JENOPTIK-Aktie im Aufwind: Höhere Dividende und neuer Chef beflügeln Kurs

Der Technologiekonzern JENOPTIK will trotz eines Gewinnrückgangs seinen Aktionären für das Jahr 2025 eine höhere Dividende zahlen.
Werte in diesem Artikel
Die Investoren sollen 40 Cent je Aktie erhalten und damit zwei Cent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Jena zur Vorlage seiner endgültigen Jahreszahlen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer geringeren Dividende gerechnet. Unter dem Strich fiel der Gewinn um 21,2 Prozent auf 74,2 Millionen Euro. JENOPTIK hatte bereits im Februar Eckdaten bekannt gegeben, die der Konzern nun bestätigte. Die Jahresziele 2026 konkretisierte das Unternehmen.
Nach Rückgängen 2025 will das Unternehmen im laufenden Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. "Trotz der weiterhin bestehenden und schwer abschätzbaren makroökonomischen und politischen Unsicherheiten gehen wir von einer spürbaren Belebung der Nachfrage im Bereich Halbleiterausrüstung aus", schrieb der Vorstand in einem Aktionärsbrief. Mit Zuwächsen rechnet das Unternehmen auch in den Kernmärkten Medizintechnik, Mess- und Verkehrstechnik.
Bereits zu Beginn des Jahres habe sich die Nachfrage insbesondere in den OEM-Geschäften verbessert, und hier vor allem im Halbleiterausrüstungsbereich, sagte Vorstandmitglied Ralf Kuschnereit laut einer Mitteilung. Insgesamt soll der Umsatz 2026 im einstelligen Prozentbereich zulegen. Davon sollen 19 bis 21 Prozent als operatives Ergebnis (Ebitda) hängen bleiben. Im vergangenen Jahr hatte die Marge 18,4 Prozent betragen.
Nach Aussagen von Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies decken sich die Aussagen des Technologieunternehmens mit den Erwartungen am Markt. Dem in Aussicht gestellten Zielkorridor für die operative Marge (Ebitda) stehe eine Konsensschätzung von 20 Prozent gegenüber. Beim Umsatz erwarte der Markt einen Zuwachs von acht Prozent, so der Experte.
2025 nahm das operative Ergebnis (Ebitda) wie bereits bekannt um gut 13 Prozent auf 192,5 Millionen Euro ab. Der Umsatz des Thüringer Unternehmens schrumpfte um gut sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Der Auftragseingang sank um mehr als drei Prozent auf knapp 993 Millionen Euro. Die Rückgänge hingen vor allem mit einer schwächeren Nachfrage aus der Chip- sowie der Automobilindustrie zusammen.
Derweil hat das Unternehmen einen Nachfolger für den vorzeitig ausgeschiedenen Ex-Chef Stefan Traeger gefunden. Dominic Dorfner wird spätestens am 1. Oktober den Vorstandsvorsitz übernehmen, wie der Technologiekonzern bereits am Dienstag mitteilte. Dorfner kommt vom Halbleiterhersteller Semikron Danfoss, wo er Unternehmenschef ist. Ende November hatte JENOPTIK mitgeteilt, dass Vorgänger Traeger Mitte Februar sein Amt niederlegen werde, in der Zwischenzeit hat auch der ehemalige Aufsichtsratschef Matthias Wierlacher Ende Dezember JENOPTIK verlassen.
Das aus dem Carl-Zeiss-Konzern hervorgegangene Unternehmen gehört mit weltweit knapp 4.500 Mitarbeitern zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Kerngeschäft sind optische Systeme, Laser und Messtechnik für industrielle Anwendungen sowie Laser und Ausrüstungen für die Verkehrsüberwachung.
So reagiert die Aktie
Mit Blick auf Prognosen von JENOPTIK für das laufende Jahr hat sich am Mittwoch eine positive Einschätzung durchgesetzt. In einem kräftig steigenden Gesamtmarkt verteuerten sich die Papiere via XETRA zuletzt um 13,47 Prozent auf 28,98 Euro. In der Spitze betrug das Plus sogar fast neun Prozent.
Damit ist der Kursrücksetzer der vergangenen Wochen zunächst beendet. Nach dem Zwischenhoch vom Monatsanfang bei knapp 30 Euro hatten die Aktien wieder deutlich nachgegeben.
Nach Aussagen von Henrik Paganetty von der Bank Jefferies decken sich die Aussagen des Technologieunternehmens mit den Erwartungen am Markt. Dem in Aussicht gestellten Zielkorridor für die operative Marge (Ebitda) von 19 bis 21 Prozent stehe eine Konsensschätzung von 20 Prozent gegenüber. Den Umsatz will Jenoptik prozentual einstellig steigern, hier laute die Markterwartung auf acht Prozent Wachstum, so der Experte.
Michael Kuhn von der Deutschen Bank fand derweil lobende Worte für den neuen Chef von Jenoptik, Dominic Dorfner, der spätestens im Oktober antreten wird. Jenoptik hatte darüber gestern Nachmittag informiert. Die Aussagen der Aufsichtsratschefin Daniela Mattheus zum designierten Vorstandsvorsitzenden "lesen sich gut", so der Analyst. Dorfner stehe für strategische Klarheit und konsequente Umsetzung, zitiert Kuhn die Aufsichtsratsvorsitzende.
JENA (dpa-AFX) / dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX
-----------------------
FRANKFURT (dpa-AFX Broker)
Ausgewählte Hebelprodukte auf JENOPTIK
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf JENOPTIK
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere JENOPTIK News
Bildquellen: JENOPTIK, TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images