Dow schließt schwächer -- DAX letztlich unter 24.000-Punkte-Marke -- Autozölle belasten VW & Co. -- GameStop, eBay, Berkshire Hathaway, Bitcoin, Rüstungsaktien, NEL, Xanadu, Apple im Fokus
Rheinmetall-Quartalsumsatz unter Erwartung. Lufthansa investiert Millionen in neues Bordkonzept. SAP-Aktie mit Bodenbildung vor Sapphire-Konferenz. AIXTRON-Aktie erreicht neues Jahreshoch. Fitch hebt Ausblick für Deutsche Bank-Aktie an. Samsung und SK hynix im KI-Boom. thyssenkrupp will Stahlsparte behalten. UniCredit-Aktie: Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung für Commerzbank-Übernahme zu.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich Montag unentschlossen.
So nahm der DAX den Handel zunächst wenig bewegt auf und legte im Anschluss moderat zu. Von einem ersten kräftigen Rücksetzer gegen Mittag erholte sich das Barometer noch, ehe ein zweiter Rückschlag den Leitindex tief in die Verlustzone beförderte. Dort beendete er den Handel 1,24 Prozent leichter bei 23.991,27 Punkten - und fällt damit unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten.
Der TecDAX hingegen verabschiedete sich mit Gewinnen von 0,45 Prozent bei 3.713,72 Einheiten in den Feierabend, nachdem er bereits fester eröffnet hatte.
Die Nachrichtenlage blieb angespannt - und das nicht nur hinsichtlich des Nahost-Kriegs. Denn in seinem Unmut über Europa und vor allem Deutschland kündigte US-Präsident Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU an. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen. Die neuen Zollankündigungen belasteten vor allem BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen (VW).
Hinsichtlich des Nahost-Kriegs bleiben Anleger auf der Hut, blicken auf die Ölpreise und hoffen weiter auf eine Öffnung der Straße von Hormus. Die USA wollten am Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative "Projekt Freiheit" drohte US-Präsident Donald Trump, dagegen mit Härte vorzugehen. Irans Militärführung wiederum drohte vor dem Hintergrund der neuen US-Initiative mit Angriffen.
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Anleger an den europäischen Börsen blieben am Montag vorsichtig.
So startete der EURO STOXX 50 bereits schwächer und kam im weiteren Verlauf deutlich unter die Räder. Sein Schlussstand: 5.767,04 Punkte (-1,95%).
In seinem Unmut über Europa und vor allem Deutschland kündigte US-Präsident Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU an. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen.
Tendenziell für etwas Zuversicht sorgten Pläne von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA damit beginnen wollen, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu leiten. Details nannte er allerdings nicht und der Iran warnte umgehen, dass dies ein Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarung wäre. Bei den Ölpreisen ging es dessen ungeachtet aber schon wieder nach oben.
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Anleger an der Wall Street hielten sich am Montag zurück.
Der Dow Jones Industrial blieb nach einer negativen Eröffnung im Minus und schloss 1,13 Prozent leichter bei 48.941,90 Punkten.
Der NASDAQ Composite war quasi unverändert gestartet und fiel im weiteren Verlauf moderat in die Verlustzone. Zum Schlussläuten gab er 0,19 Prozent auf 25.067,80 Zähler ab.
Zwar stützten starke Quartalszahlen aus dem Technologiesektor sowie anhaltend hohe Investitionen in KI und Datenzentren die Stimmung. Gleichzeitig sorgte die unklare Lage im Nahost-Konflikt für deutliche Verunsicherung. Besonders die Spannungen rund um die Straße von Hormus belasteten, nachdem der Iran vor einer Durchfahrt ohne offizielle Genehmigung gewarnt hatte.
Berichte über einen mutmaßlichen Angriff auf ein US-Marineschiff verschärften die Nervosität zusätzlich. Die Ölpreise reagierten mit einem deutlichen Sprung. Zudem rückte das Zollthema wieder in den Fokus, nachdem US-Präsident Donald Trump höhere Zölle auf Autoimporte aus der EU angekündigt hat.
Die Börsen in Asien wiesen sich am Montag grüne Vorzeichen aus.
Nachdem am Freitag, dem 1. Mai, weder in China, Südkorea, Singapur, Taiwan oder Hongkong gehandelt wurde, pausiert zu Beginn der neuen Woche das Geschäft in China und Tokio feiertagsbedingt.
In Tokio schloss der Nikkei 225 zuletzt 0,38 Prozent höher bei 59.513,12 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite zuletzt 0,11 Prozent auf 4.112,16 Einheiten.
In Hongkong wurde unterdessen gehandelt, hier legte der Hang Seng bis Handelsende um 1,24 Prozent auf 26.095,88 Zähler zu.
Klarer Ausreißer nach oben war die Börse in Seoul, wo der Leitindex Kospi einen Satz um 5,1 Prozent nach oben machte und das bisherige Rekordhoch um knapp 3 Prozent übertraf.
Zumindest für etwas Zuversicht sorgte laut Beobachtern, dass US-Präsident Donald Trump plant, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe heraus zu eskortieren. Wie genau dies geschehen solle bzw durch wen dies geschehen solle, sagte er nicht. Zugleich warnte der Iran, dass ein solches Eingreifen dem Waffenstillstandabkommen zuwider laufen würde. Bei den Ölpreisen sorgte die Trump-Ankündigung für keine nennenswerte Entlastung.
Stark gesucht waren in der gesamten Region Aktien von Chipherstellern, nachdem in der Vorwoche US-Technologiegiganten nicht nur starke Zahlen vorgelegt, sondern vor allem auch weitere massive Investitionen in Datencenter angekündigt hatten. Daneben hatten die koreanischen Speicherchiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix vergangene Woche starke Quartalszahlen vorgelegt.
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