Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Krisenwährung zum Wochenauftakt wieder gefragt

30.03.26 09:11 Uhr

Goldpreis steigt zum Wochenstart - Krisenwährung wieder stärker gefragt | finanzen.net

Der Goldpreis präsentierte sich in frühen Montagshandel mit anziehenden Notierungen, nachdem er in der vergangenen Woche den vierten Wochenverlust in Folge verbucht hat.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4.676,43 USD USD

109,24 USD 9,00 USD 8,98%

111,54 USD 11,42 USD 11,41%

von Jörg Bernhard

Im Bereich von 4.500 Dollar versucht die globale Krisenwährung einen Boden auszubilden. Geholfen hat ihm dabei ein schwächerer Dollar, während der erneute Anstieg der Energiepreise Inflationssorgen schürte und die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr weiter dämpfte. Nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen am Wochenende Angriffe auf Israel gestartet hatten, droht nun eine weitere militärische Eskalation in der Region. Der Future auf Brent-Rohöl ist im März bisher um 60 Prozent gestiegen - ein Rekordanstieg auf Monatsbasis. Händler erwarten einen Inflationsschub und sehen kaum Chancen für eine Zinssenkung in den USA in diesem Jahr. Auch das FedWatch-Tool der CME Group deutet darauf hin, dass es in diesem Jahr in den USA keine Zinssenkungen geben wird. Dies steht im Gegensatz zu den Erwartungen von zwei Zinssenkungen vor Beginn des Konflikts.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 9.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 36,10 auf 4.528,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Aufwärtsdrang zum Wochenstart

Der Ölpreis tendierte zum Wochenstart weiter bergauf, nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen am Wochenende ihre ersten Angriffe auf Israel gestartet hatten. US-Präsident Donald Trump erklärte indes, die USA und Iran hätten "direkt und indirekt" Gespräche geführt und die neuen iranischen Führer seien "sehr vernünftig", während weitere US-Truppen in der Region eintrafen. Gleichzeitig teilte das israelische Militär am Montag mit, dass es die Infrastruktur der iranischen Regierung in ganz Teheran angreift. An den Energiemärkten stellen sich die Marktakteure offensichtlich auf eine weitere Eskalation der militärischen Feindseligkeiten ein.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 9.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,05 auf 101,73 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 3,25 auf 108,57 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Worldpics / Shutterstock.com, Eric Chiang/123rf

Nachrichten zu Goldpreis