DAX letztlich tiefrot - aber über 25.000 Punkten -- Wall Street schließt leichter -- Bayer profitiert von Trumps Glyphosat-Vorstoß -- Apple, Airbus, Amazon, Siemens Energy, Microsoft, SAP im Fokus
DroneShield beantragt Notierung neuer Stammaktien. Unsichere Konjunktur lässt Walmart vorsichtiger werden. Ermittlungen gegen Tesla-Werksleiter nach Strafanzeige. Zuckerberg verteidigt Meta im Prozess um Suchtpotenzial. Carvana-Zahlen enttäuschen Anleger trotz Rekordjahr. Siemens-Aktie mit Achterbahnfahrt. TUI-Vorstand setzt nach Rekordquartal auf eigene Aktie.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit Verlusten.
Der DAX gab bereits zum Handelsstart leicht nach und rutschte im weiteren Verlauf tiefer ins Minus. Dabei fiel er zeitweise auch unter die runde 25.000-Punkte-Marke. Bis zum Handelsende konnte er diese wieder zurückerobern, dennoch verabschiedete er sich mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 25.043,57 Punkten und damit deutlich schwächer in den Feierabend.
Der TecDAX eröffnete etwas höher, fiel anschließend jedoch auf rotes Terrain zurück und behielt seine negative Tendenz im Verlauf bei. Er beendete die Sitzung 0,63 Prozent tiefer bei 3.698,20 Zählern.
Am Mittwoch hatte der DAX mit einem Tageshoch von 25.315 Punkten den höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Damit rückte auch das Rekordhoch von gut 25.507 Punkten aus diesem Jahr wieder in greifbare Nähe. Nun folgte jedoch zwischenzeitlich der Rückfall unter die Marke von 25.000 Punkten.
Die geopolitischen Spannungen und die daraus resultierenden steigenden Energiepreise belasteten die Börsen. Marktteilnehmer sorgen sich, dass eine Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die LNG-Lieferketten in der Region beeinträchtigen könnte. Besonders im Fokus steht dabei die Straße von Hormus, eine zentrale Transportroute - vor allem für Lieferungen aus Katar, dem weltweit zweitgrößten Exporteur. Laut Analysten der ING verschärfen sich diese Risiken ausgerechnet in einer Phase, in der die Gasspeicher in der EU weiter schrumpfen und sich der Marke von 30 Prozent nähern.
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Die europäischen Börsen bewegten sich am Donnerstag nach unten.
Der EURO STOXX 50 startete knapp im Minus, im Verlauf fiel er allerdings deutlicher zurück. Letztlich gab er 0,72 Prozent auf 6.059,62 Punkte nach.
An den Finanzmärkten wuchs der Druck durch geopolitische Risiken und anziehende Energiepreise. Europäisches Erdgas verteuerte sich deutlich und auch Öl erreichte den höchsten Stand seit Sommer 2025. Investoren fürchten, dass eine Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran die LNG-Transporte in der Region beeinträchtigen könnte. Besonders sensibel reagierten die Märkte auf mögliche Störungen in der Straße von Hormus, über die unter anderem große Mengen aus Katar - dem zweitgrößten Exporteur weltweit - verschifft werden. Nach Einschätzung der ING-Analysten kommen diese Sorgen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sich die Gasspeicher in der EU weiter leeren und inzwischen nur noch bei etwa 30 Prozent liegen.
Auf Unternehmensseite stand erneut Bayer im Fokus. Die US-Regierung hat dem von Bayer vertriebenen Unkrautvernichter Glyphosat einen Sonderstatus eingeräumt. Donald Trump nahm die Produktion sowie den dafür notwendigen Phosphatabbau in den "Defense Production Act" auf. Damit wird die Verfügbarkeit von Glyphosat als wesentlich für Sicherheit und Unabhängigkeit der USA eingestuft - insbesondere mit Blick auf Ernährung, Industrie und Verteidigung.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Donnerstag schwächer.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung bereits tiefer und verharrte anschließend auf rotem Terrain. Er beendete den Handel 0,54 Prozent im Minus bei 49.395,16 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete ebenso mit moderaten Abgaben und gab auch anschließend nach. Sein Schlussstand: 22.682,73 Punkte (-0,31 Prozent).
Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten sowie nachlassender Schwung bei Technologiewerten setzten der Wall Street am Donnerstag zu. Die Vereinigten Staaten verlegen derzeit umfangreiche Luftstreitkräfte in die Region und verfügen dort damit über die größte militärische Präsenz seit dem Irakkrieg 2003. Washington zeigt sich grundsätzlich bereit zu einem Vorgehen gegen den Iran, auch wenn Präsident Donald Trump bislang keine Entscheidung über mögliche Militärschläge getroffen hat. Mit der Truppenverlegung erhöht die US-Regierung den Druck auf Teheran im Rahmen der laufenden Gespräche über das Atomprogramm und Fragen der Abrüstung.
Der japanische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag erneut mit Gewinnen.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,57 Prozent stärker bei 57.467,83 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland blieb der Shanghai Composite am Donnerstag aufgrund des chinesischen Neujahrsfest weiterhin geschlossen. Er schloss zuletzt mit einem Minus von 1,26 Prozent bei 4.082,07 Zählern.
Der Hang Seng ging zuletzt 0,52 Prozent stärker bei 26.705,94 Punkten aus dem Handel. Auch hier fand am Donnerstag feiertagsbedingt kein Handel statt.
An den Börsen in Ostasien überwogen am Donnerstag die Kursgewinne. An der Spitze der regionalen Märkte standen Technologiewerte, die damit der Erholung ihrer US-Pendants folgten. In Hongkong sowie auf dem chinesischen Festland blieb der Handel unterdessen aufgrund der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest weiterhin ausgesetzt.
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