xAI nach SpaceX-Fusion: Musk räumt Fehler beim Aufbau ein und will das KI-Unternehmen neu aufstellen

Elon Musk hat eingeräumt, dass xAI beim ersten Anlauf nicht richtig aufgebaut wurde. Nach der Rekordübernahme durch SpaceX verliert das Unternehmen reihenweise Mitgründer.
Werte in diesem Artikel
• Elon Musk hat auf X eingeräumt, dass xAI beim ersten Anlauf nicht richtig aufgebaut wurde
• Neun der elf ursprünglichen Mitgründer von xAI haben das Unternehmen seit 2024 verlassen
• Das ambitionierte Macrohard-Projekt, ein universeller KI-Büro-Agent, wurde auf Pause gesetzt
Musk: "xAI wurde beim ersten Mal nicht richtig aufgebaut"
Weniger als sechs Wochen nachdem SpaceX das von Elon Musk gegründete KI-Unternehmen xAI in einer der größten Fusionen aller Zeiten übernommen hat, baut Musk die Firma nach eigener Aussage von Grund auf neu auf. In einem Beitrag auf der Plattform X Mitte März 2026 schrieb Musk, dass xAI beim ersten Mal nicht richtig aufgebaut worden sei und nun von den Fundamenten her neu errichtet werde. Im selben Beitrag verglich er den Prozess mit einer ähnlichen Umstrukturierung, die Tesla in seinen Anfangsjahren durchlaufen habe.
xAI was not built right first time around, so is being rebuilt from the foundations up.
- Elon Musk (@elonmusk) March 12, 2026
Same thing happened with Tesla.
Die Übernahme von xAI durch SpaceX war am 2. Februar 2026 bekannt gegeben worden. Wie Reuters unter Berufung auf eine mit der Transaktion vertraute Person berichtete, wurde SpaceX dabei mit einer Billion US-Dollar und xAI mit 250 Milliarden US-Dollar bewertet, was einer kombinierten Bewertung von 1,25 Billionen US-Dollar entspricht. Der Deal brach den bisherigen Rekord der Vodafone-Mannesmann-Übernahme aus dem Jahr 2000 und gilt als größte Fusion aller Zeiten. Musk erklärte, das Ziel der Übernahme sei der Bau sogenannter orbitaler Rechenzentren, die er als kosteneffizientesten Weg zur Bereitstellung von KI-Rechenleistung betrachte. SpaceX plant zudem einen Börsengang, der das Unternehmen laut Reuters auf über 1,5 Billionen US-Dollar bewerten könnte.
Neun von elf Mitgründern haben xAI verlassen
Der Neuaufbau fällt in eine Phase massiver personeller Verluste. Wie CNBC am 13. März 2026 berichtete, haben neun der elf ursprünglichen Mitgründer von xAI, Musk nicht mitgezählt, das Unternehmen seit 2024 verlassen. Zuletzt gingen Mitte März 2026 die Mitgründer Zihang Dai und Guodong Zhang. Zhang war laut Business Insider für den Coding-Agenten sowie die Bild- und Videogenerierung des Unternehmens verantwortlich gewesen. Im Februar 2026 hatten bereits die Mitgründer Jimmy Ba und Tony Wu ihren Abgang auf X bekannt gegeben. Toby Pohlen folgte Ende Februar.
Besonders schwer wiegt der Verlust von Pohlen, der das ambitionierteste Projekt des Unternehmens geleitet hatte: "Macrohard", einen KI-Agenten, der alles können soll, was ein Büroangestellter leistet. Pohlen verließ xAI nur wenige Wochen nach seiner Ernennung zum Projektleiter. Das Macrohard-Projekt wurde laut Business Insider daraufhin auf Pause gesetzt. Musk spielte den Talentschwund bei einer Mitarbeiterversammlung im Februar 2026 herunter und erklärte, manche Mitarbeiter seien besser für die Frühphase eines Unternehmens geeignet als für spätere Phasen.
Neueinstellungen und ein offenes Eingeständnis
Musk versucht nun, die Lücken durch aggressive Neueinstellungen zu schließen. Wie CNBC berichtete, gab SpaceX am 13. März 2026 bekannt, zwei Programmierer des KI-Coding-Unternehmens Cursor abgeworben zu haben: Andrew Milich und Jason Ginsberg. Laut einem Bericht der Financial Times ordnete Musk zudem Stellenstreichungen an, nachdem er mit der Leistung der hauseigenen Coding-Produkte unzufrieden gewesen sei und die rasanten Fortschritte der Konkurrenten OpenAI und Anthropic beobachtet habe.
In einem weiteren Beitrag auf X entschuldigte sich Musk bei Bewerbern, die in der Vergangenheit von xAI abgelehnt worden waren. Viele talentierte Kandidaten hätten in den vergangenen Jahren nicht einmal ein Vorstellungsgespräch erhalten. Er und Baris Akis, der bei xAI für die Rekrutierung von Ingenieuren verantwortlich ist, würden nun die Bewerbungshistorie des Unternehmens durchgehen und vielversprechende Kandidaten erneut kontaktieren. Ob der Neuaufbau gelingt, während das Unternehmen gleichzeitig seine wichtigsten Köpfe verliert und im Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic um KI-Coding-Tools zurückfällt, bleibt offen.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.net
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