Ölpreise klettern: DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Wall Street schließt im Minus -- Bitcoin sackt ab -- BYD-Umsatz stagniert -- CTS Eventim, Rüstungsaktien, NVIDIA, Novo Nordisk, BASF im Fokus
Netflix dreht in den USA an der Preisschraube. Meta und Verbraucherzentralen prüfen Vergleich. SAP übernimmt Reltio. Lufthansa einigt sich mit Bodenpersonal. Novartis stärkt Immunologie-Portfolio mit Milliarden-Zukauf. TUI stellt Vorstand neu auf. Jungheinrich mit Umsatzplus in 2025. Pernod erwägt wohl Übernahme von Brown-Forman.
Marktentwicklung
Am deutschen Aktienmarkt blieben die Anleger am Freitag vorsichtig.
So eröffnete der DAX quasi unverändert und fiel dann anschließend klar ins Minus. Zeitweise notierte das Börsenbarometer am Nachmittag unter der 22.300-Zähler-Marke. Zum Handelsschluss schaffte er es knapp darüber. Sein Schlussstand: -1,38 Prozent bei 22.300,75 Zähler.
Der TecDAX gab anfänglich leicht nach und rutschte im Anschluss tiefer in rotes Terrain. Letztlich gab er 1,93 Prozent auf 3.357,25 Stellen ab.
Angesichts wieder anziehender Ölpreise hat der DAX am Freitag nachgegeben. Aus dem wegen des verlängerten Ultimatums der USA für den Iran zunächst freundlich erwarteten Handelsstart wurde nichts. Gradmesser für die Stimmung am Markt bleibt der Ölpreis. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent - mit derzeit rund 109 US-Dollar deutlich über der Marke von 100 Dollar, auch wenn das Hoch vom Montag bei über 114 Dollar bislang nicht überschritten wurde.
Der Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Es fühle sich eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere nach wie vor die "Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen".
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag zurückhaltend.
So startete der EURO STOXX 50 mit einem kleinen Zuwachs und drehte im weiteren Verlauf deutlich ins Minus. Er verabschiedete sich 1,05 Prozent schwächer bei 5.507,72 Punkten.
Die Anleger gingen vor dem Wochenende auf Nummer sicher. Zwar hat US-Präsident Donald Trump die Frist für die Aussetzung von Angriffen auf den iranischen Energiesektor bis zum 6. April verlängert. Zugleich prüft das Pentagon aber laut Medienberichten die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten.
"Donald Trump hat sein Ultimatum erneut verlängert. Das zeigt, wie sehr die USA den Krieg beenden und eine Verhandlungslösung erreichen wollen. Es zeigt aber auch, dass sich die Verhandlungen wohl alles andere als einfach gestalten", sagte QC Partners. Für die Börsen bedeute die noch längere Frist, dass die Unsicherheit noch einige Zeit hoch bleiben werde. Die Chancen stünden allerdings gut, dass der ganz große "sell-off" zumindest während des laufenden Ultimatums ausbleiben werde.Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen tendierten am Freitag deutlich bergab.
Der Dow Jones rutschte am letzten Handelstag der Woche sukzessive nach unten und reduzierte sich zum Handelsschluss um 1,73 Prozent auf 45.166,64 Punkte, nahe am Tagestief.
Mit dem NASDAQ Composite ging es noch deutlicher nach unten. Er verlor letztlich 2,15 Prozent auf 20.948,36 Zähler.
Die US-Aktienmärkte haben ihre Verluste am Freitag ausgeweitet. Der andauernde Iran-Krieg sowie weiter anziehende Ölpreise sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. Zusätzlich belastete die Stimmung, dass China im Vorfeld des erwarteten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Staatschef Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA eingeleitet hat.
Im Nahen Osten zeichnet sich auch nach fast vier Wochen Konflikt keine Entspannung ab. Eine paramilitärische Miliz aus dem Iran hinderte drei Containerschiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Bereits am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum zur Wiederöffnung der wichtigen Meerenge erneut verlängert. Zudem verschob er geplante Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur um weitere zehn Tage auf den 6. April.
Die Börsen in Fernost konnten am Freitag mehrheitlich zulegen.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,43 Prozent bei 53.373,07 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite dagegen 0,63 Prozent auf 3.913,72 Zähler.
In Hongkong zog der Hang Seng bis Handelsschluss um 0,38 Prozent auf 24.951,88 Einheiten an.
Hintergrund waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hat die Angriffe auf den Energiesektor Irans für 10 Tage ausgesetzt, damit Friedensverhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Gleichwohl herrscht weiter Skepsis, ob es tatsächlich eine Einigung zwischen den USA und dem Iran geben wird, denn beide Seiten bleiben bislang bei ihren Maximalforderungen. Die Unsicherheit bleibt damit hoch, hieß es.
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