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Zwischen Drohkulisse und Diplomatie: Achterbahnfahrt des DAX setzt sich mit Verlusten fort

26.03.26 21:59 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Donnerstag an der Börse Frankfurt - Wirren des Iran-Kriegs bleiben bestimmend - DAX im Minus | finanzen.net

Die Vortagesgewinne schmolzen am Donnerstag wieder. Der DAX bleibt im Spannungsfeld des Iran-Kriegs, der jüngst von Diplomatiebemühungen und Drohungen bestimmt wurde.

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Der DAX hat die Donnerstagssitzung an der Frankfurter Börse bereits mit einem deutlichen Abschlag begangen. Auch im späten XETRA-Haupthandel blieb das Sentiment negativ. Letztlich zeigte sich das Börsenbarometer noch 1,5 Prozent im Minus bei 22.612,97 Punkten.

Achterbahnfahrt setzt sich fort - Ölpreis im Fokus

Das Auf und Ab an den Börsen ging am Donnerstag weiter. Nach den Kursgewinnen vom Vortag fielen die Notierungen wieder. Die vage Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten hat bislang keine Bestätigung erfahren. Der Brent-Ölpreis verharrt hartnäckig an der Marke von 100 US-Dollar und liegt damit weiterhin um fast 40 Prozent über dem Niveau von vor dem Kriegsausbruch im Nahen Osten.

Hoffnung bleibt kursbestimmend

"Die Märkte reagieren stärker auf Hoffnung als auf Fakten", schrieb Analyst Maximilian Wienke vom Broker eToro. Das sei nicht ungewöhnlich, berge aber Risiken. Die Nutzung der Straße von Hormus sei weiterhin eingeschränkt. "Sollten die Verhandlungen scheitern oder es zu einem Zwischenfall kommen, kann die Stimmung schnell wieder kippen". Es bleibe mithin offen, ob das Tief am Aktienmarkt bereits erreicht ist.

Goldberg-Experten: Kurzfristig orientierte Dip-Käufer reagieren auf Kurskapriolen

Schlechte Nachrichten vom Iran-Krieg gepaart mit einer ungünstigen Nachfragesituation an der Unterseite beim DAX haben nach Goldberg & Goldberg-Angaben nach der vergangenen Sentiment-Erhebung zunächst für einen massiven Abverkauf und Kursverlusten von zeitweise mehr als 2.000 DAX Zählern gesorgt. Das Börsenbarometer schoss temporär um rund 6 Prozent nach oben, so dass zum Abschluss der Sentiment-Woche nach einer Achterbahnfahrt "nur" von einem Verlust von 3,6 Prozent gesprochen werden muss.

Nun hat sich die Stimmung unter den von Goldberg & Goldberg befragten institutionellen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont gegenüber der Vorwoche nur geringfügig verschlechtert, denn der Deutsche Börse Sentiment-Index ist um lediglich 6 Punkte auf einen neuen Stand von +19 gefallen. Dabei falle sofort auf, dass das Bullenlager - angesichts der Kursentwicklung seit vergangenem Mittwoch auf den ersten Blick überraschend - gerade einmal um 3 Prozentpunkte geschrumpft ist; wobei sich diese Engagements am Ende der Berichtswoche bei den Bären wiederfinden, so die Experten. Sie gehen indes davon aus, dass die Stimmung unter den institutionellen Investoren über das Wochenende (so etwa die Erhebung von Sentix) extrem schlecht gewesen sein muss. Bei den Privatanlegern habe sich die Stimmung gegenüber der Vorwoche ebenfalls verschlechtert.

DAX-Rekord vom Januar rückt weiter in die Ferne

Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Martina Köhler, Melanie Schürmann, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: Pavel Ignatov / Shutterstock.com, thodonal88 / Shutterstock.com

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