Israel will mit Libanon verhandeln: US-Börsen letztlich im Plus -- DAX schließt tiefer -- Straße von Hormus im Blick -- D-Wave, Rüstungsaktien, Broadcom, Siemens Energy, Ölaktien, TUI im Fokus
Meta-Aktie gefragt: Neues KI-Modell und Milliarden-Deal mit CoreWeave. Gerresheimer-Aktie muss SDAX verlassen. Henkel-Chef Knobel soll in Deutsche-Bank-AR einziehen. Flugbegleiter der Lufthansa streiken am Freitag. UBS schraubt Kursziel für BMW zurück. Mutares kauft bei Magna zu. VW: Cupra Raval führt neue Stromer-Welle an. Mercedes-Benz: Erneutes Verkaufsminus in Fernost. Tesla verzeichnet positive Absatzzahlen in Deutschland.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt sank nach der gestrigen Erholungsrally wieder.
Der DAX verlor zur Startglocke nur leicht, bewegte sich auch anschließend jedoch klar unterhalb der Nulllinie. Er verabschiedete sich letztlich 1,14 Prozent schwächer bei 23.806,99 Punkten.
Der TecDAX startete ebenso tiefer in den Tag und verzeichnete im weiteren Verlauf ebenfalls Verluste. Er ging 2,42 Prozent schwächer bei 3.508,62 Zählern aus dem Handel.
Nach der kräftigen Erholung zur Wochenmitte geriet der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag bereits wieder ins Stocken. Angesichts erneut anziehender Ölpreise agierten Investoren zunehmend defensiv. Der DAX verlor damit auch die erst gestern zurückeroberte 24.000-Punkte-Marke wieder aus den Augen.
Hintergrund der erneuten Verunsicherung war die fragile diplomatische Lage: Nach schweren israelischen Luftangriffen im Libanon drohte Teheran mit einem Ende der erst kürzlich vereinbarten Waffenruhe. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi stellte die USA via X vor ein Ultimatum und forderte eine klare Entscheidung zwischen einer echten Feuerpause oder der Fortsetzung des Konflikts durch Israel. Da die Ölpreise weiterhin als zentraler Indikator für Inflations- und Konjunkturrisiken fungieren, dämpft diese neuerliche Eskalation die Risikofreude der Anleger spürbar.minderte.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die europäischen Aktienmärkte begaben sich am Donnerstag auf negatives Terrain.
Der EURO STOXX 50 eröffnete die Sitzung minimal im Minus. Im weiteren Verlauf verharrte er in der roten Zone. Sein Schlussstand: 5.896,29 Punkte (-0,29 Prozent).
An den europäischen Börsen spielte sich am Donnerstag ein vorsichtiger Handelsverlauf ab, da die erst kürzlich vereinbarte Waffenruhe im Iran-Konflikt zunehmend Risse zeigt. Nach erneuten israelischen Luftangriffen auf Beirut und den Südlibanon wurde der strategisch wichtige Öltanker-Verkehr laut iranischen Berichten wieder eingestellt, woraufhin US-Präsident Trump umgehend mit der Wiederaufnahme militärischer Schläge drohte. Diese geopolitische Instabilität dämpft die Euphorie der vorangegangenen weltweiten Hausse spürbar.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen drehten am Donnerstag im Handelsverlauf in die Gewinnzone.
Der Dow Jones verlor anfänglich leicht, konnte im Anschluss jedoch Aufschläge verzeichnen. Sein Schlussstand: 48.185,80 Punkte (+0,58 Prozent).
Der NASDAQ Composite eröffnete dagegen kaum bewegt und gab im Anschluss leicht nach. Auch er verbuchte im weiteren Verlauf Gewinne und beendete den Handel 0,83 Prozent stärker bei 22.822,42 Punkten.
Nach anfänglichen Kursverlusten, die auf Zweifel an der Stabilität des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen waren, drehte die Wall Street im Verlauf des Donnerstags ins Plus. Marktteilnehmer beschrieben die Einigung zwar als unsicher, sehen jedoch zugleich ermutigende Anzeichen. Aus den Golfstaaten wurde seit fast 24 Stunden kein Raketen- oder Drohnenbeschuss aus Teheran gemeldet, was als Hinweis darauf gewertet wurde, dass die Waffenruhe zunehmend Wirkung zeigt. Zudem berichteten Medien, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bereit sein soll, Gespräche mit dem Libanon aufzunehmen. Zuvor hatten anhaltende israelische Angriffe auf Positionen der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon das Waffenstillstandsabkommen beinahe gefährdet.
Laut Reza Amiri Moghadam, dem iranischen Botschafter in Pakistan, wollen iranische Unterhändler nach Pakistan reisen, um "ernsthafte Gespräche" mit den USA aufzunehmen. Zuvor hatte Teheran laut Wall Street Journal über Vermittler signalisiert, dass eine Teilnahme an den Verhandlungen von einer Waffenruhe im Libanon abhänge.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstag mit einem Rücksetzer.
In Tokio verlor der Nikkei 225 schlussendlich 0,73 Prozent auf 55.895,32 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite letztlich 0,72 Prozent tiefer bei 3.966,17 Punkten.
Der Hang Seng fiel in Hongkong um 0,54 Prozent auf 25.752,40 Zähler.
Nach der euphorischen Rally des Vortages kehrte am Donnerstag Ernüchterung an den ostasiatischen Börsen ein. Die Kurse gaben leicht nach, da sich unter den Marktteilnehmern Skepsis hinsichtlich der Stabilität der vereinbarten Waffenruhe breitmachte. Die zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran wirkt zunehmend brüchig, da aus der Region weiterhin vereinzelte Angriffe gemeldet werden.
Besonders kritisch wird die Lage an der strategisch wichtigen Straße von Hormus bewertet: Entgegen den zentralen Bedingungen der Vereinbarung bleibt die Meerenge weitgehend blockiert. Berichten zufolge wurde der Schiffsverkehr für Öltanker erneut eingestellt, was mit fortgesetzten und sogar ausgeweiteten israelischen Angriffen im Libanon begründet wird. Da der Iran fordert, den Libanon zwingend in die Waffenruhe einzubeziehen - was Washington und Tel Aviv bislang ablehnen -, verschärfen sich die Spannungen wieder. Infolge dieser Unsicherheit ziehen auch die Ölpreise erneut an, nachdem sie sich bereits am Vorabend von ihren Tiefstständen erholt hatten.
Top Themen

News-Ticker
Gaspreis, Goldpreis, Ölpreis & Co aktuell
(20:43 Uhr)Warum der Euro zum Dollar etwas zulegt
(21:05 Uhr)