EU-Neuwagenmarkt rückläufig - E-Autos trotz Tesla-Schwäche auf Erfolgskurs

Der EU-Neuwagenmarkt schwächelt, doch Elektroautos boomen: Während die Gesamtzulassungen rückläufig sind, verzeichnet der E-Auto-Markt trotz erheblicher Einbußen bei Tesla ein deutliches Wachstum.
Werte in diesem Artikel
• EU-Neuwagenmarkt schrumpft
• Tesla mit deutlichen Rückgängen
• E-Autos wachsen dennoch stark
Der EU-Neuwagenmarkt zeigt im Februar 2025 eine rückläufige Entwicklung. Laut Angaben des Europäischen Herstellerverbands Acea sanken die Neuzulassungen insgesamt um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei der deutsche Markt mit 6,4 Prozent den stärksten Rückgang verzeichnete. Ein gegensätzliches Bild zeigt sich jedoch im Bereich der Elektroautos: Trotz eines generellen Abwärtstrends verzeichnete dieser Marktsektor einen bemerkenswerten Anstieg der Neuzulassungen um 23,7 Prozent.
Tesla unter Druck: Verkaufszahlen brechen ein
Besonders auffällig ist dabei jedoch der anhaltende Rückgang der Verkaufszahlen des Elektroauto-Pioniers Tesla. Im Februar 2025 sanken die Neuzulassungen von Tesla-Fahrzeugen in der EU gemäß Acea um 47,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Deutschland, wo Tesla eine Fabrik im brandenburgischen Grünheide betreibt, betrug der Rückgang nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sogar 76,3 Prozent.
Branchenkenner führen diese Entwicklung unter anderem auf die zunehmende Konkurrenz durch andere Hersteller zurück, die technologisch stark aufgeholt haben. Zusätzlich leide Tesla unter einem Imageschaden, der auf die kontroverse Rolle von Unternehmenschef Elon Musk zurückgeführt wird. Seine Unterstützung für rechte Parteien in Europa sowie seine umstrittene Rolle als Berater des US-Präsidenten Donald Trump haben dem Unternehmen offenbar geschadet.
Trotz Tesla-Schwäche: E-Autos auf Wachstumskurs
Trotz der Schwäche von Tesla entwickelt sich der Markt für Elektrofahrzeuge in der EU insgesamt positiv. Der Marktanteil von E-Autos stieg laut Acea im Zeitraum von Januar bis Februar 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 11,5 Prozent auf 15,2 Prozent. Die Zahl der Neuzulassungen von batteriebetriebenen Fahrzeugen erhöhte sich in den ersten beiden Monaten des Jahres um 28,4 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Neben E-Autos legten auch die Neuzulassungen von Hybridfahrzeugen zu, die im Februar um 18,7 Prozent stiegen. Hybridautos haben mit 35,2 Prozent den größten Marktanteil.
"Im größten Markt Deutschland war der Absatz von Elektroautos zu Beginn des Vorjahrs - nach dem Auslaufen der Umweltprämie - auf einem sehr niedrigen Niveau, das führt aktuell zu beeindruckenden Wachstumsraten", gab jedoch Constantin Gall, Automarkt-Experte der Beratungsfirma EY, laut Stern zu bedenken.
EU-CO2-Regeln: Aufgeschobener Druck für Hersteller
EY prognostiziert weiterhin starke Wachstumsraten bei E-Autos. Aufgrund der EU-CO2-Regeln werden Hersteller dazu gezwungen, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu senken. Allerdings wird dieser Druck durch die geplante Verlängerung der Frist zur Erreichung der Emissionsvorgaben abgeschwächt. "Das reduziert aus Sicht der Hersteller den akuten Druck, kurzfristig und buchstäblich ohne Rücksicht auf Verluste den Absatz von Elektroautos zu steigern", betonte Gall gemäß Stern. Allerdings warnte er vor langfristigen Risiken: "Das Interesse an E-Autos wird nicht in dem Maß steigen, wie es zum Erreichen der EU-Vorgaben nötig ist. Mit der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Neuregelung wird das Problem nur vertagt und nicht gelöst."
Verbrenner im Abwärtstrend
Demgegenüber setzten herkömmliche Verbrenner ihren Abwärtstrend laut Acea fort: Die Zulassungen von Benzinern gingen in der EU um 20,5 Prozent zurück und machten nur noch 29,1 Prozent des Marktes aus. Deutschland verzeichnete nach Frankreich den stärksten Rückgang, mit einem Einbruch der Neuzulassungen um 24,9 Prozent. Dieselautos verzeichneten in der EU sogar einen Rückgang von 28 Prozent, was ihren Marktanteil auf 9,7 Prozent schrumpfen ließ.
In fast allen EU-Ländern waren Rückgänge bei den Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im zweistelligen Prozentbereich zu beobachten. Die Daten unterstreichen einmal mehr den anhaltenden Strukturwandel auf dem europäischen Automarkt hin zu elektrifizierten Antrieben.
Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Josh Edelson/AFP/Getty Images, JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images
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