Hoffen auf 15-Punkte-Plan für Ende des Iran-Krieges: DAX letztlich stark -- US-Börsen höher -- Tesla, BioNTech, Commerzbank, Rüstungsaktien, Merck & Co., Novo Nordisk, GameStop, BASF, VW im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich dank vagen Hoffnungen im Iran-Konflikt am Mittwoch mit höheren Notierungen.
Der DAX legte zur Startglocke bereits deutlich zu und verbuchte auch im Anschluss kräftige Gewinne. Er verabschiedete sich mit einem Kursplus von 1,41 Prozent bei 22.957,08 Punkten aus dem Handel.
Auch der TecDAX eröffnete stärker und notierte auch im weiteren Verlauf auf grünem Terrain. Sein Schlussstand: 3.480,29 Punkte (+1,87 Prozent).
Vage Signale einer Entspannung im Nahost-Konflikt verliehen den Aktienmärkten zur Wochenmitte Rückenwind. Berichten zufolge hat die US-Regierung Teheran über Pakistan einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Die Militärführung des Irans hat indes jedoch jegliche Verhandlungen abgestritten.
Zwar ordnete Washington zeitgleich die Verlegung von Luftlandedivisionen in die Region an, doch an den Rohstoffbörsen überwog die Erleichterung: Der Brent-Ölpreis fiel zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar. Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management sprach gegenüber dpa-AFX von "Licht am Ende des Tunnels", warnte jedoch, dass die Stimmung aufgrund der Nachrichtenlage fragil bleibe.
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Die europäischen Aktienmärkte vermeldeten zur Wochenmitte Gewinne.
Der EURO STOXX 50 ging bereits im Plus in den Handel und legte auch im Anschluss weiter zu. Er beendete den Handel 1,01 Prozent stärker bei 5.637,68 Punkten.
Hintergrund war die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt, nachdem die USA Teheran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt haben. Auch wenn die Annahme des Forderungskatalogs durch den Iran als unsicher gilt, werteten Marktteilnehmer die intensiven Bemühungen hinter den Kulissen als positives Signal.
Entspannung zeigte sich auch an den Nebenmärkten: Der Brent-Ölpreis sank zeitweise deutlich auf die Marke von 100 US-Dollar, während nachgebende Anleiherenditen für zusätzliche Entlastung sorgten. Trotz des freundlichen Handels bleibt die fundamentale Lage getrübt. Die am Vortag schwachen Einkaufsmanagerindizes der Eurozone sowie der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex verdeutlichen, dass der Konflikt bereits deutliche Bremsspuren in der europäischen Wirtschaft hinterlässt.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Mittwoch fester.
Der Dow Jones schloss 0,66 Prozent höher bei 46.428,45 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite legte zu und gewann am Ende 0,77 Prozent auf 21.929,83 Zähler.
An den US-Börsen keimte am Mittwoch neue Zuversicht auf, dass es im Iran-Krieg zu einer Lösung kommen könnte. Hintergrund ist offenbar ein 15 Punkte umfassender Vorschlag der US-Regierung an die Führung in Teheran zur Beendigung des Konflikts. Laut pakistanischen Sicherheitskreisen wurden in dieser Woche bereits zweimal entsprechende Initiativen zwischen den Konfliktparteien ausgetauscht.
"Der Markt berücksichtigt zunehmend die Chance auf eine diplomatische Lösung", erklärte Marktbeobachter Stephen Innes am Morgen laut der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig warnte er, dass die Situation weiterhin instabil sei und jederzeit zu schnellen Kursrückgängen führen könne. Entscheidend für die Märkte bleibe vorerst der Ölpreis, insbesondere solange die Lieferströme durch die Straße von Hormus beeinträchtigt sind. Am Mittwoch fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai zunächst wieder unter die wichtige Marke von 100 US-Dollar.
Die Börsen in Fernost legten am Mittwoch zu.
In Tokio ging es für den Nikkei 225 letztendlich um 2,87 Prozent auf 53.749,42 Punkte hoch.
Auf dem chinesischen Festland war die gleiche Tendenz auszumachen: Der Shanghai Composite verzeichnete einen Gewinn von 1,3 Prozent auf 3.931,84 Zähler.
Gemäßigter aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng rückte letztlich um 1,09 Prozent auf 25.335,95 Einheiten nach vorn.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten deutlich fester, gestützt durch Berichte über einen US-diplomatischen Vorstoß im Iran-Konflikt. Laut Medienberichten hat Washington über Vermittler einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, der unter anderem den Verzicht auf Atomwaffen und die Abgabe von angereichertem Uran vorsieht. Während US-Präsident Trump die Verhandlungsbereitschaft Teherans betonte, sorgte die Aussicht auf eine geopolitische Entspannung für eine sinkende Risikoprämie und beflügelte die Indizes in der Region. Marktteilnehmer beobachten nun genau die Reaktionen Israels und Teherans auf den Entwurf, um die Nachhaltigkeit der aktuellen Kursgewinne einzuschätzen.
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