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Für die Sicherheit im Depot

Anleihen-ETFs: Die besten Bond-ETFs für Ihr Portfolio im Überblick

Wer langfristig sein Geld an der Börse anlegt, macht dies meistens mithilfe von ETFs auf große Indizes. Doch wer sein Portfolio wirklich abrunden möchte, sollte auch Anleihen-ETF in Betracht ziehen. Wir zeigen Ihnen, warum ETF auf Anleihen in einem Depot wichtig sind und wie Sie die besten Bond-ETFs finden. Unsere spannendsten Empfehlungen und Tipps haben wir gleich am Anfang für Sie zusammengefasst!

Anleihen-ETFs – Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Anleihen-ETF, auch Bond-ETF genannt, bildet den entsprechenden Index im Optimalfall 1:1 ab. Mittlerweile gibt es tausende ETFs auf Anleihen und Renten.
  • Ein Bond-ETF eignet sich perfekt dafür, das Risiko im eigenen Portfolio zu minimiren und Kursschwankungen an der Börse abzuschwächen.
  • Tipp: Sie können einen Anleihen-ETF kaufen, sobald Sie ein Wertpapierdepot besitzen. Bei der Suche hilft unser Aktiendepot-Vergleich.
  • Mit Anleihen-ETFs erweitern Sie Ihr Aktien-Portfolio um den Faktor Stabilität. Doch es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Bond-ETFs.
  • Produktempfehlungen: Mit dem Xtra­ckers Eu­ro­zo­ne Go­vern­ment Bond 25+ Ucits ETF 1C* investieren Sie in europäische Anleihen, der Amundi Emerging Markets Government Bond ETF* umfasst Anleihen von Schwellenländern und mit dem Amundi Prime Global Government Bond ETF* sind Sie weltweit investiert.
  • Tipp: Wer sein Kapital in mehrere ETFs anlegen möchte, sollte sich OSKAR2 anschauen. Damit können Sie ab einer Sparrate von 25 Euro pro Monat in bis zu zehn ETFs mit weltweiter Streuung gleichzeitig investieren.
  • Info-Tipp: Regelmäßige Informationen zu den neuesten ETF-Themen erhalten Sie im ETF-Buddy-Newsletter von Xtrackers*

Inhaltsverzeichnis

Anleihen-ETF – wichtig fürs Portfolio

Für die meisten Anleger stehen Aktien im Fokus ihres Depots – dabei sind festverzinsliche Wertpapiere für ein breit aufgestelltes Portfolio genauso wichtig. Sie runden die Geldanlage ab und sorgen für die nötige Sicherheit. Allerdings gibt es sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Anleihen-ETFs. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Zusammensetzung des Indexfonds, sondern auch in der Sicherheit. Deswegen müssen Anleger genau darauf achten, welchen Anleihen-ETF sie sich ins Depot holen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen nicht nur die besten Anleihe-ETFs vor, sondern erklären Ihnen genau, was Anleihen sind und wie diese sich unterscheiden. Deswegen beginnen wir hier direkt bei den Grundlagen.

Was ist ein Anleihen-ETF?

Ein Anleihen-ETF ist ein börsengehandelter passiver Indexfonds, der sich aus Anleihen oder Rentenpapieren zusammensetzt. Oft hört man in diesem Zusammenhang auch den englischen Begriff Bond-ETF.

„Bond“ ist einfach nur das englische Wort für „Anleihe“ und ist deshalb als Synonym für den deutschen Begriff zu verstehen. Unter Anleihen selbst versteht man fest verzinste Wertpapiere, die dem Gläubiger ein Recht auf Rückzahlung und die Zahlung eines fest vereinbarten Zinssatzes einräumen. Im Grunde genommen ist es eine Schuld, die der Emittent beim Käufer hat und verspricht, diese in regelmäßigen Abständen mit Zinsen zurückzuzahlen.

