Dow schließt schwächer -- DAX letztlich deutlich schwächer -- DEUTZ expandiert in Rüstungsgeschäft -- Microsoft, Kontron, Beyond Meat, Palantir, Rüstungsaktien, Meta, Alphabet, Olaplex im Fokus
Hohe Ölpreise treiben Energie-Aktien an: ExxonMobil outperformt NVIDIA. JPMorgan wird zum substanziellen Anteilseigner bei DroneShield. KSB-Aktie fällt zweistellig: Pumpenhersteller sieht Belastungen. Porsche mit etwas weniger Gewinn. Scout24 will Dividende deutlich steigern. Heidelberg Materials steigtert Dividende. BASF eröffnet neues Werk in China. SpaceX-Aktie bald an der Börse: Musk will mit Börsengang 75 Milliarden Dollar einsammeln.
Marktentwicklung
Am deutschen Aktienmarkt ging es am Donnerstag kräftig abwärts.
So eröffnete der DAX bereits klar tiefer und bleibt im Anschluss auf tiefrotem Terrain. Er beendete sie Sitzung mit einem Abschlag von 1,5 Prozent bei 22.612,97 Punkten.
Auch der TecDAX verlor deutlich, nachdem er bereits schwächer gestartet war. Sein Schlussstand: 3.426,94 Punkte (-1,45 Prozent).
Von der zaghaften Entspannung zur Wochenmitte war am Donnerstag am europäischen Aktienmarkt kaum noch etwas zu spüren. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, liegt wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
"Ohne greifbare Ergebnisse schenken die Börsianer der Diplomatie keinen Glauben", kommentierte Stephan Innes von SPI Asset Management. Die Energiekosten seien nicht mehr bloß eine Gefahr, sie kämen in der Wirtschaft inzwischen immer stärker belastend an.Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.
"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen.
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Die europäischen Aktienmärkte verbuchten am Donnerstag deutliche Abschläge.
So startete der EURO STOXX 50 bereits leichter und stand auch anschließend kräftig im Minus. Er ging letztlich mit einem Minus von 1,55 Prozent bei 5.561,88 Punkten aus dem Handel.
Nach der Erholung vom Vortag ging es mit den Kursen an Europas Börsen am Donnerstag wieder nach unten. Ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten ist nicht in Sicht. "Die Situation im Nahen Osten bleibt unklar und wird von vielen Gerüchten und Spekulationen getragen", hieß es bei CMC. Zwar überwiege noch immer die Erleichterung darüber, dass sich die Situation im Nahen Osten zumindest kurzfristig nicht weiter verschlimmere. "Doch es bleiben halt die Zweifel, ob die vermeintlichen Gespräche am Ende tatsächlich zu einem Waffenstillstand führen können, da die Vorstellungen der drei Kriegsparteien doch ziemlich weit auseinanderliegen", so CMC weiter.
"Die Märkte werden (...) die Geduld verlieren, wenn beide Seiten einer Einigung nicht bald näherkommen. Es würde mich sehr überraschen, wenn Risikoanlagen ihre Gewinne von hier aus deutlich ausweiten würden. Die Risiken für die großen Aktienindizes sind weiterhin eher nach unten gerichtet, während sie für Rohöl nach oben tendieren", so Analyst Fawad Razaqzada von StoneX. Der Iran habe erklärt, dass der Krieg nur zu seinen eigenen Bedingungen enden werde und zu einem Zeitpunkt seiner Wahl. "Sie machen zudem deutlich, dass Trump den Zeitplan nicht diktieren wird", so Razaqzada weiter.
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Anleger an den US-Börsen agierten am Donnerstag vorsichtig.
Der Dow Jones baute seinen anfänglichen Verlust aus und schloss 1,01 Prozent leichter bei 45.960,11 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite fiel nach einem negativen Start im weiteren Verlauf noch tiefer ins Minus. Er beendete die Sitzung 2,8 Prozent schwächer bei 21.408,08 Stellen.
Mangels Anzeichen für Fortschritte bei den Bemühungen, den Krieg im Iran zu beenden, hat sich am Donnerstag an der Wall Street nach dem Hoffnungsschimmer zuvor Ernüchterung breitgemacht. Marktteilnehmer sprachen von Hoffen und Bangen, je nach aktueller Nachrichtenlage im Nahen Osten. Rückschlägen folgten Tagesgewinne und dann wieder Rückschläge. Der Markt bleibe in Alarmbereitschaft.
Dazu kamen wieder deutlich höhere Ölpreise und steigende Marktzinsen als Belastungsfaktor. Während US-Präsident Trump nicht müde wird zu behaupten, der Iran bitte um einen Deal zur Beendigung des Krieges, berichteten iranische Medien, dass neben der Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandeb blockiert werden könnte. Das trieb die Ölpreise nach oben und schürte wieder Inflations- und damit auch Zinserhöhungssorgen. Die OECD hob ihre Inflationsprognose für die USA von 3,0 auf 4,2 Prozent an und erklärte, die Weltwirtschaft dürfte einen erheblichen Rückschlag erleiden, falls die Energiepreise über längere Zeit hoch blieben.
Die Börsen in Fernost wiesen am Donnerstag rote Vorzeichen aus.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,27 Prozent bei 53.603,65 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite daneben 1,09 Prozent auf 3.889,08 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng letztlich um 1,89 Prozent auf 24.856,43 Einheiten nach.
Nach den jüngsten Aufschlägen haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag erneut Verluste verzeichnet. Es bestimmten weiterhin die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg das Sentiment. Hatten zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts die Märkte nach oben getragen, kehrte nun wieder Ernüchterung ein. Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingehe. Der Iran hat den 15-Punkteplan aus Washington abgelehnt und Gegenforderungen gestellt.
Hinter verschlossenen Türen zeigt sich der Iran in Sachen Friedensverhandlungen mit den USA allerdings wohl weniger unnachgiebig als in der Öffentlichkeit. Das berichteten sowohl arabische Vermittler als auch andere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das mache Hoffnung, dass die diplomatische Initiative, die sie anstoßen wollten, nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, so die Vermittler. Allerdings seien die Erfolgsaussichten gering, da der Iran und die USA Maximalforderungen stellten, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel seien.
Das Risiko eines länger anhaltenden Konflikts konnte auch am wieder gestiegenen Ölpreis abgelesen werden.
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