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Riester-Rente wird abgeschafft: So viel Geld haben Sparer seit 2002 verloren

43.000 Euro weniger im Depot – und die meisten Riester-Sparer wissen es nicht. Wir haben nachgerechnet: Was wäre passiert, wenn es das Altersvorsorgedepot schon 2002 gegeben hätte – mit MSCI-World-ETF statt Garantiefonds, mit 50-Cent-Zulagen statt fester 175 Euro, mit steuerfreiem Zinseszins statt 1,7 Prozent Effektivkosten? Die Zahlen sind schmerzhaft. Aber sie zeigen auch, wie groß die Chance ab 2027 ist.

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So haben wir gerechnet

Bei unserem Vergleich betrachten wir die Rendite der Einzelprodukte. Wir vergleichen vier Riester-Generationen: Sparer, die 2002, 2005, 2010 oder 2015 angefangen haben, jeweils 100 Euro monatlich einzuzahlen. Für jede Generation rechnen wir zwei Szenarien:

Riester-Realität: Der Einfachheit halber rechnen wir beim Eigenbeitrag mit der festen Grundzulage von 175 Euro über die komplette Laufzeit. Der Betrag wurde 2018 von 154 Euro auf 175 Euro angehoben. Rendite nach Kosten: 2,5 Prozent pro Jahr (optimistische Annahme – laut Finanzwende e. V. erreichen 65 Prozent aller Riester-Produkte nicht einmal 2 Prozent Bruttorendite, nach Kosten von typischerweise 1,5–2,5 Prozent bleibt also kaum etwas übrig). Hinsichtlich der Garantiekosten rechnen wir mit einem Renditenachteil von drei Prozentpunkten.

Altersvorsorgedepot-Alternative: Der Eigenbeitrag soll sich ebenfalls auf 100 Euro belaufen, aber mit den neuen Zulagen (390 Euro Grundzulage bei 1.200 Euro Eigenbeitrag), investiert in einen MSCI-World-ETF. Hierfür rechnen wir mit ETF- und Produktkosten von 1,0 Prozent. Bei der Rendite orientieren wir uns an der historischen Entwicklung des MSCI World seit 1972. Seither konnte der Index eine durchschnittliche Jahresrendite von 7,2 Prozent erzielen. So gesehen ergibt sich eine Nettorendite von 6,2 Prozent.

💡 Gut zu wissen

Die Förderung fließt erst ab dem Tag, an dem Geld eingezahlt wird. Jeder Monat ohne Altersvorsorgedepot kostet Zulagen – und jeder Monat, den dein Riester-Guthaben noch beim alten Anbieter liegt, kostet Gebühren. Wer sich jetzt bei finanzen.net ZERO kostenlos vormerkt, kann am 1. Januar 2027 sofort eröffnen und den Riester-Übertrag direkt anstoßen.

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Generation 2002: Die verlorene Generation

Wer 2002 mit Riester startete, hat den schlechtmöglichsten Zeitpunkt erwischt – und wurde dafür doppelt bestraft. Der MSCI World crashte zwar zunächst (Dotcom-Blase, 9/11), erholte sich dann stark, brach 2008 (Subprime-Krise, Euro-Krise) erneut ein und legte anschließend die längste Rallye der Börsengeschichte hin. Riester-Sparer machten nichts davon mit, weil die Beitragsgarantie ihre Anbieter in Anleihen zwang.

Riester (Realität)Altersvorsorgedepot (kontrafaktisch)
Zeitraum2002–2026 (25 Jahre)2002–2026 (25 Jahre)
Eigenbeiträge gesamt30.000 €30.000 €
Zulagen gesamt4.375 €9.750 €
Steuerersparnis gesamt5.229 €1.281 €
Nettorendite (p.a.)~2,5 %~6,2 %
Depotwert Ende 2026~46.845 €~89.732 €

Der Riester-Schaden: rund 43.000 Euro. Das ist die Differenz zwischen zwei Altersvorsorgeprodukten. Es handelt sich um 43.000 Euro, die Riester-Sparer in unserer Betrachtung nicht vereinnahmen konnten. Kurz gesagt, mit dem Altersvorsorgedepot, sofern es dieses zum 2002 gegeben hätte, hätten Anleger nahezu doppelt so viel Vermögen für die Altersvorsorge angehäuft. Die Gründe sind klar:

  1. Hohe Produktkosten. Riesterverträge waren teuer. Die hohen Kosten schmälern die Rendite.
  2. Die Beitragsgarantie. Sicherheit kostet Geld. Sparer, die feste Beitragszusagen wünschten, bezahlten dies mit einer geringeren Rendite.
  3. Renditeschwache Produkte. Aufgrund der Beitragsgarantie musste zum großen Teil auf renditestärkere, kapitalmarktnahe Anlagen (wie Aktien, ETFs und Fonds) verzichtet werden.

Zum Vergleich: Wer 2002 einfach einen ungeförderten MSCI-World-Sparplan gestartet hätte – ohne Zulagen, ohne Steuervorteile –, stünde heute bei rund 70.000 Euro. Selbst ohne jede Förderung wäre das Vermögen aus einem konventionellen ETF-Depot (ohne jede staatliche Förderung) ungleich höher.

