Heute im Fokus

Neue Hoffnung nach gescheiterten Iran-Gesprächen: DAX im Minus -- US-Börsen fest -- Entlastung bei Benzinpreisen kommt -- Nike, Palantir, DroneShield, TUI, VW, BioNTech, Lufthansa im Fokus

aktualisiert 13.04.26 22:01 Uhr

VERBIO-Aktie im Aufwind. Revolution Medicines meldet Durchbruch bei Krebs-Medikament. Amazon treibt Marvell-Aktie an. Goldman Sachs übertrifft Gewinnerwartungen. Deutsche Börse erwirbt Minderheitsbeteiligung an Indexanbieter MerQube. ServiceNow-Aktie durch KI-Zweifel belastet. E.ON sieht anhaltend hohe Energiepreise nach Iran-Konflikt.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt gab zum Wochenstart nach.

Der DAX konnte seinen zunächst deutlichen Verlust am Nachmittag eingrenzen und schloss letztlich 0,26 Prozent schwächer bei 23.742,44 Punkten.
Der TecDAX blieb nach einem negativen Start auch im weiteren Verlauf klar auf rotem Terrain und beendete den Handel schlussendlich 0,7 Prozent tiefer bei 3.507 Stellen.

Die vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt unter Druck gesetzt. Belastend wirkte zudem die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus.

Iranische Regierungsvertreter ziehen unteressen offenbar in Betracht, ihr Urananreicherungsprogramm einzustellen. Diese Entwicklung könnte einen Durchbruch in den festgefahrenen Beziehungen zwischen Teheran und Washington bedeuten, da die Vereinigten Staaten die Einstellung der Anreicherungsaktivitäten seit langem als zentrale Voraussetzung für eine Entspannung betrachten.

Für Montag hat das US-Militär auf Anordnung Trumps eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Gleichzeitig wurde betont, dass Schiffe ohne Bezug zu iranischen Häfen die Meerenge weiterhin passieren können. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass der Iran Gebühren für die Passage erhebt und zugleich sollen die Öleinnahmen des Landes begrenzt werden.

Zwar rechnen Anleger laut Marktbeobachtern weiterhin mit einer Rückkehr beider Seiten an den Verhandlungstisch, die geopolitischen Risiken bleiben jedoch hoch. Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades betonte, die Lage bleibe äußerst angespannt: Das zentrale Nadelöhr, die Straße von Hormus, sei weiterhin ein geopolitischer Brennpunkt. Während der Iran den Zugang kontrolliere, drohten zugleich US-Gegenmaßnahmen. Dieses Zusammenspiel berge erhebliche Risiken für die Märkte. In der Folge zogen auch die Ölpreise infolge der Entwicklungen im Nahen Osten deutlich an, was erneut Inflations- und Konjunktursorgen an den Finanzmärkten schürte.

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