Tesla-Aktie im Fokus: Ausbau der LG Partnerschaft für Batteriezellen

Tesla übernimmt Kapazitäten eines gescheiterten General-Motors-Projekts, um seine Energiesparte auszubauen. Durch die Produktion in Michigan umgeht Tesla hohe Importzölle.
Werte in diesem Artikel
• Tesla und LG vertiefen Partnerschaft mit 4,3 Milliarden US-Dollar-Deal
• Fokus auf steigenden Energiebedarf und Ausbau von Speicherkapazitäten
• Strategischer Vorteil durch geringe Abhängigkeit von China
Ein neues Kapitel für den Standort Lansing
Tesla baut seine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Unternehmen LG Energy Solutions erheblich aus und hat, wie CNBC berichtet, einen Vertrag über die Lieferung von Batteriezellen im Wert von 4,3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Diese Zellen sollen in einem Werk in Lansing, Michigan, produziert werden, das ursprünglich als Joint Venture zwischen LG und General Motors geplant war. Nachdem sich GM Ende 2024 aus dem Projekt zurückzog und seine Anteile an LG verkaufte, übernimmt Tesla nun die frei gewordenen Kapazitäten für seine eigenen Zwecke. Die offizielle Bekanntgabe des Deals erfolgte im Rahmen eines Energie-Gipfels in Japan, bei dem die US-Regierung umfangreiche private Investitionszusagen verkündete.
Fokus auf stationäre Energiespeicher
Während das Automobilgeschäft von Tesla zuletzt Rückgänge verzeichnete, wächst der Bereich für Energiespeichersysteme rasant an. Im Jahr 2025 stieg der Umsatz in diesem Segment um 27 Prozent auf insgesamt 12,8 Milliarden US-Dollar, wie Tesla im Jahresendbericht darlegt. Die in Michigan produzierten LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) sind, wie TeslaMag erklärt, speziell für den Einsatz im Megapack 3 vorgesehen, Teslas großskalierbarem Speichersystem für Versorgungsunternehmen und Rechenzentren. Angesichts des steigenden Strombedarfs durch die Digitalisierung sieht Elon Musk in diesem Bereich ein langfristiges und massives Wachstumspotenzial, das weit in die Zukunft reicht.
Unabhängigkeit von chinesischen Importen
Ein entscheidender Faktor für die Standortwahl in den USA sind die Handelsbarrieren gegenüber chinesischen Importen, da auf Batteriezellen aus China Anfang 2026 Zölle in Höhe von 25 Prozent anfallen. Die Belieferung durch LG soll im August 2027 beginnen und ist zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren bis 2030 ausgelegt. TeslaMag schätzt, dass das vereinbarte Volumen eine jährliche Kapazität von etwa 14 Gigawattstunden umfasst, was rechnerisch für die Produktion von über 4.000 Megapacks pro Jahr ausreichen würde. LG hat bereits damit begonnen, die Fertigungslinien in Lansing auf die Herstellung prismatischer LFP-Zellen umzurüsten, um den Anforderungen dieses massiven Großauftrags gerecht zu werden.
Markus Maier, Redaktion finanzen.net
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