Hapag-Lloyd-Aktie leichter: Reederei verhandelt über Übernahme von Zim

Der Hamburger Containerkonzern führt fortgeschrittene Gespräche über den Erwerb des israelischen Wettbewerbers Zim.
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Die nach Transportmenge größte deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd will einen israelischen Wettbewerber übernehmen. Der Vorstand von Hapag-Lloyd führe fortgeschrittene Verhandlungen über einen möglichen Erwerb sämtlicher Anteile an der Zim Integrated Shipping Services Limited, teilte das Unternehmen mit.
Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es weiter. Erforderliche Zustimmungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft und der zu beteiligenden Gremien der Vertragspartner stünden noch aus. Zudem sei die Freigabe des Staates Israel aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von Zim erforderlich. Wie teuer ein solcher Erwerb sein könnte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
Hapag-Lloyd hatte im Geschäftsjahr 2025 auch wegen gesunkener Preise einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag demnach vorläufig bei einer Milliarde Euro. 2024 hatte der Wert noch bei 2,6 Milliarden Euro gelegen.
Zim ist eine international tätige israelische Reederei mit einer eigenen Flotte von Containerschiffen. Der Hauptsitz befindet sich in der israelischen Hafenstadt Haifa. Seit 2021 ist Zim an der New Yorker Börse notiert. Das Unternehmen unterhält ein weltweites Netzwerk von Seerouten.
So reagiert die Hapag-Lloyd-Aktie
Die Aktien von Hapag-Lloyd haben ihre Gewinne vom Freitag zu Wochenbeginn angesichts der Übernahmegespräche mit dem israelischen Wettbewerber Zim Integrated Shipping Services (ZIM) fast wieder abgegeben. Hapag-Lloyd will die israelische Reederei übernehmen - gemeinsam mit einem israelischen Investor.
Die Papiere der Hamburger rutschten um 2,7 Prozent ab und landeten damit wieder unter ihrer 100-Tage-Linie.
Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden, hieß es in der Mitteilung der Hamburger vom Sonntagvormittag. Erforderliche Zustimmungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft und der zu beteiligenden Gremien der Vertragspartner stünden noch aus. Zudem sei die Freigabe des Staates Israel aufgrund von Sonderrechten in der Satzung von ZIM erforderlich. Verpflichtungen aus diesen Sonderrechten soll der FIMI Opportunity Funds, ein israelischer Finanzinvestor, übernehmen. Mit ihm seien die Verhandlungen weit fortgeschritten. Wie teuer der Deal Hapag kommen könnte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
Laut JPMorgan-Analystin Alexia Dogani passt die Meldung zur strategischen Prüfung aller Optionen, die ZIM im vergangenen November avisiert hatte. Mit einer Branchenkonsolidierung hat sie zwar gerechnet, ist allerdings überrascht, dass sie offenbar bereits auf dem aktuell übertriebenen Bewertungsniveau einsetzt. Das untermauere die starke Finanzlage der Akteure. Ein Vorstoß sei zudem wohl weniger gut zu rechtfertigen, wenn die Branchenkonjunktur erst einmal abgeebbt sei. Aufgrund ihrer skeptischen Bewertung der Branchenaussichten sieht sie das Wertschöpfungspotenzial eines Hapag-ZIM-Deals aber eher kritisch.
Zuletzt waren die Hapag-Lloyd-Aktien auf Schaukelkurs um ihre 100-Tage-Linie. Nach ihrem Kurseinbruch zwischen Mai 2022 und Ende 2024 befinden sie sich weiter in einem Bodenbildungsversuch.
/le/DP/zb
HAMBURG (dpa-AFX)
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