Anleihen werden meist von Staaten, Banken oder Unternehmen herausgegeben. Bei Anleihen-ETFs werden viele einzelne Anleihen gebündelt – ähnlich wie bei einem DAX-ETF der den Deutschen Leitindex abbildet. So gibt es auch Anleihen-ETF zum Beispiel auf den Deutschen Rentenindex (REX), der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen misst. Ein ETF versucht dann, diesen 1:1 abzubilden und so dieselbe Rendite zu erzielen.

Anleihen-ETF: Vor- und Nachteile

Anleihen-ETFs gelten grundsätzlich als sichere Geldanlagen und sind mit Festgeld zu vergleichen. Auch ist der Vorteil bei einem Bonds-ETF natürlich wie bei jedem anderen ETF auch, dass Sie gleichzeitig in mehrere Anleihen investieren.

Dadurch zahlen Sie einen festen Preis für mehrere Anleihen gleichzeitig und sind somit deutlich günstiger dran. Ein breit aufgestelltes Portfolio sollte aus einem guten Aktien-Anleihen-Verhältnis bestehen: Aktien sind dabei der risikoreichere Teil, während Anleihen als risikoarm gelten. Anleihen gelten als risikoarm, weil ihr Wert weniger stark schwankt als bei Aktien. Gleichzeitig bedeutet das für Anleger auch, dass am Ende natürlich weniger Rendite herausspringt. Je größer der Anleihen-Anteil im Portfolio ist, desto geringer wirkt sich deshalb ein ausgeprägter Kursverlust bei Aktien auf den Wert des Gesamtdepots aus. Somit können Anleihen Schwankungen im Portfolio ausgleichen.

Vorsicht: Bei Anleihen handelt es sich zwar um eine risikoarme Anlage – aber sie sind dennoch nicht risikofrei. Wenn die Zinsen sinken, legen Anleihen-ETFs im Wert zu. Denn dann werden sie stärker nachgefragt. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass mit steigenden Zinsen der Wert der Bond-ETFs sinkt. Allerdings hat die Rendite von Anleihen bis zum Frühjahr 2022 stark abgenommen. Wer eine wirklich positive Rendite mit Bond-ETFs erzielen wollte, musste mehr Risiko eingehen und somit auch Anleihen von weniger finanzstarken Ländern oder Unternehmen kaufen. Seit der Zinswende Mitte 2022 sieht die Entwicklung anders aus, seitdem gewinnen Anleihen wieder mehr Aufmerksamkeit.

Tipp: Wer sich die Zeit oder Mühe sparen will, selbst nach den richtigen ETFs zu suchen, kann auf einen digitalen Vermögensverwalter zurückgreifen. Ein Robo-Advisor investiert für seine Kunden völlig automatisiert in mehrere ETFs gleichzeitig – und zwar in der Regel sowohl in Aktien-ETFs als auch in Anleihen-ETFs. Ganz nach ihrem persönlichen Risikoprofil stellen die Anbieter dann ein für Sie passendes Aktien-Anleihen-Verhältnis zusammen. In unserem Robo-Advisor-Vergleich finden Sie alle Infos dazu.

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Anleihen-ETF: Die wichtigsten Unterschiede

Anleihen-ETF eignen sich perfekt, um die Sicherheit im Portfolio zu erhöhen. Aber es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Bond-ETFs: Je nach Anbieter und Replikationsmethode wird die Entwicklung des zugrundeliegenden Index mehr oder weniger exakt nachgebildet. Dies entscheidet letztlich über die Rendite, die Sie als Anleger erzielen können. Beeinflusst wird Ihre Rendite auch von der Gesamtkostenquote, die sich ebenfalls von einem Anbieter zum anderen unterscheidet – folgende Kriterien müssen Sie bei der Auswahl eines Bond-ETF beachten: Die Replikationsmethode: ETFs bilden einen Index auf zwei unterschiedlichen Wegen nach: direkt oder indirekt.

