Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Atempause nach Kurssprung um zwei Prozent

19.02.26 07:55 Uhr

Goldpreis: Was kommt nach dem Kurssprung? | finanzen.net

Bei dünnem Handel zeigte sich der Goldpreis im frühen Donnerstagshandel kaum verändert, nachdem er am Vortag um mehr als 2 Prozent gestiegen war.

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von Jörg Bernhard

Die geringe Liquidität ist vor allem auf die feiertagsbedingte Abstinenz asiatischer Investoren zurückzuführen. Die Börsen in Festlandchina, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea blieben wegen der Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr weiterhin geschlossen. Das am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank zeigte, dass die Entscheidungsträger nahezu einhellig dafür waren, die Zinsen bei ihrer Sitzung unverändert zu lassen. Hinsichtlich der nächsten Schritte herrschte jedoch Uneinigkeit: "Mehrere" Mitglieder zeigten sich offen für Zinserhöhungen, falls die Inflation hoch bleiben sollte, während andere weitere Zinssenkungen befürworten würden, sollte die Teuerung weiter nachlassen. Auf kurze Sicht dürften sich die Marktakteure nun für die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) stark interessieren. Für erhöhte Spannung sorgt aber auch der für Freitag angekündigte Januar-Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE), dem bevorzugten Inflationsindikator der Fed.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 17,00 auf 5.026,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Auf erhöhtem Niveau stabil

Der Ölpreis notierte im frühen Donnerstagshandel leicht im Plus, während die USA und der Iran versuchten, ihre Spannungen in Gesprächen über Teherans Atomprogramm zu entschärfen. Gleichzeitig verstärkten beide Seiten allerdings ihre militärischen Aktivitäten in der wichtigen ölproduzierenden Region. Derzeit sorgen sich die Investoren, dass eine Verschärfung der Spannungen den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus beeinträchtigen könnte, schließlich werden durch diese Meerenge rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs transportiert. Da der am Mittwochabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute ein unerwartetes Lagerminus in Höhe von 609.000 Barrel ausgewiesen hat, tendierte der Ölpreis leicht bergauf. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (17.00 Uhr). Analysten rechnen mit einem Anstieg der gelagerten Ölmengen um 2,3 Millionen Barrel, während bei Benzin und Destillaten Rückgänge in Höhe von 200.000 bzw. 1,6 Millionen Barrel prognostiziert werden.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,15 auf 65,34 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 70,48 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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