DAX schließt im Plus -- Wall Street beendet Handel stabil -- Novo Nordisk setzt Aktienrückkauf fort -- Rheinmetall mit Großauftrag -- Microsoft, Danaher, Masimo, BHP, Ottobock, Warner Bros. im Fokus
Bayer plant Milliarden-Vorstoß zur Beilegung von Glyphosat-Klagen. Munich-Re-Tochter Ergo plant großen Stellenabbau. Südzucker schüttet keine Dividende aus. Meta-Aktie: Facebook-Konzern erwägt Gesichtserkennung in seinen Brillen. Pentagon griff bei Maduro-Mission wohl auf KI über Palantir-Plattform zurück. Tesla-Aktie im Fokus: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige wegen Mitschnitts in Grünheide.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex bewegte sich am Dienstag aufwärts.
Nach einer relativ stabilen Eröffnung des DAX setzten sich am Nachmittag die Bullen durch, so dass das Börsenbarometer 0,80 Prozent stärker bei 24.998,40 Punkten in den Feierabend gehen konnte.
Der TecDAX konnte seine anfänglichen Verluste abschütteln und schloss 0,74 Prozent höher bei 3.681,04 Zählern.
Ein klein wenig auf die Stimmung drückten überraschend triste ZEW-Daten: Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland trübten sich im Februar überraschend ein, wie die Zahlen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigten.
Anleger warteten aber hauptsächlich auf frische US-Impulse. In den USA war zum Wochenauftakt feiertagsbedingt nicht gehandelt worden, am Dienstag wies der Dow (zum Handelsschluss in Deutschland) ein grünes Vorzeichen aus.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Dienstag von ihrer freundlichen Seite.
Der EURO STOXX 50 war mit einem kleinen Minus gestartet, stieg am Nachmittag aber klar auf grünes Terrain und beendete den Handel 0,72 Prozent fester bei 6.021,85 Punkten.
Die Furcht vor durch Künstliche Intelligenz ausgelösten Umbrüchen hält jedoch weiterhin an. "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele derzeit vom Aktienkauf ab. Es wird nun spannend, wie lange Europa sein vergleichsweise positives Eigenleben behaupten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der EURO STOXX 50 um mehr als fünf Prozent besser entwickelt als der US-Technologieindex NASDAQ 100", sagte Thomas Altmann von QC Partners.
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An der Wall Street griffen die Anleger nach dem verlängerten Wochenende vorsichtig zu.
So eröffnete der Dow Jones kaum verändert, fiel dann zunächst in die Verlustzone und konnte dann moderat ins Plus drehen. Zum Handelsschluss verblieb jedoch nur noch ein Zuschlag von 0,07 Prozent auf 49.533,19 Punkte.
Der NASDAQ Composite tendierte leicht im Plus, nachdem er zum Start verloren hatte. Sein Schlussstand: 22.578,38 Zähler (+0,14 Prozent).
Sorgen über eine möglicherweise disruptive Wirkung von KI-Anwendungen belastete erneut Teilbereiche des Techsektors. Die technologielastige NASDAQ hat in den vergangenen fünf Wochen mit Abschlägen geschlossen. Einerseits hegen Investoren Zweifel, dass sich die enorm hohen KI-Investitionen langfristig rechneten. Zum anderen vollzog sich jüngst ein panikartiker Ausverkauf in den Branchen Software, Transportwesen und Gewerbeimmobilien. Insbesondere im Software-Bereich könnte KI ganze Geschäftsmodelle in Frage stellen, hieß es im Handel.
"Unter der Oberfläche brodelten KI-bezogene Bedenken weiter… Es ist klar, dass der Markt dieses Thema noch nicht abgeschüttelt hat", erläuterte Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.
Der japanische Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag schwächer.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,42 Prozent tiefer bei 56.566,49 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland blieb der Shanghai Composite am Dienstag aufgrund des chinesischen Neujahrsfest weiterhin geschlossen. Er schloss zuletzt mit einem Minus von 1,26 Prozent bei 4.082,07 Zählern.
Der Hang Seng ging unterdessen 0,52 Prozent stärker bei 26.705,94 Punkten aus dem Handel. Auch hier fand am Dienstag feiertagsbedingt kein Handel statt.
Zahlreiche Handelsplätze blieben aufgrund des chinesischen Neujahrs geschlossen, darunter auch die Börsen in Festlandchina, Hongkong und Seoul. Zudem fehlen richtungsweisende Signale von den US-Märkten, da der Handel an der Wall Street am Montag feiertagsbedingt pausierte. Die Stimmung wird weiterhin von der Befürchtung belastet, dass Künstliche Intelligenz (KI) Umbrüche auslösen und etablierte Geschäftsmodelle vieler Unternehmen infrage stellen könnte.
Zu den wenigen geöffneten Handelsplätzen zählte der Aktienmarkt in Tokio. Dort verlor der Nikkei 225 und steht damit erneut unter dem Eindruck der am Montag veröffentlichten schwachen Wachstumsdaten. Auch die Hochstufung japanischer Aktien auf "Overweight" durch die Analysten von Goldman Sachs sorgte nicht für Auftrieb.
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