Physisch replizierende ETFs (direkte Replikation) kaufen und verkaufen die Originalaktien des zugrundeliegenden Index. Ein Anleihen-ETF mit direkter Replikationsmethode kauft und verkauft also tatsächlich die im zugrundeliegenden Index enthaltenen Wertpapiere. Bei der Vollreplikation besitzt der ETF-Anbieter sogar die Aktien aller Titel in physischer Form.

Synthetisch replizierende ETFs (indirekte Replikation) hingegen kaufen und verkaufen nicht die Aktien, die in dem Index enthalten sind. Wenn Sie mehr zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Replikationsmethoden erfahren wollen, dann empfehlen wir Ihnen die Ratgeber ETF kaufen und ETF-Sparplan.

Die Ausschüttungsart: Mit einem Anleihen-ETF partizipieren Sie an den Kursgewinnen und an den Dividenden der im Indexfonds enthaltenen Anleihen. Jetzt müssen Sie sich nur noch entscheiden, was mit Ihren erzielten Erträgen geschehen soll. Wenn Sie die Dividenden gutgeschrieben bekommen möchten, dann müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden. Die Erträge aus Ihrem ETF können Sie dann alternativ anlegen oder für Konsumausgaben nutzen. ETFs, die alle Dividenden wieder anlegen, nennen sich thesaurierende ETFs. Sie profitieren von einer Art Zinseszinseffekt, da sich der Wert des ETFs nicht nur Kursgewinne erhöht, sondern auch durch erzielte Erträge. Tipp: Thesaurierende ETFs können in Verbindung mit einem ETF-Sparplan ihre Stärken voll ausspielen. In unserem großen ETF-Vergleich stellen wir Ihnen die besten spar­plan­fähigen ETFs zum langfristigen Vermögensaufbau vor.

Der Tracking Error: Damit wird die Differenz zwischen der Performance des ETFs und der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Index‘ bezeichnet. Der Tracking Error misst also die Abweichung der Fondsperformance von der Indexperformance. Je größer die Abweichung zwischen ETF und Index, desto größer sind die entstehenden Kosten. Der Tracking Error stellt folglich eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale von ETFs dar.

Die Anlagekosten: Die Kosten sind wie kaum ein anderer Faktor für den Anlageerfolg entscheidend. Das Gute: Die Kosten können Sie besonders leicht beeinflussen. Wenn Sie mehr über Anlagekosten eines ETF lesen wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber zum MSCI World-ETF. Dort beschäftigen wir uns ganz ausführlich mit den Anlagekosten eines ETFs.

Tipp: Die wichtigsten Begriffe rund um ETFs finden Sie übrigens in unserem ETF-Lexikon – und das ganz ausführlich erklärt.

Gebühren beim ETF-Kauf – schon gewusst?

Mithilfe der Gesamtkostenquote, der sogenannten Total Expense Ratio (TER), können Sie die Kosten eines ETFs vergleichen. Allerdings spiegeln sich in der TER nicht alle Kosten wider. Die TER gibt nur die laufenden Kosten pro Jahr für den Besitz eines ETFs an.

Die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO) gibt hingegen die tatsächlichen Gesamtkosten an. Die TCO berücksichtigt zum Beispiel auch Handelsgebühren und Spreads bei Transaktionen innerhalb des ETFs, die Swapgebühr bei synthetisch nachgebildeten ETFs, Steuern sowie Erträge beispielsweise durch Wertpapierleihe.

Achten Sie auch auf die indirekten Gebühren, die durch den Tracking Error (TE) entstehen. Er misst die Abweichung des ETFs vom zugrundeliegenden Index. Ist der TE niedrig, dann ist die Entwicklung im Vergleich zum Index sehr ähnlich.

