Angriff auf Infrastruktur im Nahen Osten: Aluminiumpreise steigen rasant an - und ziehen Aktien von Alcoa & Co. mit

Nach den jüngsten Angriffen auf Aluminiumproduzenten im Nahen Osten steigt der Preis deutlich und bewegt sich wieder in Richtung eines Vierjahreshochs.
Werte in diesem Artikel
• Aluminiumpreise steigen kräftig wegen geopolitischer Eskalation
• Produktion im Golfraum ist beeinträchtigt durch Schäden an Schmelzanlagen
• Versorgungsängste treiben Marktreaktionen, Aktienreaktionen sind jedoch nicht belegt
Die globalen Rohstoffmärkte reagieren mit deutlicher Verunsicherung auf die jüngste Eskalation im Nahen Osten. Am Montagvormittag verzeichneten die Aluminiumpreise an der London Metal Exchange (LME) einen massiven Sprung und näherten sich ihrem Vierjahreshoch. Zuletzt lag der Preis bei über 3.400 US-Dollar.
Massive Schäden bei den Marktführern der Region
Auslöser für diese Entwicklung sind iranische Angriffe am vergangenen Wochenende, die wichtige Produktionsstätten in der Golfregion schwer beschädigt haben. Die Sorge vor einer tiefgreifenden Störung der weltweiten Versorgungskette treibt den Kurs des Leichtmetalls sowie die Aktienkurse führender Bergbauunternehmen in die Höhe. Im Zentrum der Krise stehen die beiden größten Produzenten des Nahen Ostens, Emirates Global Aluminium (EGA) und Aluminium Bahrain (Alba). Während Alba "Investing" zufolge derzeit noch das volle Ausmaß der Schäden an seinen Anlagen prüft und den Verletzungen zweier Mitarbeiter nachgeht, meldete EGA bereits signifikante Zerstörungen an seinem Standort durch Raketen- und Drohneneinschläge. Da diese Region für etwa neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion verantwortlich ist, hat der Ausfall unmittelbare Auswirkungen auf die globale Verfügbarkeit.
Blockade der Handelsrouten verschärft die Lage
Erschwerend kommt hinzu, dass die Logistikwege im Persischen Golf bereits vor den jüngsten Angriffen stark beeinträchtigt waren. Durch die effektive Schließung der Straße von Hormus ist es den Produzenten kaum noch möglich, das Metall über die gewohnten Kanäle an die Weltmärkte zu liefern. Diese Kombination aus physischen Schäden an den Schmelzhütten und der Unmöglichkeit des Exports erzeugt einen massiven Versorgungsdruck. Analysten warnen davor, dass selbst bei einer möglichen Entspannung der Lage die Produktionsunterbrechungen aufgrund der Schwere der Schäden über einen längeren Zeitraum anhalten könnten.
Alcoa, Rio Tinto & Co.: Aktienmarkt reagiert mit Kurssprüngen
Die Verknappung des Angebots spiegelt sich nicht nur im Rohstoffpreis wider, sondern sorgt auch für eine Rally bei den entsprechenden Wertpapieren. In London legten die Anteile von Rio Tinto letztlich 3,47 Prozent auf 67,72 GBP zu, während in den USA Schwergewichte wie Alcoa an der NYSE 8,64 Prozent auf 63,46 US-Dollar und Century Aluminum an der NASDAQ 5,76 Prozent auf 52,51 US-Dollar gewinnen.
Claudia Stephan, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
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