Trump schürt Hoffnung: DAX schließt fester -- US-Börsen deutlich höher -- Selenskyj widerspricht Rheinmetall-CEO -- Eli Lilly, Micron, Super Micro, DroneShield, Öl-Aktien, Microsoft, Amazon im Fokus
JPMorgan bestätigt 'Overweight' für Siemens Energy. Airbus: Milliardenauftrag aus Kanada. Unilever: Milliardenfusion mit McCormick rückt näher. Delivery Hero startet Rückkauf von Wandelanleihen. Analystenabstufung setzt BASF und FUCHS unter Druck. Redcare Pharmacy von Reformfantasie angespornt.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag mit gut behaupteter Tendenz.
Der DAX eröffnete die Sitzung mit einem marginalen Aufschlag und baute seine Gewinne nach einem kurzen Ausflug ins Minus im Verlauf weiter aus. Er ging 0,52 Prozent stärker bei 22.680,04 Punkten in den Feierabend.
Auch der TecDAX nahm den Handel minimal fester auf und gewann nach einem Ausrutscher in die Verlustzone ebenso weiter an Boden. Er verabschiedete sich 1,1 Prozent fester bei 3.422 Zähelrn aus der Sitzung.
Anleger wurden trotz der anhaltenden Spannungen im Iran-Konflikt wieder mutiger. Trotz geopolitischer Risiken hielt sich der Leitindex dank des am Vortag ausgebauten Puffers über der Marke von 22.000 Punkten.
Belastend wirkten weiterhin jedoch hohe Ölpreise infolge des Nahost-Konflikts. Donald Trump äußerte seine Bereitschaft für ein Ende der militärischen Operationen im Nahen Osten trotz anhaltender Blockade in der Straße von Hormus. Dies steht allerdings im Widerspruch mit weiteren Drohungen seitens der US-Regierung, kritische Energieinfrastruktur des Iran anzugreifen.
Zudem rückten Inflationsdaten in den Fokus: Die Inflation bleibt trotz gestiegener Energiepreise mit 2,5 Prozent auf vergleichsweise niedrigem Niveau und entspricht dem günstigsten Szenario der EZB. "Das spricht dagegen, dass die EZB ihre Leitzinsen wie vom Markt erwartet mehrmals anheben wird", sagte Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer laut dpa-AFX. Statt mit mehreren wird daher nur mit einem einzelnen Zinsschritt gerechnet.
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag eine Spur höher.
So ging der EURO STOXX 50 etwas leichter in den Handel, drehte im Verlauf aber ins Plus und beendete den Handelstag 0,5 Prozent höher bei 5.569,73 Punkten.
Hoffnungen auf eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt gaben etwas Auftrieb. Donald Trump signalisierte laut einem Medienbericht Gesprächsbereitschaft, auch ohne Öffnung der Straße von Hormus. Gleichzeitig blieb die Lage widersprüchlich, da parallel militärische Optionen vorbereitet werden.
Zudem standen Konjunkturdaten im Fokus: Trotz gestiegener Energiepreise bleibt die Inflation mit 2,5 Prozent moderat und entspricht dem günstigsten Szenario der EZB. "Das spricht dagegen, dass die EZB ihre Leitzinsen wie vom Markt erwartet mehrmals anheben wird", so Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer, wie dpa-AFX berichtet. Entsprechend wird aktuell höchstens ein einzelner Zinsschritt erwartet.
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Die US-Börsen schlossen deutlich sich auf positivem Terrain.
Der Dow Jones ging mit einem kräftigen Plus von 2,49 Prozent bei 46.341,08 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite schloss daneben 3,83 Prozent höher bei 21.590,63 Zählern.
Die Aussicht auf eine Deeskalation im Nahen Osten bescherte der Wall Street am Dienstag deutliche Kursgewinne. Berichten des "Wall Street Journal" zufolge signalisierte US-Präsident Donald Trump intern seine Bereitschaft, den Krieg zu beenden - selbst unter Inkaufnahme einer fortbestehenden Blockade der Straße von Hormus. Parallel dazu bekundete Irans Präsident Massud Peseschkian gegenüber EU-Ratspräsident António Costa die grundsätzliche Absicht Teherans, den Konflikt unter bestimmten Bedingungen beizulegen. Zusätzlicher diplomatischer Druck entstand durch die innenpolitische Lage in den USA: Angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen im November und psychologisch kritischer Höchststände bei den Kraftstoffpreisen wächst die Notwendigkeit für eine rasche Lösung. Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank bestätigt zwar einen deutlich positiveren Grundton am Markt, warnt jedoch gleichzeitig vor der Belastung durch die weiterhin steigenden Ölpreise, die nachhaltige Kursgewinne zuletzt erschwerten.
Die Börsen in Fernost gaben am Dienstag mehrheitlich nach.
In Tokio rutscht der Nikkei 225 schließlich 1,58 Prozent ab auf 51.063,72 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite schlussendlich 0,80 Prozent tiefer bei 3.891,86 Zählern.
In Hongkong gewann der Hang Seng schließlich nach anfänglichen Verlusten marginale 0,15 Prozent auf 24.788,14 Stellen.
Die asiatischen Börsen standen unter Druck und steuerten wegen hoher Ölpreise und des Iran-Konflikts auf den schwächsten Monat seit 2022 zu. Inflation und Wachstumssorgen belasteten zusätzlich.
Gleichzeitig gab es widersprüchliche Signale: Während Donald Trump laut Berichten ein Ende der Militäroperation erwägt - knüpft diese aber an klare Bedingungen gegenüber dem Iran. Gleichzeitig verschärft sich der Ton aus Washington: Donald Trump droht erneut mit Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur, insbesondere auf die strategisch wichtige Insel Kharg als zentralen Ölexporthafen.
Zugleich rechneten Analysten nicht mit einer schnellen Entspannung: "Wir gehen davon aus, dass der Krieg wahrscheinlich mindestens bis Juni andauern wird (…)", so CBA-Analyst Joseph Capurso, wie dpa-AFX berichtet.
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