Cyberkriminalität

FBI warnt vor Krypto-Betrug: Milliardenverluste erschüttern Anleger in den USA

16.04.26 23:29 Uhr

FBI warnt: Krypto-Betrug kostet Anleger in den USA Milliarden | finanzen.net

Das FBI meldet neue Rekordwerte bei Cyberkriminalität in den USA mit Milliardenverlusten, wobei besonders Krypto- und KI-Betrug im Fokus stehen.

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• Cyberkriminalität verursachte 2025 in den USA-Schäden von fast 21 Milliarden US-Dollar
• Anlagebetrug und Krypto-Scams zählen zu den größten Schadensverursachern
• Täter nutzen zunehmend künstliche Intelligenz als Betrugsmasche

Anlage- und Krypto-Betrug als größte Schadensursachen

Laut einer Pressemitteilung des Federal Bureau of Investigation (FBI) vom 06. April 2026 vermittelt der Internet Crime Report 2025 ein besorgniserregendes Bild: In den USA führten cybergestützte Straftaten zu Schäden von nahezu 21 Milliarden US-Dollar. Besonders ins Gewicht fallen dabei Betrugsdelikte im Zusammenhang mit Kryptowährungen und künstlicher Intelligenz. Beim Internet Crime Complaint Center (IC3) gingen im Jahr 2025 insgesamt 1.008.597 Beschwerden ein, heißt es weiter. Im Vergleich dazu wurden im Vorjahr 859.532 Meldungen registriert, was einem Anstieg von 17,34 Prozent entspricht.

Aus rund 453.000 gemeldeten Fällen cybergestützten Betrugs resultierten Verluste von mehr als 17,7 Milliarden US-Dollar, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Den größten Anteil daran nimmt weiterhin der Anlagebetrug ein, der nahezu die Hälfte der gesamten Schadenssumme ausmacht. Besonders hoch sind zudem die Verluste im Bereich der Kryptowährungen: 181.565 Beschwerden führten zu Schäden von über 11 Milliarden US-Dollar und übertreffen damit deutlich andere Betrugsarten.

Zur Bekämpfung dieser Entwicklungen initiierte das FBI bereits im Jahr 2024 die "Operation Level Up". Ziel dieser Maßnahme sei es, potenzielle Opfer frühzeitig zu erkennen und zu benachrichtigen. Seit dem Start der Initiative konnten bereits mehr als 8.000 Betroffene erreicht und Schäden von über 500 Millionen US-Dollar verhindert werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Außerdem wurde 2026 ergänzend die "Operation Winter SHIELD" ins Leben gerufen, die konkrete Ansätze zur Verbesserung der Cybersicherheit in Unternehmen aufzeigt.

Künstliche Intelligenz als neues Werkzeug der Internetkriminalität

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, widmet sich der Bericht erstmals ausführlich dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der Internetkriminalität: Insgesamt wurden 22.364 entsprechende Beschwerden erfasst, die Schäden von nahezu 893 Millionen US-Dollar verursachten. Dabei bedienen sich Täter zunehmend komplexer Vorgehensweisen, bei denen sie unter anderem gefälschte Profile in sozialen Netzwerken einsetzen, Stimmen künstlich nachbilden, Ausweisdokumente verwenden sowie täuschend echt wirkende Videos von Prominenten oder nahestehenden Personen erzeugen. Ziel sei es, Vertrauen aufzubauen und zugleich Druck auf die Opfer auszuüben. Zu den kostenintensiven Methoden von Betrügern zählen zudem kompromittierte Unternehmens-E-Mails, Tech-Support-Betrug sowie der Diebstahl persönlicher Daten.

Das FBI empfiehlt, bei verdächtigen Anfragen bewusst innezuhalten und mögliche Warnsignale eines Betrugs zu identifizieren. Statt vorschnell zu reagieren, sollte die Situation sorgfältig geprüft werden, bevor Geld oder persönliche Daten weitergegeben werden, heißt es weiter.

Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net

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