Goldrally im Fokus

Goldpreis nach Rekordrally: Kommt jetzt der Sprung Richtung 6.000 Dollar?

13.03.26 21:16 Uhr

Gold über 5.000 Dollar: Analyst sieht weiteres Potenzial durch geopolitische Risiken | finanzen.net

Gold festigt seinen Ruf als "sicherer Hafen": Nach dem Durchbrechen der 5.000-Dollar-Marke rückt die 6.000er-Schwelle für 2026 in Sichtweite.

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• Geopolitische Spannungen treiben Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen
• Analyst sieht bestehende Trends wie hohe Schulden und Zentralbankkäufe als Treiber
• Weitere Kursanstiege möglich, aber Entwicklung hängt stark von Konfliktlage ab

Gold gilt als sicherer Hafen - und in Zeiten wirtschaftlicher oder geopolitischer Unsicherheit rückt das Edelmetall verstärkt in den Fokus von Anlegern. In den letzten Jahren hat sich dieser Trend deutlich verstärkt: Der Goldpreis hat eine besonders dynamische Aufwärtsbewegung hingelegt und immer wieder neue Rekorde aufgestellt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das globale Umfeld. Kriege, geopolitische Spannungen und zunehmende wirtschaftliche Rivalitäten haben die Nachfrage nach sicheren Häfen steigen lassen. Konflikte wie der Krieg in der Ukraine oder die jüngste Eskalation im Nahen Osten sorgen für Unsicherheit an den Finanzmärkten und stärken damit die Rolle von Gold als Absicherung.

Doch kann der Goldpreis nach dem durchbrechen der 5.000-Dollar-Marke Anfang dieses Jahres seine Rally fortsetzen und bald auch schon die 6.000-Dollar-Marke knacken?

Geopolitik beschleunigt bestehende Trends

Viele Analysten bleiben optimistisch hinsichtlich der Aussichten für Gold. Max Baecker, Präsident von American Hartford Gold, bezeichnete gegenüber Investing.com die erste Reaktion des Marktes auf die Eskalation im Nahen Osten als "lehrbuchmäßig" und verwies darauf, dass die Geschehnisse im Iran eine sofortige Neubewertung des Risikos ausgelöst hätten. "Gold hat genau das getan, wozu es in solchen Momenten gedacht ist", erklärte er dem Portal. Er verwies auf den deutlichen Anstieg des Goldpreises um mehr als 100 Dollar, der die starke Nachfrage institutioneller Investoren nach Absicherung widerspiegele. "Wenn die Märkte beginnen, glaubwürdige Risiken für die Straße von Hormus und die globale Energieversorgung einzupreisen, bewegt sich das Kapital schnell, und Gold reagiert in Echtzeit", fügte er hinzu.

Allerdings seien die grundlegenden Voraussetzungen für eine starke Entwicklung des Edelmetalls bereits vor der jüngsten Krise günstig gewesen. Baecker verweist unter anderem auf steigende Staatsschulden, fortgesetzte Käufe durch Zentralbanken sowie eine schrittweise Abkehr vom Dollar. "Die Geopolitik beschleunigt lediglich Trends, die bereits fest etabliert waren", zitiert Investing.com.

Setzt sich die Goldrally fort?

Entscheidend wird nach Einschätzung des Analysten nun sein, ob sich die Entwicklung als nachhaltig erweisen werde. Sollte sich der Konflikt ausweiten oder die Risiken für wichtige Energieinfrastruktur bestehen bleiben, könnte der Goldpreis laut dem Analysten auch schnell Bereiche um 5.450 Dollar erreichen. Sollte sich die Lage hingegen beruhigen, könnte es seiner Meinung nach aber auch zu einer Konsolidierung in Richtung 5.250 bis 5.300 Dollar kommen.

Einen Sprung auf 6.000 Dollar in naher Zukunft betrachtete Baecker Anfang vergangener Woche, als Gold noch etwa 5.400 Dollar wert war, als "keine aggressive Prognose" vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten, fiskalischer Belastungen und weiter steigender Staatsschulden. Ohne weitere Eskalation dürfte diese Marke seiner Meinung nach jedoch eher einen Meilenstein für das Jahr 2026 als ein kurzfristig erreichbares Ziel darstellen.

Redaktion finanzen.net

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