DAX schließt im Minus -- Gewinne an der Wall Street -- ZEW-Index steigt stärker als erwartet -- Fusionsphantasie treibt Deutsche Bank-Aktie und Commerzbank-Aktie an -- VW, Facebook, Sonos im Fokus
Ericsson erhält milliardenschweren 5G-Auftrag von T-Mobile US. Fusion von Linde und Praxair steht anscheinend vor Genehmigung in China. Bayer-Aktien durchbrechen Marke von 70 Euro. Neue Unilever soll an Heiligabend ihr Börsendebüt geben.
Marktentwicklung
Am Dienstag stand der deutsche Aktienmarkt unter Druck.
Der DAX war zwar fester in den Handel gegangen und konnte damit kurz die 12.000-Punkte-Marke knacken. Nach diesem kurzen Ausflug in die Gewinnzone bracht der deutsche Leitindex jedoch ein. Bis Handelsschluss konnte er sich wieder etwas fangen und beendete den Tag mit einem kleinen Minus von 0,13 Prozent bei 11.970,27 Zählern.
Der TecDAX hatte den Handel ebenfalls mit Gewinnen eröffnet. In den Feierabend ging er dann jedoch 0,47 Prozent tiefer bei 2.895,21 Punkten.
Nach dem Kursrutsch der vergangenen Woche und angesichts des anhaltenden internationalen Handelskonflikts wollte keine richtige Kauflaune aufkommen.
Obwohl der ZEW-Index mit starken Zahlen überzeugen und für bessere Stimmung bei den Anlegern sorgen sollte, gab der deutsche Leitindex nach. Ein Händler betonte sogar, dass dies ein schlechtes Zeichen für den Markt sei, wenn der DAX bei deutlich besseren Daten weiter abrutschen würde.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Dienstag zurückhaltend.
Der EuroSTOXX 50 hatte den Dienstagshandel mit einem kleinen Plus eröffnet, ist danach jedoch in die Verlustzone gedreht. Schließlich schloss er kaum verändert bei 3.310 Indexpunkten.
Zunächst konnten positive Vorgaben aus den USA die Stimmung an den europäischen Börsen heben, jedoch warnten Analysten vor zu großer Euphorie. Denn der weiter schwelende Handelskonflikt droht erneut zu eskalieren. Diesmal könnte Japan in den Fokus der USA rücken.
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An den US-Börsen dominierten am Dienstag die Pluszeichen. Grund für die Aufschläge war eine teils deutliche Erholung bei den Techwerten.
Der Dow Jones war zunächst 0,1 Prozent leichter bei 25.841,14 Punkten gestartet, schaffte es im Verlauf aber in die Gewinnzone. Am Ende stand ein Plus von 0,44 Prozent auf 25.971,06 Punkte. Deutlicher aufwärts ging es daneben bei den Techwerten. Der NASDAQ erwischte zunächst ebenfalls einen schwachen Handelsstart, konnte schon bald aber Aufschläge verzeichnen und ging mit einem Plus von 0,61 Prozent bei 7.972,47 Indexpunkten in den Feierabend.
Für Zurückhaltung sorgte weiterhin der Handelstreit zwischen den USA und Chna. Nachdem US-Präsident Donald Trump mit neuen Strafzöllen gedroht hat, will sich das Reich der Mitte anscheinend nächste Woche an die WTO wenden, um sich Vergeltungssanktionen gegen die USA genehmigen zu lassen. Nach einigen Schwankungen überwiegt an der Wall Street derzeit jedoch vorsichtiger Optimismus.
Positiv wurde zudem aufgenommen, dass das Weiße Haus ein zweites Gipfeltreffen zwischen Trump und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un vorbereitet.
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Am Dienstag notierten die asiatischen Börsen unterschiedlich.
Während der Nikkei 225 in Tokio den Handel mit Zuschlägen von 1,30 Prozent bei 22.664,69 Zählern beendet hat, waren die Vorzeichen in China rot.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite zu Börsenschluss 0,18 Prozent tiefer bei 2.664,80 Punkten. Dahingegen büßte der Hang Seng in Hongkong 0,72 Prozent auf 26.422,55 Indexpunkte ein.
Weiterhin waren die Sorgen vor einem ausartenden Handelskonflikt groß. Daher konnten die chinesischen Börsen auch keine kurzzeitigen Gewinne halten.
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