Stablecoins im Aufwind: Bernstein sieht Boom bei KI-Zahlungen

Stablecoins könnten künftig vom Aufstieg KI-gesteuerter Zahlungen profitieren - die Infrastruktur entwickelt sich bereits.
Werte in diesem Artikel
• Bernstein sieht langfristiges Potenzial für Stablecoins durch den Aufstieg KI-gesteuerter Zahlungen
• Zahlungen zwischen Software-Agenten könnten automatisch abgewickelt werden
• Erste Volumina sind zwar klein, doch große Plattformen wie Stripe oder Google unterstützen bereits die Infrastruktur
Das US-amerikanische Finanz- und Investmentforschungsunternehmen Bernstein veröffentlichte am 23. März 2026 eine Notiz zu Stablecoins, die mögliche Entwicklungen und Potenziale im Bereich KI-gesteuerter Zahlungen beleuchtet hat.
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Stablecoins im Aufwind durch KI-Zahlungen
Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an stabile Vermögenswerte wie dem US-Dollar, Euro oder Gold gekoppelt ist. Im Gegensatz zu klassischen Kryptowährungen behalten Stablecoins einen weitgehend stabilen Wert und ermöglichen schnelle, unkomplizierte grenzüberschreitende Zahlungen.
Wie CoinMarketCap unter Berufung auf die Notiz von Bernstein mitteilte, könnten Stablecoins langfristig vom Anstieg KI-gesteuerter Zahlungen profitieren - auch wenn die ersten Nutzungszahlen noch moderat ausfallen. Bernstein sehe demnach in Stablecoins das Potenzial, Mikrotransaktionen wirtschaftlich möglich zu machen und programmierbare Zahlungen zwischen Software-Agenten automatisch abzuwickeln, heißt es weiter.
Die bislang erzielten Transaktionsvolumina sind noch gering: Stripe und Tempo meldeten beispielsweise rund 5.000 US-Dollar in der ersten Woche und das x402-Protokoll von Coinbase etwa 24 Millionen US-Dollar in 30 Tagen, wie CoinMarketCap unter Verweis auf Bernstein-Daten meldet.
Infrastruktur wichtiger als erste Zahlen
Noah Levine von der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz (A16z) wies bereits am 11. März 2026 in einem Post auf X (ehemals Twitter) darauf hin, dass die tatsächliche Zahlungsaktivität von KI-Agenten lediglich bei 1,6 Millionen US-Dollar liege.
- Noah Levine (@nlevine19) March 11, 2026
Laut Levine sei die rund um das x402-Protokoll aufgebaute Infrastruktur deutlich wichtiger, zudem sei das Protokoll bereits bei Stripe, Cloudflare, Vercel und Googles Agent-Payment-Framework integriert. Damit relativiert Levine die zuvor auch von Bloomberg genannten 24 Millionen US-Dollar und machte deutlich, dass das Potenzial des x402-Protokolls vor allem in der aufgebauten Zahlungsinfrastruktur liege und nicht in den anfänglich noch überschaubaren Volumina.
KI-Zahlungen könnten Schwung geben
Bernstein zufolge stehen KI-Zahlungen zwar nicht im Zentrum des Stablecoin-Marktes, könnten aber künftig zusätzliches Wachstum bringen, während die Nachfrage bislang vor allem durch klassische Anwendungen wie internationale Zahlungen, Überweisungen, kartenbasierte Produkte und Neobanking getragen wird, berichtet CoinMarketCap. Weiter heißt es, dass das gesamte Zahlungsvolumen entsprechend von 213 Milliarden US-Dollar in 2024 auf 375 Milliarden US-Dollar in 2025 gestiegen ist, vor allem durch Verbraucher-zu-Verbraucher-Transaktionen, aber auch im B2C-, B2B- und C2B-Bereich wuchs die Aktivität weiter.
USDC dominiert KI-Zahlungen
Laut Bernstein-Daten sind Coinbase und Circle mit dem USDC zentrale Akteure im Stablecoin-Markt, und dank hoher Liquidität sowie klarer regulatorischer Rahmenbedingungen könnte USDC künftig den größten Anteil an KI-Zahlungen übernehmen, heißt es bei CoinMarketCap weiter. Bis Anfang 2026 wurde über USDC bereits ein bereinigtes Transaktionsvolumen im Wert von 2,4 Billionen US-Dollar abgewickelt - deutlich mehr als die 1,4 Billionen US-Dollar von Tether (USDT).
Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net
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