Generation 2010: Die Glückspilze

Ab 2010 begann die längste Hausse der modernen Börsengeschichte.

RiesterAltersvorsorgedepot
Zeitraum15 Jahre15 Jahre
Eigenbeiträge18.000 €18.000 €
Zulagen2.625 €5.850 €
Steuerersparnis gesamt3.137 €768 €
Depotwert~24.592 €~37.578 €

Riester-Schaden: rund 12.986 Euro in nur 15 Jahren. Oder anders ausgedrückt: Pro Jahr hat Riester diese Sparer knapp 866 Euro Rendite gekostet.

Generation 2015: Auch kurze Zeiträume schmerzen

Selbst wer erst 2015 einstieg und nur zehn Jahre geriestert hat, sieht eine deutliche Differenz.

RiesterAltersvorsorgedepot
Zeitraum10 Jahre10 Jahre
Eigenbeiträge12.000 €12.000 €
Zulagen1.750 €3.900 €
Steuerersparnis gesamt~2.091 €~512 €
Depotwert~15.365 €~21.155 €

Riester-Schaden: rund 5.790 Euro. Klingt zunächst wenig. Zieht man aber die Faustformel in Betracht, dass sich ein Investment nach zehn Jahren etwa verdoppeln sollte, hat der Riester-Vertrag erneut enttäuscht.

Infografik

Der Riester-Schaden bewegt sich zwischen knapp 6.000 und rund 43.000 Euro – bei einem Eigenbeitrag von nur 100 Euro im Monat.

Warum der Unterschied so groß ist

Drei Effekte multiplizieren sich über die Zeit:

Die doppelte Kostenfalle. Riester-Produkte kosten typischerweise 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr. Im Altersvorsorgedepot mit selbst gewähltem ETF liegen die Kosten bei 0,1 bis 0,2 Prozent (plus eventuelle Produktkosten). Über 20 Jahre frisst dieser Unterschied allein mehrere zehntausend Euro.

Die Garantie-Bremse. Die verpflichtende 100-Prozent-Beitragsgarantie zwang Riester-Anbieter in Anleihen und Garantiefonds. In der Niedrigzinsphase bedeutete das: null Rendite auf den Großteil des Portfolios. Im Altersvorsorgedepot gibt es keine Garantiepflicht – 100 Prozent Aktienquote ist möglich.

Der Zinseszins-Turbo. Im Altersvorsorgedepot wächst das gesamte Guthaben steuerfrei. Erst mit Renteneintritt greift eine nachgelagerte Besteuerung. Bis dahin hat allerdings der Zinseszinseffekt seine volle Kraft entfaltet. Zuckerl: Umschichtungen sind jederzeit möglich und lösen kein Steuerevent aus wie bei konventionellen Portfolios.

Was die Zahlen nicht zeigen

Dieser Vergleich hat Grenzen, die wir transparent machen wollen.

  • Das Altersvorsorgedepot gab es 2002 nicht. Die neuen Zulagen (50 Cent/Euro) und die steuerfreie Ansparphase sind Produkte der 2026er-Reform. Der Vergleich zeigt, was möglich gewesen wäre – nicht was garantiert gewesen wäre.
  • Außerdem: Die MSCI-World-Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft. Wer 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnet, weiß nicht, ob die nächsten 20 Jahre ähnlich laufen. Was man aber weiß: Über jeden 15-Jahres-Zeitraum seit 1970 hat der MSCI World im Sparplan eine positive Rendite erzielt.
  • Und Riester hatte für eine kleine Gruppe durchaus Vorteile: Geringverdiener mit mehreren Kindern bekamen feste Zulagen unabhängig vom Eigenbeitrag. Für sie war Riester kein schlechtes Geschäft. Für die Mehrheit der Sparer – Singles, Paare, Gutverdiener – war es das.
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Fazit: Die Lehre aus 25 verlorenen Jahren

Die Riester-Rente war gut gemeint, aber schlecht umgesetzt. Die Beitragsgarantie, die Anleger schützen sollte, hat ihnen die Rendite geraubt. Die hohen Kosten waren eine zusätzliche Bürde. Das Altersvorsorgedepot korrigiert beide Fehler – und gibt Sparern erstmals ein Instrument an die Hand, das staatliche Förderung mit Kapitalmarktrenditen kombiniert.

Wer 2002 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat und jetzt auf sein Depot schaut, sieht das, was er hat. Unsere Tabelle zeigt, was er hätte haben können. Der Unterschied ist der Preis für eine gescheiterte Reform. Ab 2027 gibt es keine Ausrede mehr.

Annahmen: Single, keine Kinder, 100 €/Monat Eigenbeitrag. Riester: 175 € Grundzulage, 2,5 % Nettorendite nach Kosten (optimistisches Szenario). AVD: 390 € Grundzulage bei 1.200 € Eigenbeitrag, MSCI-World-ETF (0,2 % TER, 0,8 % Produktkosten), historische Rendite des MSCI World seit 1972 = 7,2 % p. a.. Alle Werte vor Auszahlungsbesteuerung. Die AVD-Nachsteuerrendite liegt durch die nachgelagerte Besteuerung (angenommener Steuersatz 22,8 % im Ruhestand) unter den dargestellten Werten – der Riester-Schaden bleibt aber in jeder Konstellation.

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