DAX schließt mit kleinem Minus -- US-Börsen schließen grün -- Deutsche Post verdient weniger -- Evonik: Gewinnsprung -- HUGO BOSS-Zahlen enttäuschen -- Zalando mit massivem Verlust -- VW im Fokus
AXA wächst leicht. EU erlaubt Fox-Übernahme durch Disney unter Auflagen. Wirtschaftsweise schrauben Wachstumsprognose offenbar deutlich zurück. Staatsanwaltschaft durchsucht BlackRock wegen Cum-Ex-Geschäften. Eli Lilly hebt nach unerwartet gutem Quartal Ziele weiter an. Enel steigert Gewinn.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex kam im Dienstagshandel kaum vom Fleck.
Der DAX war zunächst fester gestartet, zeigte sich dann volatil und schloss am Ende mit einem kleinen Verlust von 0,09 Prozent bei 11.484,34 Punkten.
Auch der Techwerteindex TecDAX hatte auf grünem Terrain eröffnet, drehte zwischenzeitlich ins Minus und schaffte die Rückkehr in die Gewinnzone. Er beendete den Tag dann 0,33 Prozent fester bei 2.656,40 Zählern.
Mit Spannung wurde am Dienstag über den großen Teich geblickt, wo die ersten Zwischenwahlen in der Ära Donald Trump stattfinden. Im Zentrum steht die Frage, ob es den Demokraten gelingt, die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zu erobern. Wenn dies gelingt, rechnen Experten mit mehr Gegenwind für den US-Präsidenten. Auch die alten Themen wie der US-Handelsstreit mit China oder die Schuldensituation in Italien ließen die Anleger weiter vorsichtig agieren.
Außerdem nahm die Berichtssaison der Unternehmen neuen Schwung. Zahlen zu verarbeiten gab es unter anderem von der Deutschen Post, Evonik, HUGO BOSS oder Zalando.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Dienstag schwächer.
Der EuroSTOXX 50 war zunächst kaum verändert in den Handel gestartet und ging schließlich mit einem kleinen Verlust von 0,31 Prozent bei 3.207,42 Zählern in den Feierabend.
Einmal mehr rückte die Sorge um Italien in den Anlegerfokus. Im Haushaltsstreit zwischen der EU-Kommission und Italien ist keine Lösung in Sicht. Die Finanzminister der Eurozone unterstützten am Montag die Forderung Brüssels nach einem überarbeiteten Budgetentwurf, wie Eurogruppen-Chef Mário Centeno sagte. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici betonte, es werde in der Frage keinen "Deal" mit Rom geben. "Das sind keine Verhandlungen. Die Regeln sind die Regeln und müssen respektiert werden."
Auch die US-Zwischenwahlen standen am Markt unter Beobachtung: Ein Sieg der Republikaner mit Mehrheiten in beiden Häusern würde den Dollar stützen, hieß es. Sollten die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen, dürfte der Greenback hingegen schwächer notieren, wenn auch nur leicht, weil ein solcher Ausgang zum Teil bereits eingepreist sei.
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Die US-Börsen haben den Dienstagshandel auf grünem Terrain beendet.
Der Dow Jones startete zunächst kaum verändert bei 25.452,83 Punkten, rückte aber schon kurz danach ins Plus vor. Mit einem Aufschlag von 0,69 Prozent auf 25.638,47 Punkte ging es schlussendlich in den Feierabend. Auch Techwerteanleger zeigten sich am zweiten Handelstag der Woche in Kauflaune: Der NASDAQ Composite schloss 0,64 Prozent fester bei 7.375,96 Zählern.
Spannung lag in der Luft, denn in den USA werden die Ergebnisse der Zwischenwahlen zum US-Kongress erwartet. Nach Einschätzung von Jens Klatt, Vermögensverwalter bei JK Trading, dürfte der Gegenwind für US-Präsident Donald Trump nach den Wahlen eher zu- als abnehmen. "Infolgedessen könnte Trump politisch eher noch einmal aggressiver auftreten, beispielsweise im Hinblick auf den Handelsstreit mit China oder der Europäischen Union", so Klatt.
Sollten die Demokraten in beiden Kammern des Kongresses die Oberhand gewinnen, rechnet Analyst Ben Snider von Goldman Sachs mit sinkenden Renditen von US-Staatsanleihen. Denn in diesem Fall würden die Erwartungen an den Märkten in puncto Steuersenkungen und Wirtschaftswachstum zurückgehen. Beides aber wäre schlecht für Aktien, so Snider, ebenso wie die Sorge vor mehr staatlicher Regulierung nach einem Wahlerfolg der Demokraten.
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Nach den Vortagesverlusten präsentieren sich die größten Börsen in Asien am Dienstag uneinheitlich.
Der japanische Nikkei 225 konnte einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wettmachen und legte im Dienstagshandel 1,14 Prozent auf 22.147,75 Punkte zu.
Etwas schwächer präsentierte sich daneben der Markt auf dem chinesischen Festland: Der Shanghai Composite musste abermals Verluste hinnehmen und schloss 0,23 Prozent schwächer bei 2.659,36 Zählern. Rote Vorzeichen wurden zwischenzeitlich auch aus Hongkong gemeldet: Der Hang Seng konnte im späten Handel aber aufdrehen und schaffte zum Ende ein Plus von 0,72 Prozent auf 26.120,96 Punkte.
Die Blicke der asiatischen Anleger richteten sich gespannt auf die am Dienstag stattfindenden US-Zwischenwahlen. Diese gelten als politisches Stimmungsbild für US-Präsident Donald Trump und dürften richtungsweisend für die künftige Ausrichtung der US-Wirtschaftspolitik sein. Zudem stand der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China nach den zuletzt widersprüchlichen Aussagen der US-Administration im Fokus der Märkte.
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