Tesla-Aktie im Blick: Semi Truck soll laut Musk 2026 in Massenproduktion gehen

Es ist bereits Jahre her, seitdem der Tesla Semi Ende 2017 in einer spektakulären Präsentation enthüllt wurde. In Serie gefertigt wird er bislang jedoch nicht. Das soll sich 2026 aber ändern.
Werte in diesem Artikel
• Tesla Semi soll 2026 in Serie gefertigt werden
• Spezifikationen für zwei Varianten enthüllt
• Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs voraus?
Nach jahrelangen Verzögerungen, Prioritätsverschiebungen und Problemen bei der Batterieverfügbarkeit soll 2026 nun endlich das Jahr werden, in dem der Elektro-Lkw Tesla Semi in die Massenproduktion geht. Das kündigte Konzernchef Elon Musk auf seinem Kurznachrichtendienst X an, allerdings ohne beim Zeitplan konkreter zu werden.
Tesla Semi starts high volume production this year https://t.co/yZLDmkA9EP
- Elon Musk (@elonmusk) February 8, 2026
Gefertigt wird der Elektro-Sattelzug in einer eigens errichteten Produktionsanlage in Nevada, in unmittelbarer Nähe zur Gigafactory, wo auch Batteriezellen und Antriebskomponenten entstehen. Perspektivisch strebt Tesla laut "Dataconomy" eine Kapazität von 50.000 Einheiten pro Jahr an, sobald der Produktionshochlauf abgeschlossen ist. Bislang wurde der Semi Truck lediglich in kleineren Stückzahlen produziert und an Pilotkunden wie PepsiCo ausgeliefert.
Zwei Varianten des Tesla Semi geplant
Auch auf der Unternehmenswebseite kündigt Tesla an, dass die Auslieferung des Semi an Kunden in 2026 starten werde. Zusätzlich sind dort auch konkrete Spezifikationen zu finden. Demzufolge wird der Semi in zwei Varianten angeboten: einer Standard-Range-Version mit einer Reichweite von rund 325 Meilen (etwa 523 Kilometer) und einer Long-Range-Version mit rund 500 Meilen (etwa 805 Kilometer).
Angetrieben wird der E-Lkw in beiden Versionen von drei unabhängigen Elektromotoren an den Hinterachsen. Die maximale Antriebsleistung wird mit rund 800 Kilowatt angegeben, was rund 1.088 PS entspricht. Für einen 40-Tonner sind das Werte, die nicht nur im Elektrosegment, sondern auch im Vergleich zu konventionellen Dieselzugmaschinen beeindrucken. So verfügt ein typischer Sattelzug im europäischen Fernverkehr laut "Deutsche Verkehrs-Zeitung" im Schnitt über eine Motorleistung von 450 bis 500 PS.
Den Energieverbrauch des Semi beziffert Tesla auf etwa 1,7 Kilowattstunden pro Meile unter Last, zur genauen Batteriekapazität äußert sich der E-Autobauer aber nicht. Der E-Lkw ist jedoch für das sogenannte Megawatt Charging System (MCS) ausgelegt und soll in der Long-Range-Variante Ladeleistungen von bis zu 1,2 Megawatt erreichen können. Bei beiden Versionen lassen sich jedoch laut Unternehmensangaben innerhalb von rund 30 Minuten bis zu 60 Prozent der Batteriekapazität nachladen.
Trotz des angekündigten Starts der Massenfertigung hat Tesla auf seiner Webseite noch keine Preise für den Tesla Semi kommuniziert. Laut "electrek" geht jedoch aus einem Kundenangebot hervor, dass die Long-Range-Variante 290.000 US-Dollar kosten soll - vor Überführungskosten und Steuern. Die Standardversion soll bei rund 260.000 US-Dollar liegen. Bei der ursprünglichen Ankündigung des E-Truck im Jahr 2017 hatte Tesla noch einen Preis von rund 200.000 US-Dollar in Aussicht gestellt, es hatte danach jedoch immer wieder Berichte gegeben, dass der Semi deutlich teurer werden würde. Teilweise war im vergangenen Jahr sogar von einem Stückpreis von von circa 417.000 US-Dollar die Rede.
Für Flottenbetreiber sind allerdings letztlich die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) entscheidend. Tesla argumentiert hier mit geringeren Energiekosten, reduzierten Wartungsaufwendungen und potenziell längerer Lebensdauer des Antriebsstrangs.
Exactly https://t.co/IKktDIh6CL
- Elon Musk (@elonmusk) February 8, 2026
In Kombination mit steigenden CO2-Abgaben, strengeren Emissionsvorschriften und Förderprogrammen für emissionsfreie Nutzfahrzeuge könnte der Semi somit trotz des höheren Preises für Unternehmen wirtschaftlich attraktiv sein - insbesondere auf festen Routen mit planbarer Ladeinfrastruktur.
Strategische Bedeutung für Tesla
Für Tesla ist der Semi mehr als nur ein weiteres Modell. Er steht exemplarisch für die Ambition, nicht nur den Pkw-Markt, sondern auch den Schwerlastverkehr zu elektrifizieren. Gelingt der Produktionshochlauf nun endlich, würde Tesla in ein Segment vorstoßen, das bislang von etablierten Herstellern wie Daimler Truck, Volvo oder Scania dominiert wird.
Noch muss sich jedoch zeigen, ob Tesla den aktuellen Zeitplan tatsächlich einhalten wird, immerhin hat der E-Autobauer eine lange Historie gebrochener Versprechen - und zwar auch beim Semi. So sollte die Serienfertigung hier laut der ursprüngliche Ankündigung eigentlich bereits im Jahr 2019 beginnen. Für geduldige Anleger, die aufgrund der allerersten Semi-Ankündigung auf die Tesla-Aktie setzten und bislang auf die Massenproduktion warteten, gibt es jedoch ein dickes Trostpflaster: So hat sich die Tesla-Aktie seit der ersten Präsentation des Semi am 16. November 2017 um rund 1.904 Prozent verteuert (Stand: Schlusskurs vom 13. Februar 2026).
Redaktion finanzen.net
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