Trump verkündet Zölle auf Autoimporte: DAX schließt mit Verlusten -- US-Börsen schließen etwas schwächer -- HENSOLDT mit Gewinnexplosion -- Autoaktien, Eutelsat, NIO, Palantir, NVIDIA, Tesla im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt knüpfte am Donnerstag an seine schwache Performance vom Vortag an.
Der DAX rutschte bereits zum Handelsstart ab und konnte sich auch im Handelsverlauf nicht auf grünes Terrain vorkämpfen. Er beendete die Sitzung 0,70 Prozent schwächer bei 22.678,74 Punkten.
Der TecDAX startete ebenso tiefer und zeigte sich auch im weiteren Verlauf mit roten Vorzeichen. Zum Börsenschluss notierte er mit einem Verlust von 0,92 Prozent bei 3.693,57 Einheiten.
Am Donnerstag verlor der deutsche Leitindex seinen jüngsten Kampf um die 21-Tage-Linie vorerst. Diese hatte ihn zuletzt während der Konsolidierung vom Rekordhoch bei 23.476 Punkten gestützt. US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte angekündigt und verschärft damit den Handelskonflikt mit der Europäischen Union. Die Abgaben betreffen sämtliche importierten Fahrzeuge - von Kleinwagen über Limousinen und SUVs bis hin zu leichten Nutzfahrzeugen - sowie zentrale Autoteile. Die Einführung der Zölle ist für den 3. April geplant.
Nigel Green vom Vermögensverwalter deVere rechnet wie auch andere Marktexperten mit negativen Impulsen der angekündigten US-Zölle auf die US-Wirtschaft: "Donald Trumps bombastische Ankündigung eines Zolls von 25 Prozent auf importierte Automobile ist ein Akt wirtschaftlicher Selbstsabotage, der als Industriestrategie getarnt ist", so der CEO des Vermögensverwalters.
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Die Börsen in Europa präsentierten sich mit Verlusten.
Der EURO STOXX 50 verlor bereits zum Start und zeigte sich auch im Verlauf auf rotem Terrain. Die zwischenzeitlichen deutlicheren Verluste konnten aber teilweise aufgeholt werden. Er beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,62 Prozent bei 5.378,09 Punkten.
Grund für die schwachen Märkte in Europa war die Zollpolitik: US-Präsident Trump hat zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Auto- und Autoteilimporte angekündigt und betonte, dass diese "nicht mehr verhandelbar" seien. Die Einführung ist für den 2. April geplant. Sollte Trump bei seiner Haltung bleiben, wird erwartet, dass die EU mit Gegenzöllen reagiert. "Was als Handelsstreit begann, wird jetzt immer mehr zum Zollkrieg", so Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Donnerstag etwas schwächer.
Der Dow Jones schloss mit einem leichten Minus von 0,37 Prozent bei 42.299,70 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging daneben mit einem Minus von 0,53 Prozent bei 17.804,03 Punkten in den Feierabend.
Die von den USA verhängten Importzölle belasteten die Wall Street am Donnerstag am Donnerstag nur wenig. US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Auto- und Autoteilimporte angekündigt und betont, dass diese "nicht mehr verhandelbar" seien. Die Einführung ist für den 2. April vorgesehen. Allerdings ließ Trump durchblicken, dass die sogenannten reziproken Zölle, die eigentlich zur Angleichung der US-Zölle an die anderer Länder gedacht waren, möglicherweise weniger streng ausfallen könnten als zunächst erwartet.
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Die asiatischen Aktienmärkte schlugen am Donnerstag unterschiedliche Richtungen ein.
In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 225 0,60 Prozent auf 37.799,97 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen leichte Gewinne zu sehen: Der Shanghai Composite legte daneben 0,15 Prozent auf 3.373,75 Indexpunkte zu.
In Hongkong dominierten ebenfalls die Käufer und schoben den Hang Seng um 0,41 Prozent auf 23.578,80 Punkte an.
Uneinheitliche Entwicklungen prägten am Donnerstag die Aktienmärkte Asien. Besonders belastend wirkten sich die von US-Präsident Donald Trump angekündigten 25-prozentigen Strafzölle auf Autos aus, die vor allem japanische und südkoreanische Automobilhersteller unter Druck setzten.
Im Gegensatz dazu konnten die chinesischen Börsen Kursgewinne verbuchen. Laut Yeap Jun Rong, Stratege bei IG Market, würden die Auswirkungen der neuen US-Zölle je nach Region unterschiedlich ausfallen. Chinesische Börsen reagierten vergleichsweise robust, da Trump die Einführung reziproker Zölle, die ab der kommenden Woche in Kraft treten sollten, relativiert habe. Analyst Angus Chan von Bocom International erklärte, dass chinesische Autohersteller, Zulieferer und Batterieproduzenten den US-Markt weitgehend meiden, da bereits seit Jahren Importzölle auf chinesische Fahrzeuge in den USA existieren. Entsprechend seien die Auswirkungen auf die chinesische Autoindustrie begrenzt.
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