Quantencomputer vs. Bitcoin: Warum ein Top-Analyst jetzt Alarm schlägt

Bitcoin in Gefahr? Experten warnen vor möglichen Risiken von Quantenangriffen, die in Zukunft erhebliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Markt haben könnten.
Werte in diesem Artikel
• Jefferies-Analyst Christopher Wood streicht gesamte Bitcoin-Allokation seines Modellportfolios
• Experten warnen, dass ein erheblicher Teil des Bitcoin-Bestands durch Quantenbedrohungen betroffen sein könnte
• Die Branche reagiert weltweit auf mögliche Gefahren von Quantencomputing
Christopher Wood, globaler Leiter der Aktienstrategie bei der Investmentbank Jefferies, hat eine vielbeachtete Anpassung in seinem Modellportfolio vorgenommen.
Bitpanda ist der BaFin-lizenzierte Krypto-Broker aus Österreich und offizieller Krypto-Partner des FC Bayern München. Erstellen Sie Ihr Konto mit nur wenigen Klicks und profitieren Sie von 0% Ein- und Auszahlungsgebühren.
Wood reagiert auf Quantenrisiken: Bitcoin raus, Gold rein
The Block zufolge hat Christopher Wood den gesamten Bitcoin-Anteil seines "GREED & fear"-Modellportfolios gestrichen. Die bisherige 10-Prozent-Beteiligung wurde jeweils zur Hälfte in physisches Gold und Aktien von Goldminen umgeschichtet, wie aus einer mit The Block geteilten Mitteilung hervorgeht. Wood begründete den Schritt mit der zunehmenden theoretischen Bedrohung durch Quantencomputer für die Sicherheit von Bitcoin, heißt es weiter.
Quantencomputing eröffnet zwar neue Möglichkeiten, Probleme effizienter zu bearbeiten und Berechnungen deutlich schneller durchzuführen als herkömmliche Supercomputer - könnte dadurch aber auch die Sicherheit der Kryptowährung gefährden. Laut dem Bericht von The Block, der sich auf Woods "GREED & fear"-Newsletter stützt, schätzt der Jefferies-Analyst, dass die Quantenproblematik den Bitcoin-Preis kurzfristig wohl kaum beeinflussen werde. Dennoch erscheine das Konzept von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel in einem langfristigen Pensionsportfolio weniger solide.
Quantencomputing gefährdet Bitcoin-Stabilität
Bereits früh erkannte Wood das Potenzial von Bitcoin: Während der Pandemie nahm er die Kryptowährung als digitale Alternative zu Gold in sein Modellportfolio auf, heißt es in dem Bericht weiter. Grundlage seiner Entscheidung war demnach das feste Angebotslimit von Bitcoin - der letzte Coin soll voraussichtlich erst im Jahr 2140 geschürft werden - was dem Asset langfristige Stabilität verleihen sollte. Doch inzwischen wird diese Annahme zunehmend infrage gestellt: Wood verweist dabei auf eine Studie von Chaincode Labs aus Mai 2025, die von den Forschern Anthony Milton und Clara Shikhelman durchgeführt wurde. Laut der Studie könnten zwischen 4 und 10 Millionen Bitcoin - also bis zu 50 Prozent des Umlaufbestandes - durch Quantencomputer gefährdet sein. Besonders anfällig seien Wallets von Krypto-Börsen und Institutionen, da hier Adressen oft mehrfach verwendet werden.
Quantencomputing-Bedrohung: Schneller als erwartet?
Die Debatte um Quantencomputing in der Krypto-Welt nimmt zunehmend an Fahrt auf: Durch die Entwicklung des Quantenchip "Majorana 1" von Microsoft könnte der sogenannte "Q-Day" - der Tag, an dem Quantencomputer in der Lage sind, aktuelle Verschlüsselungen zu knacken - möglicherweise früher eintreffen als ursprünglich erwartet. Laut Unternehmensangaben stellt der "Majorana 1" einen technologischen Durchbruch in der Quantencomputer-Technologie dar, indem er mit einem topologischen Kern auf einem einzigen Chip bis zu eine Million Qubits vereint.
Auch David Duong, Leiter der Investmentforschung bei Coinbase Global, warnte in einem LinkedIn-Post vom 6. Januar 2026, dass die Bedrohung für Bitcoin schneller Realität werden könnte, als bislang angenommen.
Duong zufolge könnten Quantencomputer Bitcoin gefährden, indem sie private Schlüssel knacken oder das Mining effizienter machen. Zusätzlich warnte er davor, dass ab Block 900.000 bis zu einem Drittel des Bitcoin-Bestands besonders anfällig für Angriffe sein könnte. Besonders betroffen seien demnach Bitcoin-Bestände in wiederverwendeten Adressen. Trotz der aktuell geringen Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs mache diese Gefahr, laut Duong, die Einführung quantensicherer Signaturen notwendig. Aus seinem Post geht zusätzlich hervor, dass auch BlackRock in einem überarbeiteten Informationsdokument für seinen iShares Bitcoin Trust ETF auf die potenziellen Risiken durch Quantencomputing hingewiesen habe. Gleichzeitig bereiten US-amerikanische und EU-Behörden kritische Infrastrukturen darauf vor, bis 2035 auf quantenresistente Verschlüsselungen umzusteigen, so Duong weiter.
Die Entwicklungen zeigen: Quantencomputing rückt immer mehr in den Fokus der Krypto-Welt und wirft Fragen zur Sicherheit digitaler Werte auf - ein Thema, das Investoren und Entwickler zunehmend beschäftigt.
Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Übrigens: BlackRock und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf BlackRock
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BlackRock
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere News
Bildquellen: tungtaechit / Shutterstock, Useacoin / Shutterstock.com
Nachrichten zu Microsoft Corp.
Analysen zu Microsoft Corp.
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.03.2026 | Microsoft Buy | UBS AG | |
| 11.03.2026 | Microsoft Outperform | RBC Capital Markets | |
| 10.03.2026 | Microsoft Overweight | Barclays Capital | |
| 06.03.2026 | Microsoft Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 07.02.2026 | Microsoft Overweight | Barclays Capital |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.03.2026 | Microsoft Buy | UBS AG | |
| 11.03.2026 | Microsoft Outperform | RBC Capital Markets | |
| 10.03.2026 | Microsoft Overweight | Barclays Capital | |
| 06.03.2026 | Microsoft Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 07.02.2026 | Microsoft Overweight | Barclays Capital |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 31.05.2023 | Microsoft Neutral | UBS AG | |
| 27.04.2023 | Microsoft Neutral | UBS AG | |
| 20.04.2023 | Microsoft Neutral | UBS AG | |
| 17.03.2023 | Microsoft Neutral | UBS AG | |
| 14.03.2023 | Microsoft Neutral | UBS AG |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 03.07.2020 | Microsoft verkaufen | Credit Suisse Group | |
| 19.11.2018 | Microsoft Underperform | Jefferies & Company Inc. | |
| 26.09.2018 | Microsoft Underperform | Jefferies & Company Inc. | |
| 14.06.2018 | Microsoft Underperform | Jefferies & Company Inc. | |
| 13.06.2018 | Microsoft Underperform | Jefferies & Company Inc. |
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Microsoft Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.
Alle: Alle Empfehlungen
