Delta Air Lines hebt Prognose: Aktien von US-Airlines legen trotz Ölpreis-Druck zu

Trotz der massiven Verwerfungen am Energiemarkt durch den Iran-Konflikt zeigen sich die US-Fluggesellschaften resilient.
Werte in diesem Artikel
• Delta Air Lines hebt Umsatzprognose für das erste Quartal dank starker Buchungslage deutlich an
• US-Luftfahrtsektor profitiert von einer Entlastungsrally nach kurzzeitigem Rücksetzer der Ölpreise
• Fokus der Anleger verschiebt sich von den Treibstoffkosten hin zur robusten Preismacht der Carrier
Resilienz gegen das Barrel: Airlines trotzen dem Geopolitik-Druck
Die US-Luftfahrtbranche beweist im aktuellen Marktumfeld eine bemerkenswerte Stärke. Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Rohölpreise zeitweise über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel trieben, hat sich das Sentiment am heutigen Dienstag gedreht. Analysten beobachten eine Sektor-Rotation, da Investoren das Risiko der gestiegenen Kerosinkosten zunehmend gegen die Rekordnachfrage im Reiseverkehr abwägen. In einem Marktumfeld, das zuvor von einem heftigen Abverkauf geprägt war, setzen sich nun die fundamental gesunden Schwergewichte durch. Die Fähigkeit der großen Carrier, gestiegene Aufwendungen über Treibstoffzuschläge an die Passagiere weiterzugeben, steht dabei im Fokus der FactSet-Daten.
Delta Air Lines als Taktgeber: Starke Signale von der J.P. Morgan Konferenz
Heute setzte Delta Air Lines auf der J.P. Morgan Industrials Conference ein deutliches Ausrufezeichen. Das Unternehmen bestätigte trotz der Kerosin-Rally seine Gewinnprognosen und signalisierte gleichzeitig ein beschleunigtes Umsatzwachstum am oberen Ende der bisherigen Erwartungen. Laut der offiziellen Präsentation von Delta hat sich die Dynamik sowohl bei Geschäftsreisen als auch im Segment der Urlaubsflüge im März nochmals verstärkt. Das Management betonte gegenüber den anwesenden Investoren und Analysten, dass die Diversifizierung durch Premium-Produkte und das lukrative Treueprogramm die Abhängigkeit von reinen Ticketverkäufen im Economy-Bereich massiv reduziert hat.
Flächendeckende Erholung: United und American Airlines ziehen mit
Der Optimismus strahlt auf den gesamten Sektor aus. Während United Airlines und American Airlines in den vergangenen Wochen unter der Angst vor einer Margen-Erosion litten, sorgt die heutige "Relief Rally" für Entspannung. Marktbeobachter führen dies auf Anzeichen zurück, dass der Konflikt im Nahen Osten die globalen Lieferketten weniger stark beeinträchtigt als zunächst befürchtet. Zudem stützen Berichte über massive Aktienrückkäufe und die hohe Cashflow-Generierung die Kurse. "Die Branche ist heute in einer wesentlich besseren Verfassung als in früheren Krisenzyklen", kommentierte ein Analyst von J.P. Morgan die aktuelle Lage der US-Carrier gegenüber seinen Kunden.
Aktuelle Kursreaktion: Grüne Vorzeichen an der Wall Street
Die positive Grundstimmung schlug sich am Dienstag unmittelbar in den Notierungen nieder. Die Aktie von Delta verzeichnete im NYSE-Handel letztlich einen Zuwachs von 6,55 Prozent auf 64,83 US-Dollar. Auch die Wettbewerber konnten zulegen: Die Papiere von United Airlines schlossen an der NASDAQ bei 93,19 US-Dollar, was einem Plus von 3,22 Prozent entspricht, während American Airlines an der NYSE ein Plus von 3,53 Prozent auf 10,86 US-Dollar aufwies. Auch die Stimmung bei Reisevermittlern wie Expedia und Booking verbesserte sich, deren Titel an der NASDAQ um 4,24 Prozent auf 241,25 US-Dollar bzw. 3,48 Prozent auf 4.442,33 US-Dollar anzogen. Angesichts der Volatilität beim Ölpreis bleibt die Situation zwar dynamisch, doch die fundamentale Stärke der Bilanzen fungiert derzeit als wirksames Sicherheitsnetz für die Anleger.
Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net
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