US-Börsen letztlich höher -- DAX schließt im Plus -- Infineon, STMicro und NXP kooperieren mit NVIDIA -- Ölpreise, DroneShield, Amazon, Sartorius, Rüstungsaktien, Siemens Energy, Microsoft im Fokus
Technikausfall bei UBS. Delta Air Lines hebt Prognose. AUDI legt beim Gewinn zu - operatives Ergebnis unter Druck. Daimler Truck erhält Großauftrag aus den Niederlanden. Google-Tochter YouTube und FIFA kooperieren bei Fußball-WM 2026. UniCredit-Angebot hat Commerzbank überrascht. Lufthansa wirbt mit verbessertem Vorsorgeangebot um Piloten - Ufo startet Urabstimmung.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag stärker.
So eröffnete der DAX die Sitzung mit leichten Abgaben und wechselte zunächst mehrfach die Richtung. Im Laufe des Tages setzte er sich jedoch in der Gewinnzone fest und beendete die Sitzung 0,71 Prozent höher bei 23.730,92 Punkten.
Der TecDAX startete knapp im Minus in den Handelstag und konnte sich zunächst nicht für eine Richtung entscheiden. Am Mittag drehte er dann ins Plus und hielt sich auch letztlich auf grünem Terrain. Er verabschiedete sich 1,14 Prozent stärker bei 3.599,19 Zählern in den Feierabend.
Nach einem stabilen Wochenstart hat der DAX am Dienstag an seine Erholungsgewinne vom Vortag angeknüpft. Die Ölpreise bleiben aber weiter im Fokus, obwohl sich die meisten Anleger "offensichtlich dazu entschieden haben, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", zitiert dpa AFX Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Im Fokus bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus, die als zentraler Transportweg für Energie gilt und derzeit faktisch vom Iran blockiert ist. Der iranische Außenminister wies zudem Berichte über Kontakte zu einem US-Sondergesandten zurück und sprach von gezielter Irreführung der Märkte.
Neben den geopolitischen Themen rücken auch die anstehenden Entscheidungen der großen Notenbanken stärker in den Fokus. Am Mittwoch steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an, gefolgt von der EZB am Donnerstag. Zwar werden kurzfristige Änderungen der Leitzinsen kaum erwartet, doch Marktteilnehmer hoffen auf Hinweise zur weiteren geldpolitischen Richtung. So erklärte Altmann, man erwarte sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist".
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Europas Börsen präsentierten sich am Dienstag höher.
Der EURO STOXX 50 nahm den Handel marginal schwächer auf, drehte im weiteren Verlauf aber in die Gewinnzone und behielt seine positive Tendenz letztlich bei. Am Ende stieg er um 0,53 Prozent auf 5.769,25 Punkte.
Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, ein Ende der Konflikte im Nahen Osten ist nicht absehbar. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die Absage eines Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Zudem rücken geldpolitische Entscheidungen mehrerer Notenbanken zunehmend in den Fokus der Anleger.
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Die US-Börsen verbuchten am Dienstag Gewinne.
Der Dow Jones beendete die Sitzung bei 46.993,26 Punkten um 0,10 Prozent fester. Er hatte bereits im Plus eröffnet und sich auch im weiteren Verlauf über der Nulllinie gehalten, obwohl die Gewinne im späten Handel etwas abschmolzen.
Der NASDAQ Composite beendete den Dienstagshandel um 0,47 Prozent fester bei 22.479,53 Punkten. Auch er hatte bereits höher eröffnet und war auch anschließend auf grünem Terrain geblieben.
Am Dienstag, dem Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, schüttelten Anleger die Belastung durch die hohen Ölpreise etwas ab, ebenso wie die Sorgen um Inflation und Konjunktur. Auch im Iran-Konflikt war keine Entspannung in Sicht: Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben neue Angriffe auf Ziele im Iran und Libanon, während die iranischen Streitkräfte laut staatlichem Rundfunk mit Raketen auf Israel reagierten. Auch aus dem Libanon gab es erneut Raketenangriffe auf den Süden Israels.
Am Markt galt indes als sicher, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch unverändert lässt. Angesichts der geopolitischen Unsicherheit treten jüngste Wirtschaftsdaten wie die Inflationsentwicklung in den Hintergrund, erklärte Naomi Fink, Chief Global Strategist von Amova Asset Management laut dpa-AFX. Eine Umfrage der Bank of America zeigte zudem, dass Fondsmanager zunehmend pessimistischer sind und ihre Barmittelbestände aufgestockt haben.
Die Börsen in Fernost bewegten sich am Dienstag in verschiedene Richtungen.
In Tokio verlor der Nikkei 225 schließlich 0,09 Prozent auf 53.700,39 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,85 Prozent tiefer bei 4.049,91 Zählern.
Wiederum aufwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng legte letztlich 0,13 Prozent zu auf 25.868,54 Einheiten.
Die asiatischen Aktienmärkte folgten am Dienstag zunächst der positiven Wall-Street-Vorgabe, bevor die Stimmung kippte und die Börsen teilweise abrutschten. Impulse kamen vor allem von NVIDIA, das mit neuen KI-Produkten, Partnerschaften und einem optimistischen Ausblick überzeugte. Gleichzeitig sorgte politische Unsicherheit für Zurückhaltung: US-Präsident Donald Trump verschob ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi aufgrund des Nahost-Konflikts.
Am Ölmarkt blieb die Lage angespannt, allerdings ohne neue Eskalation. Die Preise zogen wieder leicht an, blieben jedoch unter den jüngsten Höchstständen. Die blockierte Straße von Hormus schränkt weiterhin den Öltransport erheblich ein.
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