Nach Kursrückgang: Jefferies setzt auf diese wenig beachteten KI-Aktien - und lässt NVIDIA außen vor

KI-Ängste haben Tech- und KI-Werte stark unter Druck gesetzt. Doch Jefferies sieht genau darin eine Kaufchance - insbesondere bei diesen Aktien.
Werte in diesem Artikel
• KI-Ängste drücken Tech- und Internetaktien
• Jefferies sieht überzogene Bewertungskorrektur
• Experte erklärt: KI entwickelt sich zum langfristigen Wachstumstreiber
Der KI-Boom sorgt weiter für massive Verschiebungen an den Aktienmärkten. Während viele Anleger in der Angst vor einer möglichen Disintermediation durch künstliche Intelligenz zuletzt Gewinne mitnahmen, sieht die Investmentbank Jefferies gerade darin eine Chance.
Vom Risiko zum Rückenwind? Jefferies sieht übertriebene KI-Ängste
Laut einer Analyse der Investmentbank Jefferies, auf die sich investing.com beruft, haben die Sorgen rund um künstliche Intelligenz die Bewertungen im Internetsektor deutlich unter Druck gesetzt. Internetaktien sind dadurch im laufenden Jahr um rund 30 Prozent gefallen und notieren inzwischen mit einem "Rekordabschlag von 30 Prozent gegenüber dem S&P 500". Gleichzeitig liegen die Bewertungsmultiplikatoren "70 Prozent unter ihren Höchstständen von 2022", wie die Experten gemäß investing.com schreiben.
Analyst John Colantuoni bewertet diese Entwicklung jedoch als überzogen optimistisch für Bären. "Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass das Internet sich zu einem KI-Begünstigten entwickelt und den jüngsten Ausverkauf in eine Kaufgelegenheit verwandelt", heißt es.
Jefferies verweist dabei unter anderem auf strategische Anpassungen großer Tech-Akteure: OpenAI ziehe sich teilweise von stark verbraucherorientierten Produktstrategien zurück, während Google weiterhin auf seine Rolle als Traffic-Vermittler setze. Für die Analysten ist das ein Signal, dass etablierte Internetplattformen nicht verdrängt, sondern gestärkt aus der KI-Transformation hervorgehen könnten.
Diese KI-Aktien hebt Jefferies hervor
Besonders konkret wird Jefferies bei einzelnen Aktien. So wurde die Expedia Group auf "Buy" hochgestuft. Als Begründung wird gemäß investing.com ein "unterschätzter EPS-Algorithmus" genannt. Das Unternehmen könne laut Prognose über drei Jahre hinweg ein Gewinnwachstum von mehr als 20 Prozent erzielen, unterstützt durch starkes Wachstum bei Hotelbuchungen, steigende Margen und Aktienrückkäufe. Trotz dieser Perspektiven liege das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis rund "40 Prozent unter dem Internet-Durchschnitt".
Auch Instacart sieht Jefferies positiv. Das Unternehmen verfüge über "unterschätzte Wachstumstreiber" und könne über mindestens fünf Jahre ein mittleres zweistelliges Gewinnwachstum erreichen, wie investing.com weiter berichtet. Treiber seien steigendes Transaktionsvolumen, neue Partnerschaften, Unternehmenskunden sowie internationale Expansion. Die Bewertung liege laut Analyse rund 25 Prozent unter dem Branchenschnitt - "nahe einem Allzeittief", obwohl das Wachstum wieder anzieht.
KI-Infrastruktur bleibt Schlüsselthema - NVIDIA weiter im Fokus?
Die Einordnung von Jefferies unterstreicht damit ein breiteres Bild: KI ist den Experten zufolge nicht nur ein Risiko für bestehende Geschäftsmodelle, sondern zunehmend ein Wachstumstreiber für das gesamte digitale Ökosystem - von Halbleitern über Cloud-Anbieter bis hin zu Online-Plattformen. Jefferies sieht in der aktuellen Marktschwäche daher keine Gefahr, sondern eine Einstiegsgelegenheit. Vor allem im Internetsektor seien die Bewertungen inzwischen überzogen niedrig. Gleichzeitig bleibt das KI-Thema - mit NVIDIA als zentralem Profiteur - der strukturelle Wachstumstreiber, der langfristig für neue Gewinner an den Märkten sorgen könnte.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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