Nach Eklat im Weißen Haus: DAX schließt nach Rekord über 23.000er-Marke -- Wall Street letztlich tiefrot -- Trump schickt Krypto-Aktien nach oben -- RENK, HENSOLDT, Rheinmetal, Autowerte im Fokus
Scout24-Aktie klettert auf Rekordhoch: Deutsche Bank hebt Kursziel an. Milliardendeal für Capri: Prada will wohl Versace kaufen. Strategy-Aktie springt an: Pensionsfonds kauft bei Bitcoin-Investor massiv zu. ING erhöht Beteiligung an Vermögensverwalter Van Lanschot Kempen. Lenovo stellt Laptop mit drei Displays und faltbarem Bildschirm vor. Telekom testet App-loses KI-Smartphone.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt begann die Woche mit einem neuen Allzeithoch.
Der DAX gab seine anfänglichen Gewinne vorübergenend ab, bevor er erneut stark ins Plus drehen konnte. Dabei knackte er sogar die 23.300-Punkte-Marke und verzeichnete bei 23.307,97 Zählern ein neues Rekordhoch. Am Abend stand letztlich ein Gewinn von 2,64 Prozent bei 23.147,02 Punkten an der Kurstafel - ebenfalls eine Bestmarke auf Schlusskursbasis.
Der TecDAX hatte unterdessen unbewegt eröffnet, kletterte im Anschluss jedoch deutlich höher. Letztlich schloss er 2,10 Prozent stärker bei 3.856,50 Zählern.
Gestützt von einer Fortsetzung der Rally der Rüstungswerte und von Konjunkturhoffnungen startete der DAX am Rosenmontag fester in die Woche. Damit setzte er seine Erholung seit Freitagnachmittag fort und erreicht sogar ein neues Allzeithoch.
Trotz der Handelsstreitigkeiten mit den USA hat sich die Industriestimmung im Februar sowohl in Europa als auch in China verbessert. Außerdem ging die Inflationsrate in der Eurozone zurück, allerdings weniger als erwartet. "Eine Zinssenkung am Donnerstag ist in Anbetracht des vorliegenden Zahlenwerks eine ausgemachte Sache", schrieb Thomas Gitzel von der VP Bank mit Blick auf die anstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).
Nach dem Eklat im Weißen Haus, bei dem US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit schweren Vorwürfen überzogen hatte, kam weiterer Schwung in die Überlegungen für ein Rüstungs-Sondervermögen in Deutschland. Laut Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets ist ein Rückzug der USA aus der Unterstützung der Ukraine noch wahrscheinlicher geworden, weshalb Europa einen größeren Teil der Last tragen müsse. "Die Rüstungsunternehmen werden sich in den nächsten Jahren nicht über Aufträge sorgen müssen und so zählen diese Aktien zu den absoluten Favoriten der Anleger", kommentierte Stanzl.
Ferner profitierten Autoaktien davon, dass die EU die CO2-Vorgaben für den Automobilsektor aufgeweicht hat.
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Die europäischen Börsen notierten am Montag mit grünen Vorzeichen.
Der EURO STOXX 50 drehte nach einem leicht positiven Start anschließend kurzzeitig in die Verlustzone, konnte im weiteren Verlauf aber wieder klar ins Plus vorrücken. Zum Sitzungsende gewann er 1,47 Prozent auf 5.543,78 Punkte.
Nach dem Wochenende gab es zahlreiche Nachrichten zu verarbeiten - allen voran der diplomatische Eklat um den ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Weißen Haus. Allerdings hat dieser die Märkte nur begrenzt beeinflusst. Für Europa könnte das Ereignis jedoch den Druck erhöhen, verteidigungspolitisch unabhängiger zu werden. In diesem Kontext rückten Rüstungs- und Infrastrukturtitel weiter in den Fokus.
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Nach den kräftigen Aufschlägen zum Wochenschluss gab die Wall Street am Montag deutlich nach.
So eröffnete der Dow Jones zwar höher, fiel anschließend aber in die Verlustzone und beendete den Handel 1,48 Prozent im Minus bei 43.191,24 Einheiten.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite war nach einem festeren Handelsstart klar ins Minus gedreht. Er notierte letztlich 2,64 Prozent tiefer bei 18.350,19 Zählern.
Zwar sollen die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Importzölle gegen Kanada, Mexiko und China am Dienstag in Kraft treten, jedoch hofften die Marktteilnehmer auf eine erneute Verschiebung dieser Zölle. Dies stützte die Kurse etwas. Genauere Informationen könnte es geben, wenn Trump am Dienstag vor dem Kongress über den Haushalt sprechen wird.
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An den asiatischen Börsen dominierten am Montag die Bullen.
In Tokio gewann der Leitindex Nikkei 225 letztendlich 1,70 Prozent auf 37.785,47 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,12 Prozent im Minus bei 3.316,93 Zählern.
In Hongkong legte der Hang Seng schlussendlich um 0,28 Prozent auf 23.006,27 Indexpunkte zu.
Nach den teils starken Verlusten am Freitag legten die Börsen in Fernost am Montag mehrheitlich zu. Sie folgten damit den positiven Vorgaben der Wall Street, wo besser als erwartete Konjunktur- und Preisdaten die Kauflaune gestärkt hatten.
Zusätzlichen Rückenwind gaben neue Wirtschaftsdaten aus China vom Wochenende. Der staatliche Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe übertraf leicht die Erwartungen und kletterte in den Wachstumsbereich. Auch der von Caixin erhobene PMI verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat und stieg weiter in den Expansionsbereich. Zudem zeigte der staatliche Index für den Dienstleistungssektor ebenfalls eine positive Entwicklung. Unterdessen heißt es aus dem Handel, dass die Marktteilnehmer die in dieser Woche beginnende Sitzung des Nationalen Volkskongresses in China abwarten. Dabei könnten neben dem Wachstumsziel für 2025 auch wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen angekündigt werden.
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