Aktien von Shell und BP im Aufwind - Ölpreis nahe 100 Dollar stützt Energiewerte

Die Aktien großer Ölkonzerne legen am Freitag zu. Rückenwind kommt vor allem vom weiterhin hohen Ölpreis, der angesichts des Kriegs im Nahen Osten auf hohem Niveau verharrt.
Werte in diesem Artikel
• Öl-Aktien derzeit an den Börsen gesucht
• Angespannte Lage im Persischen Golf sorgt für Rückenwind
• Steigende Rohölpreise verbessern Ertragsaussichten von Shell, BP, TotalEnergies und Co.
Der Ölmarkt zeigt derzeit kaum Anzeichen einer Entspannung. So bleibt der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung derzeit bei rund 100 Dollar.
Der anhaltend hohe Ölpreis gilt als zentraler Treiber für die Kursgewinne der großen Energiekonzerne. Höhere Rohölpreise verbessern in der Regel die Erlösperspektiven der Branche und stützen damit die Bewertung von Produzenten und integrierten Ölkonzernen. Vor diesem Hintergrund stiegen die Aktien von Shell und BP zuletzt in London um 1,19 Prozent auf 33,68 Pfund bzw. um 0,96 Prozent auf 5,34 Pfund. Die TotalEnergies-Aktie notiert daneben an der Euronext in Paris letztlich 2,74 Prozent höher bei 72,33 Euro.
Spannungen im Persischen Golf verschärfen Lage am Ölmarkt
Hintergrund dieser Preisentwicklung sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen rund um den Iran und die für den globalen Ölhandel zentrale Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Passage ist infolge des Konflikts bereits stark eingeschränkt und nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman gilt als eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Ölexport.
Unterdessen versucht die US-Regierung laut der Deutsche Presse-Agentur (dpa) dem starken Preisanstieg entgegenzuwirken. Um das Angebot am Weltmarkt zu erhöhen, dürfen Länder demnach zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Diese befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis zum 11. April gelten. Außerdem hat US-Präsident Donald Trump trotz der militärischen Lage Ölkonzerne dazu ermutigt, Tanker weiterhin durch die Meerenge fahren zu lassen. "Ich glaube, sie sollten das machen", sagte Trump in Washington auf Nachfrage eines Journalisten, wie dpa berichtet. Er fügte hinzu, er glaube nicht, dass der Iran die Meeresenge vermint habe. Zuvor hatte Trump bereits in Aussicht gestellt, dass die USA durchfahrende Schiffe versichern und notfalls militärisch eskortieren könnten.
Gleichzeitig warnte Irans Militärführung, dass jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der Straße von Hormus ein legitimes Angriffsziel sein könne. Tatsächlich wurden in den vergangenen Tagen bereits mehrere Schiffe in oder nahe der Straße von Hormus attackiert.
Ölpreisanstieg kompensiert Produktionsausfälle bei TotalEnergies
Dass steigende Rohölpreise die Ertragsaussichten großer internationaler Produzenten unmittelbar verbessern, zeigt sich derzeit auch konkret am Beispiel TotalEnergies. So teilte der französische Ölkonzern am Donnerstag mit, dass die Produktion in Katar, im Irak und vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) eingestellt wird. Jedoch hieß es von Unternehmensseite weiter, dass der gestiegene Ölpreis diesen Ausfall mehr als ausgleichen dürfte.
Ölpreis dürfte weiterhin im Anlegerfokus bleiben
Die Kombination aus einem Ölpreis nahe der Marke von 100 US-Dollar und der angespannten Lage im Persischen Golf sorgt also an den Börsen für Rückenwind im Energiesektor. Solange die geopolitischen Spannungen anhalten und der Ölpreis auf erhöhtem Niveau bleibt, dürfte der Sektor im Fokus der Anleger bleiben.
Redaktion finanzen.net
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