Der TE gibt allerdings nicht an, ob die Abweichung positiv oder negativ ist. Aufschluss darüber gibt die Tracking-Differenz (TD). Das ist der Unterschied zwischen der Rendite des ETFs und der Rendite des Index, der vom ETF nachgebildet wird.

Wichtig: Der ETF mit dem niedrigsten TER, ist nicht unbedingt der günstigste.

Fazit: Darum ein Anleihen-ETF!

Falls Sie sich noch nicht sicher sind, ob ein Anleihen-ETF zu Ihrer Anlagestrategie passt, dann sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Welcher Risikotyp sind Sie und wie langfristig wollen Sie Ihr Geld anlegen? Je langfristiger Sie anlegen wollen, desto riskanter können Sie in der Regel Ihr Geld investieren. Ein Bond-ETF mindert das Risiko in Ihrem Portfolio und kann fallende Aktienkurse abfangen.

Aber Kurseinbrüche oder volatile Marktphasen gleichen sich über die Jahre aus. Wenn Sie also Ihr Geld langfristig anlegen wollen, brauchen Sie möglicherweise keine Anleihen in Ihrem Depot. Wichtig ist nur, dass Sie Ihr Investment nicht in einer marktschwachen Phase zu Geld machen wollen – sieben wichtige Tipps zur Geldanlage, haben wir für Sie übrigens im Ratgeber Geldanlage zusammengefasst.

Fakt ist: Ein Wertpapierdepot sollte aus Aktienfonds und aus sicheren Anlagen bestehen. Die Aktienfonds sorgen auf lange Sicht für Rendite, die sicheren Anlagen, wie Anleihen es sind, minimieren im Optimalfall das Risiko.

Ein DAX-ETF oder ein Indexfonds auf einen noch volatileren Index wie den MDAX kann sich auf Dauer, also bei einer Haltedauer von zehn oder 15 Jahren, auszahlen, ist aber durchaus nicht ohne Risiko. Ein Bond-ETF ist auch für risikoscheue geeignet.

Unsere Empfehlung: Ein Anleihen-ETF ist mit weniger Risiken verbunden, bringt jedoch auf Dauer eine kleinere Rendite.

Info-Tipp: Regelmäßige Informationen zu den neuesten ETF-Themen erhalten Sie im ETF-Buddy-Newsletter von Xtrackers*

Anleihen-ETF kaufen – das sollten Sie tun

  1. Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot ohne Ordergebühren (zzgl. marktüblicher Spreads), zum Beispiel bei  finanzen.net zero1. Dort gibt es kostengünstige ETF-Sparpläne.

  2. Ob thesaurierender oder ausschüttender ETF, ob physischer oder synthetischer ETF – wählen Sie einen Anleihen-ETF aus, der zu Ihrer Anlagestrategie passt.

  3. Wollen Sie mit einem Sparplan langfristig ein Vermögen aufbauen, wählen Sie einen thesaurierenden ETF

  4. Wollen Sie einmalig einen großen Betrag anlegen oder flexibel mit den Erträgen umgehen, dann wählen Sie einen ausschüttenden ETF.

  5. Vor allem bei langfristigen Anlagen sollten Sie sich für einen günstigen ETF entscheiden. Achten Sie neben jährlichen Gebühren (TER) auch auf die TCO und den Tracking-Error (TE).

Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informations-, Bildungs- und Marketingzwecken ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Anlagestrategieempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Die Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und finanzielle Situation des Lesers. Jede Anlageentscheidung sollte eigenverantwortlich getroffen und sorgfältig geprüft werden. Vor einer Anlageentscheidung sollte der Rat eines Anlage- und Steuerberaters eingeholt werden. Der Handel mit Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen basieren grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen können. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die durch die Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen.

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2Hinweis: Oskar ist eine Marke der Oskar.de GmbH, eine Ausgründung der finanzen.net GmbH. Die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH verwaltet das Vermögen, die Baader Bank AG führt die Depots mit Verrechnungskonten. Weitere Informationen finden Sie hier.