Hoffnung auf Politikwechsel: DAX schließt fester -- Wall Street letztlich uneins -- Union bei Bundestagswahl klar vorn -- Buffetts Berkshire Hathaway mit Gewinnrückgang -- Prosus übernimmt Just Eat
Goldpreis steigt auf neues Allzeithoch. DHL expandiert im Nahen Osten. KI-Investitionspläne und mögliche EU-Kartellklage bewegen US-Tech-Aktien. Microsoft fährt offenbar Investitionen in KI-Datenzentren zurück - Siemens Energy-Aktie leidet. Pfandbriefbank verpflichtet neuen Risikochef von der Deutschen Bank. Alibaba plant Milliardeninvestment in Cloud und KI. Baywa-Rettung wird länger dauern als geplant.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenauftakt zulegen.
So eröffnete der DAX höher und zeigte sich auch im weiteren Handelsverlauf, nach einem kurzen Rücksetzer, freundlich. Er schloss 0,62 Prozent im Plus bei 22.425,93 Punkten.
Der TecDAX zog zu Beginn an und stand auch anschließend zeitweise im Plus. Im weiteren Verlauf verbuchte er jedoch Verluste und beendete den Handel marginale 0,03 Prozent tiefer bei 3.856,05 Einheiten.
Die Hoffnung auf einen Politikwechsel in Deutschland versetzte die Anleger in Kauflaune. Hatten sich in der Vorwoche hinter einer starken CDU noch unklare Mehrheiten und möglicherweise gar ein nötiges Dreierbündnis abgezeichnet, reicht es nach dem Wahlsonntag nun für eine Koalition mit der SPD. "Deutschland bekommt eine Regierung, die die lange Phase schwächender politischer Unklarheit beenden kann, sobald sie sich auf eine Agenda geeinigt hat", kommentierte Holger Schmieding laut dpa den Wahlausgang. Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank erwartet sich von Schwarz/Rot vor allem Wachstumsimpulse, weniger Bürokratie und geringere Steuerlast für die Unternehmen. Allerdings wies er auch darauf hin, dass Friedrich Merz wohl ein Kanzler ohne großen Fiskalspielraum wird, denn ein Ende der Schuldenbremse werde angesichts der Sitzverteilung im neuen Bundestag schwierig.
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An den europäischen Börsen hielten sich die Anleger am Montag zurück.
So startete der EURO STOXX 50 minimal fester, notierte jedoch anschließend in Rot. Er beendete die Sitzung 0,42 Prozent schwächer bei 5.452,12 Punkten.
Große Beachtung fand der Ausgang der deutschen Bundestagswahl. Wie Analyst Ricardo Evangelista vom Broker Activtrades erklärte, wurde das Wahlergebnis von Anlegern "mit vorsichtigem Optimismus" begrüßt. Sorgen bereitete ihm jedoch, dass AfD und Linken zusammen über eine sogenannte Sperrminorität verfügen, womit sie zum Beispiel eine Anhebung der Schuldenbremse blockieren könnten.
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Die US-Börsen präsentierten sich im Handel am Montag uneins.
Der Dow Jones startete etwas höher und zeigte sich weiterhin in der Gewinnzone. Zum Handelsschluss notierte er noch 0,08 Prozent stärker bei 43.461,65 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite eröffnete ebenfalls im Plus, drehte im weiteren Verlauf jedoch ins Minus, wo er 1,21 Prozent schwächer bei 19.286,92 Einheiten in den Feierabend ging.
Etwas stabilisiert nach den kräftigen Verlusten vom Freitag startete die Wall Street zunächst in die neue Woche. Zuvor hatte der Dow Jones am Wochenschluss die bislang stärksten Tagesverluste des Jahres hinnehmen müssen. Auslöser waren Konjunkturdaten, die Sorgen vor einer Stagflation schürten - also einer Kombination aus schwachem Wachstum und erhöhter Inflation. Zudem zeigte die am Montag veröffentlichte Wirtschaftsaktivität in den USA eine Abschwächung im Januar.
Die Marktteilnehmer dürften sich jedoch im Vorfeld wichtiger Ereignisse in dieser Woche zurückhalten. Besonders im Fokus stehen die Quartalszahlen von NVIDIA, die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Die Ergebnisse des Halbleiterkonzerns werden mit besonderer Spannung erwartet. Hintergrund ist die jüngste Entwicklung beim chinesischen Start-up DeepSeek, das Ende Januar ein kostengünstiges KI-Modell vorgestellt hatte und damit einen Kursrutsch bei NVIDIA auslöste.
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An den asiatischen Börsen ging es am Montag nach oben.
In Japan bleiben die Börsen am Montag wegen des Feiertages zur Ehren des Kaiser-Geburtstags geschlossen. Zuletzt war der Leitindex Nikkei 225 am Freitag letztendlich um 0,26 Prozent auf 38.776,94 Punkte gestiegen.
In China waren die Anleger vorsichtig. Der Shanghai Composite schloss mit einem Verlust von 0,18 Prozent bei 3.373,03 Zählern.
Der Hang Seng verlor letztlich 0,58 Prozent auf 23.341,61 Indexpunkte.
Die Kurse an den ostasiatischen Börsen gaben am Montag nach. Sie folgten damit der schwachen Vorgabe der Wall Street vom Freitag. Dort hatten neue Konjunkturdaten Sorgen vor einer Stagflation ausgelöst, also vor schwachem Wachstum bei gleichzeitig erhöhter Inflation.
In Hongkong ging es nach der dortigen Hausse vom Freitag nach unten, wobei Gewinnmitnahmen eine Rolle spielten. Auch der Shanghai-Composite gab nach. Laut Händlern warten die Marktteilnehmer auf die Haushaltsvorlage am Mittwoch in Hongkong sowie weitere politische Signale aus Peking Anfang März.
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