Hoffnung auf Iran-Lösung: DAX schließt fester -- Wall Street letztlich höher -- Netflix-Zahlen überzeugen -- AIXTRON, Him & Hers, Daikin, Quantenaktien, TSMC, SAP, Gerresheimer, Tesla im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Donnerstag höher.
Der DAX konnte seine anfänglich moderaten Gewinne zunächst deutlich vergrößern, bevor er sie wieder eingrenzte. Somit schloss er am Abend mit einem moderaten Zuwachs von 0,36 Prozent bei 24.154,47 Punkten.
Der TecDAX entwickelte sich besser: Nach einem positiven Start ging es weiter aufwärts, so dass er 1,40 Prozent stärker bei 3.653,06 Zählern in den Feierabend ging.
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sah die Triebfeder der Märkte vor allem in der Geopolitik: "Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien". Die neuen Bestmarken an der Wall Street wertete er als Zeichen dafür, dass "der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist".
Altmann mahnte jedoch zur Vorsicht, da die aktuellen Bewertungen in New York "eine gehörige Portion Optimismus" hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts widerspiegelten. Ein potenzieller Friedensschluss sei lediglich der "Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten".
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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Donnerstag seitwärts.
Nach einer stabilen Eröffnung konnte der EURO STOXX 50 im weiteren Verlauf vorübergehend klar auf grünes Terrain klettern, bevor er wieder an die Nulllinie zurückfiel. Schlussendlich beendete er den Handelstag mit einem geringfügigen Minus von 0,12 Prozent bei 5.933,28 Punkten.
Anleger honorierten zunächst, dass sich die Anzeichen für eine diplomatische Annäherung im Nahen Osten verdichten. Neben einer möglichen zweiwöchigen Verlängerung der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran sorgen Berichte über direkte Gespräche zwischen den Staatsführungen Israels und des Libanon für Optimismus. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass beide Seiten am Donnerstag über einen Waffenstillstand beraten werden, was die ranghöchsten Verhandlungen dieser Art seit Jahrzehnten darstellen würde. Am Nachmittag belastete dann aber eine zurückhaltende Wall Street die Stimmung in Europa.
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Anleger an der Wall Street trauten sich erst im Späthandel am Donnerstag etwas aus ihrer Deckung.
Entsprechend Dow Jones hielt sich das Barometer nach etwas höherer Eröffnung lange nahe der Nulllinie auf. Im Späthandel ging es dann moderat nach oben. Sein Schlussstand: 48.578,54 Punkte (+0,24%).
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung etwas höher und verharrte dann zwischen Gewinnen und Verlusten. Letztlich legte auch er zu und verabschiedete sich 0,36 Prozent fester bei 24.102,70 Punkten aus dem Handel.
Die US-Börsen haben nach dem starken Vortag weiter zugelegt und sich auch von steigenden Ölpreisen nur leicht bremsen lassen. Für Rückenwind sorgten vor allem Signale im Iran-Konflikt: US-Präsident Donald Trump zeigte sich optimistisch und stellte eine baldige Einigung in Aussicht. Zudem schloss er eine Verlängerung der aktuellen Waffenruhe nicht aus, sollte dies für weitere Verhandlungen nötig sein.
Zentrale Hürden wie die Straße von Hormus und das Atomprogramm blieben dennoch bestehen. Entsprechend reagierten die Märkte sensibel auf geopolitische Signale. "Die Märkte handeln weiterhin auf der Grundlage des Optimismus, dass der Konflikt letztendlich in Wochen beigelegt wird", so Deutsche Bank Research laut dpa-AFX.
Daneben gab erneut die Berichtssaison den Takt vor.
An den Börsen in Asien ging der Aufwärtstrend am Donnerstag weiter.
In Tokio legte der Nikkei 225 bis zum Handelsende um 2,38 Prozent auf 59.518,34 Punkte zu, bei 59.688,10 wurde ein neues Rekordhoch erreicht.
Auf dem chinesischen Festland ging es ebenfalls nach oben: der Shanghai Composite gewann zuletzt 0,70 Prozent auf 4.055,55 Indexpunkte.
Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng legte bis Handelsende 1,72 Prozent auf 26.394,26 Einheiten zu.
Diese Aufwärtsbewegung wurde maßgeblich von den Rekordvorgaben der Wall Street sowie überraschend starken Wachstumszahlen aus China getragen. In Japan profitierten vor allem Technologie- und Chipwerte vom anhaltenden KI-Boom.
Parallel dazu stabilisierte die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Konflikt zwischen den USA und dem Iran die globale Risikobereitschaft, was Sorgen vor Versorgungsengpässen und Inflation dämpfte. Trotz dieser diplomatischen Bemühungen bleibt die geopolitische Lage jedoch angespannt, da Washington zeitgleich eine umfassende Seeblockade gegen iranische Häfen verhängt und massive Marineverbände in der Region um die Straße von Hormus positioniert hat. Anleger bewerten nun das Zusammenspiel aus robusten Unternehmensgewinnen und den logistischen Risiken dieser militärischen Spannungen.
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