DAX geht kaum bewegt ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Minus -- HNA und Deutsche Bank kommentieren Gerüchte nicht -- Wirecard kommt in den DAX -- Tesla, Broadcom, Rocket Internet im Fokus
Trump droht Sonderzölle auf alle China-Importe an. Fusionspartner Linde/Praxair kommen voran - Indien gibt grünes Licht. Bayer-Aktie verliert klar: Schwacher Ausblick sitzt Anlegern noch in den Knochen. Katar will 10 Milliarden Euro in Deutschland investieren. VW wusste anscheinend von drohenden Milliardenstrafen im Abgasskandal.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag durchwachsen.
Der DAX eröffnete kaum verändert bei 11.960,10 Punkten, gab aber im weiteren Handelsverlauf zunächst nach. Ins Wochenende ging das deutsche Börsenbarometer letztendlich 0,04 Prozent höher bei 11.959,63 Zählern. Dagegen zeigte sich der TecDAX am letzten Handelstag der Woche freundlich: Er schloss mit 2.912,07 Zählern 0,60 Prozent fester.
Aus den USA kamen schwache Vorgaben für den Technologiesektor nach pessimistischen Aussagen aus der US-Chipbranche. Zudem sorgten der internationale Handelskonflikt sowie die Währungskrisen in einigen Schwellenländern weiterhin für Zurückhaltung unter den Anlegern.
Enttäuschend fielen zudem die jüngsten Daten zur deutschen Industrieproduktion und zur Exportschwirtschaft aus.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Freitag schwächer.
Der EuroSTOXX 50 ging noch mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent bei 3.298,01 Zählern in den Handel. Im Verlauf drehte er zwar ins Minus, ging aber schließlich mit marginalen Abschlägen in Höhe von 0,08 Prozent bei 3.293,36 Punkten ins Wochenende.
Der internationale Handelskonflikt ist weiterhin ein großes Thema. Zum einen könnte der Handelsstreit zwischen den USA und China ab dem heutigen Freitag weiter eskalieren, zum anderen hat Trump auch mit Kanada noch keine Einigung erzielt.
Daneben belastet die Schwellenländerkrise. Vor dem Hintergrund steigener US-Zinsen ziehen Investoren dort ihr Geld ab, weil sie es nun in den USA zu attraktiveren Konditionen anlegen können.
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Die US-Indizes haben am Freitag leicht im Minus geschlossen.
Der Dow Jones rutschte leicht ab und fiel um 0,31 Prozent auf 25.916,54 Punkten zurück. Der NASDAQ entwickelte sich ähnlich und verlor 0,25 Prozent auf 7.902,54 Zähler.
Die Aussicht auf eine weitere Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die US-Börsen mit Verlusten in das Wochenende gehen lassen. Die Abgaben waren jedoch überschaubar
US-Präsident Donald Trump drohte mit einer weiteren Verschärfung des Handelsstreits mit China. Er sei bereit, weitere Zölle auf chinesische Güter im Wert von 267 Milliarden US-Dollar kurzfristig zu beschließen, sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Präsidentenflugzeug "Air Force One". Diese Zölle kämen zusätzlich zu den bereits zuvor angedrohten Zöllen auf Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar. China hatte bereits angekündigt, auf diese Zölle mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.
Während sich der Handelskrieg zuspitzt, läuft die US-Konjunktur weiter auf Hochtouren. Die Beschäftigung stieg im August stärker als erwartet. Auch der Anstieg der Löhne und Gehälter übertraf die Annahmen von Volkswirten. Das dürfte den privaten Konsum, die bei weitem wichtigste Stütze der US-Wirtschaft, weiter antreiben. Beobachter merkten allerdings an, dass die US-Notenbank Fed die Zinsschraube nun stärker anziehen könnte als bislang erwartet.
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Die Börsen in Fernost schlugen am Freitag unterschiedliche Richtungen ein. Die Vorgaben vom US-Aktienmarkt waren negativ - insbesondere von der Chipbranche.
In Tokio schloss der Nikkei 225 0,80 Prozent tiefer bei 22.307,06 Punkten. Einem Medienbericht zufolge will US-Präsident Donald Trump nun auch noch einen Handelsstreit mit Japan vom Zaum brechen.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,40 Prozent auf 2.702,30 Zähler. In Hongkong gab der Hang Seng nur 0,01 Prozent ab auf 26.973,47 Indexpunkte.
Auch der Handelskonflikt mit China droht sich zu verschärfen, denn ab diesem Freitag könnte eine neue Welle von US-Sonderzöllen auf chinesische Waren heranrollen. China hat für diesen Fall bereits mit Gegenmaßnahmen gedroht.
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