Hoffnung im Iran-Konflikt: Dow letztlich fester -- DAX schließt über 24.000-Punkte-Marke -- Heideldruck profitiert von Drohnen-Fantasie -- JPMorgan, Citi, Intel, Tesla, SAP, Rüstungsaktien im Fokus
Novo Nordisk und OpenAI kooperieren. Gerüchte um Fusion von US-Airlines. KI-Hype treibt EVOTEC. BMW mit Absatzrückgang. Amazon vor Globalstar-Übernahme. Lufthansa-Kabinenpersonal folgt Piloten in den Streik. LVMH: Iran-Krieg belastet Luxus-Geschäft. Nemetschek: Build-Sparte mit HCSS-Übernahme gestärkt.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am zweiten Handelstag der Woche fester.
Der DAX legte nach einem freundlichen Auftakt weiter zu und übersprang wieder die Marke von 24.000 Punkten. Schlussendlich stand ein Plus von 1,27 Prozent bei 24.044,22 Punkten an der Kurstafel.
Auch beim TecDAX dominierten nach einem positiven Start im weiteren Verlauf die Käufer. Am Abend schloss er 1,10 Prozent höher bei 3.548,27 Punkten.
Anleger am deutschen Aktienmarkt setzen auf eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran. Trotz des vorläufigen Stillstands der Verhandlungen am vergangenen Sonntag kursieren Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump zu weiteren Gesprächen bereit sei. Laut US-Medienberichten habe Teheran bereits am Vortag Kontakt zu Washington aufgenommen, obwohl die Blockade der Straße von Hormus durch die USA am Montag planmäßig begonnen hat. Diese Signale einer möglichen Entspannung sorgten bereits an den asiatischen Handelsplätzen für eine positive Stimmung und führten dazu, dass die Ölpreise wieder unter die Marke von 100 Dollar fielen.
Analysten der Commerzbank merkten hierzu an, dass die Märkte derzeit eine Einigung noch vor Ablauf der einwöchigen Waffenruhe antizipieren. Dennoch warnten die Experten vor zu großem Optimismus, da die inhaltlichen Differenzen zwischen den beiden Parteien weiterhin als sehr tiefgreifend eingeschätzt werden.
Zudem wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche beginnen. Israel strebt laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an.
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Die europäischen Aktienmärkte legten am Dienstag deutlich zu.
Der EURO STOXX 50 war mit einem kleinen Gewinn gestartet und baute diesen im Anschluss kräftig aus. Letztlich beendete er den Handel 1,35 Prozent Prozent stärker bei 5.984,51 Punkten.
Stützend wirkte die Hoffnung auf eine diplomatische Beilegung des Nahostkonflikts. Zuversicht lösten insbesondere Äußerungen von US-Präsident Donald Trump aus, der am Vorabend erklärt hatte, dass von relevanter Seite Kontakt aufgenommen wurde, um ein Abkommen auszuhandeln. Dass der Waffenstillstand bislang Bestand hat und sich die US-Blockade in der Straße von Hormus gezielt auf iranische Schiffe und Häfen beschränkt, wird von den Marktteilnehmern als Zeichen der Verhältnismäßigkeit gewertet.
Ein zusätzliches Entspannungssignal lieferte der Ölmarkt, wo der Ölpreis für ein Fass der Sorte Brent am Morgen wieder unter die Marke von 100 Dollar gesunken ist. Parallel dazu rückte die Unternehmensberichterstattung stärker in den Fokus der Anleger.
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An der Wall Street griffen die Anleger am Dienstag zu.
Der Dow Jones vergrößerte sein anfängliches Plus und schloss 0,66 Prozent höher bei 48.535,81 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite verbesserte sich im Handelsverlauf und ging 1,18 Prozent stärker bei 6.967,38 Zählern in den Feierabend.
Stützend wirkte dabei die Hoffnung, dass die am Wochenende abgebrochenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wiederaufgenommen werden. Die Ölpreise, die nach dem Abbruch der Verhandlungen kräftig zugelegt hatten, fielen wieder unter die Marke von 100 Dollar je Barrel.
Im Zentrum des Interesses standen zudem die Großbanken nach den vorbörslich veröffentlichten Quartalsbilanzen von JPMorgan, der Citigroup und Wells Fargo.
An den Börsen in Asien waren am zweiten Handelstag der Woche mehrheitlich Gewinne zu sehen.
In Tokio gewann der Nikkei 225 2,43 Prozent auf 57.877,39 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland legte daneben der Shanghai Composite 0,95 Prozent auf 4.026,63 Zähler zu.
Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng verzeichnete Aufschläge von 0,82 Prozent auf 25.872,32 Punkte.
Der KOSPI erreichte im Handelsverlauf in Südkorea bei 6.026,52 Zählern sogar ein neues Rekordhoch, zuletzt ging es um 2,74 Prozent auf 5.967,74 Punkte nach oben.
Die ostasiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Dienstag freundlich und folgten damit den positiven Impulsen der Wall Street. Trotz geopolitischer Spannungen zwischen den USA und dem Iran sorgten diplomatische Signale und sinkende Rohölpreise für Zuversicht bei den Anlegern.
Obwohl die Friedensgespräche in Islamabad vorerst unterbrochen wurden, betonte US-Präsident Vance, dass ein Abkommen mit Teheran weiterhin im Bereich des Möglichen liege. Diese Nachricht beruhigte die Märkte, nachdem die USA zuvor Sanktionen zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus eingeleitet hatten.
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