Buffett-Schock: 5 Worte des Star-Investors die Aktienanleger nicht ignorieren sollten

Die Auftritte des Starinvestors und ehemaligen Berkshire Hathaway-CEOs Warren Buffett sind selten geworden. Umso besser hören Investoren zu, wenn der Milliardär Insights zu den Märkten gibt.
Werte in diesem Artikel
• Buffett nicht länger CEO von Berkshire Hathaway
• Apple-Investment Thema in Fernsehinterview
• Buffett hält Markt für überbewertet
Investorenlegende Warren Buffett ist seit Ende letzten Jahres nicht mehr CEO des Investment-Konglomerats Berkshire Hathaway, welches der Starinvestor innerhalb von vielen Jahrzehnten von einer einstigen Spinnerei in das milliardenschwere Investmentvehikel, das es heute ist, entwickelt hat.
Die öffentlichen Auftritte des mittlerweile 95-Jährigen sind selten geworden. Umso mehr Aufmerksamkeit schenken Anleger seinen Einblicken in die Märkte, wenn er diese äußert. So jüngst geschehen im Rahmen eines Fernsehinterviews mit CNBCs "Squawk Box" Ende März 2026.
Apple-Investment unter der Lupe
In dem Interview wurden verschiedene Dinge besprochen, besondere Aufmerksamkeit fanden die Worte Buffetts zu der weiterhin größten Beteiligung Berkshire Hathaways, nämlich die des iKonzerns Apple.
Buffett stieg erstmals im ersten Quartal 2016 bei dem Smartphonehersteller ein und baute sein Investment anschließend aus. Eine Zeit lang machte das Apple-Investment die Hälfte des gesamten Berkshire-Portfolios aus. In den letzten Quartalen trennte sich das Unternehmen immer wieder von Apple-Aktien, dennoch verblieb der iKonzern stets die größte Position im Depot.
Zum Ende des vierten Quartals 2025 hielt Berkshire immer noch 227.917.808 Apple-Aktien, die zum Stichtag einen Wert von knapp 62 Milliarden US-Dollar innehatten und 22,6 Prozent des Gesamtportfolios ausmachten.
Im jüngsten Interview gab Buffett gegenüber Becky Quick zu, Apple "zu früh verkauft zu haben", auch wenn er es "noch früher" gekauft habe. Auf Nachfrage gab er jedoch zu verstehen, dass er es auch nicht bereue sich von Apple-Aktien getrennt zu haben, da niemand voraussehen könne, wie sich ein Anteilsschein entwickeln würde. Er könne sich jedoch auch vorstellen, erneut bei dem iKonzern zuzuschlagen, wenn die Papiere auf ein attraktives Niveau fallen würden.
"Ich bin sehr froh, dass dies unsere größte Beteiligung ist", so Buffett. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Apple einen Kurs erreicht, bei dem wir eine große Menge davon kaufen würden", fügte er hinzu. "Aber nicht in diesem Markt."
Überbewertung an den Märkten
Für Bram Berkowitz von The Motley Fool stellt der letzte Zusatz einen entscheidenden Hinweis für Investoren dar, den diese nicht ignorieren sollten. So deutet Berkowitz diese Worte als Bestätigung der Befürchtungen an der Wall Street, dass der aktuelle Markt nach Ansicht von Buffett und Berkshire überbewertet sei.
Auf der anderen Seite dürfte diese Erkenntnis auch keine Riesenüberraschung sei, da Berkshire seit Jahren einen immer größer werdenden Cashberg anhäuft, der mittlerweile 370 Milliarden US-Dollar umfasst. In der Vergangenheit hatte der Starinvestor immer wieder betont, gerne am Markt zugreifen zu wollen, wenn er geeignete Investments ausmachen könnte, hatte jedoch häufig von einer Überbewertung gesprochen.
Auch der sogenannte Buffett-Indikator, so genannt, weil ihn der Börsenprofi gern zur Bewertung des Markts heranzieht, befände sich laut The Motley Fool seit Längerem auf einem Allzeithoch. Der Buffett-Indikator setzt die Marktkapitalisierung der USA mithilfe des US-Index Wilshire 5000 ins Verhältnis zum BIP des Landes. Liegt das Ergebnis über 150 Prozent liegt eine Überbewertung vor. Bei mehr als 200 Prozent gäbe es ein Crashrisiko. Jüngst lag das Verhältnis laut Berkowitz bei 211 Prozent. Seit 2013 hätte der Indikator nicht mehr unter 100 Prozent gelegen.
Zwar hat der Iran-Krieg in den letzten Wochen zu starker Volatilität an den Märkten geführt, allerdings haben sich die Börsen nach ersten Entspannungssignalen auch wieder schnell gefangen. Buffet selbst fand die jüngste Kursachterbahn nicht besonders aufregend und meinte gegenüber CNBC: "Seit ich das Ruder übernommen habe, ist der Kurs sicher dreimal um mehr als 50 % gefallen. […] Das ist nichts, worüber man sich aufregen müsste", so der Starinvestor.
Darüber hinaus hatte das Orakel von Omaha in der Vergangenheit immer wieder betont, beim Investieren einen langen Anlagehorizont zu verfolgen. Wer ohnehin lange investiert bleiben will, kann kurzfristige Schwankungen besser aussitzen, denn auf lange Sicht erholt sich der Aktienmarkt immer wieder, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.
Auch wenn Buffett die Leitung von Berkshire nun an seinen Nachfolger Greg Abel übergeben hat, kommt er weiterhin täglich ins Büro und folgt den Entwicklungen an den Märkten. Auch einzelne Investmententscheidungen trifft der Starinvestor weiterhin, nun jedoch in Absprache mit dem neuen Berkshire-CEO: "Ich werde keine [Investitionen] tätigen, die Greg für falsch hält. […] Greg bekommt jeden Tag den Bericht", so Buffett gegenüber CNBC und bezog sich dabei auf die regelmäßigen Investitionsberichte des Unternehmens.
So hätte Buffett auch erst kürzlich "einen winzigen Kauf" getätigt, verriet jedoch nicht, um welche Aktien es sich dabei handelte.
Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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