieg haben", so Cramer.
Bei NVIDIA sehe er hier eher praktische Gründe: Als weltweit am einfachsten zu handelnde Aktie wird sie in Krisenzeiten oft schnell verkauft, um Liquidität zu generieren oder den Wiedereinstieg auf niedrigerem Niveau vorzubereiten.

Ein weiterer kritischer Faktor seien die Zinssätze, die den kapitalintensiven Ausbau von Rechenzentren verteuern könnten. Dennoch warnt Cramer davor, den Anschluss zu verpassen, falls der Konflikt endet oder die Geldpolitik umschwenkt. Auch interne Branchenprobleme wie der aktuelle Mangel an Speicherkomponenten und die damit verbundenen hohen Serverpreise belasten das Budget der Kunden indirekt. Die fundamentale Nachfrage nach NVIDIA-Chips bleibe jedoch "geschäftskritisch" und damit weitgehend resistent gegenüber schwankenden Ölpreisen, da US-Rechenzentren primär auf preisstabiles heimisches Erdgas setzen.

Abschließend erklärte Cramer, Investoren müssten herausfinden, ob die Nachfrage nach NVIDIA-Produkten unabhängig vom Krieg nachlasse. "Es ist denkbar, dass die Staatsgelder aus dem Golf versiegen, mit denen viele Rechenzentren finanziert wurden … Aber letzte Woche habe ich an der NVIDIA GTC-Konferenz teilgenommen und festgestellt, dass die Nachfrage unglaublich hoch ist", sagte er.
"Letztendlich erhalten Sie hier die Chance, eine hochwertige Aktie zu einem niedrigeren Preis als üblich zu erwerben", fügte Cramer hinzu. "Man kann den Zeitpunkt nicht abschätzen. Vergessen Sie das nicht."

Auch ein Blick auf die allgemeine Haltung der Experten gegenüber NVIDIA zeigt ein weiterhin optimistisches Bild. Von insgesamt 43 Analysten empfehlen laut TipRanks 41 Experten das Papier zum Kauf, während bloß eine Halteempfehlung und eine Verkaufsempfehlung ausgegeben wird. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 273,34 US-Dollar und entspricht einer Veränderung von 63,17 Prozent gegenüber dem letzten Kurs von 167,52 US-Dollar (Stand: 27.03.2026).

Evelyn Schmal, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Below the Sky / Shutterstock.com

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