Fed und US-Techriesen im Blick: US-Börsen schließen uneins -- DAX letztlich tiefer -- Deutsche Bank mit Gewinnsprung -- adidas, TUI, Micron, ITM Power, BYD, Geely, Lufthansa, Rüstungsaktien im Fokus
Gewinn von Talanx über Erwartungen. Verdi weitet Streiks bei Telekom aus. US-Notenbank hält Leitzins stabil. Mercedes meldet Gewinnrückgang. Robinhood unter Prognosen. Starbucks mit Gewinn und Umsatz über Erwartungen. Orange will Scorefit kaufen. Hypoport: Breites Wachstum in Q1. Scout24 kündigt zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms an.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich im Mittwochshandel von seiner schwächeren Seite.
Der DAX gewann zum Auftakt etwas und rutschte im Verlauf auf rotes Terrain. Zwischenzeitlich pendelte er um die Nulllinie herum. Schlussendlich verabschiedete sich der Leitindex 0,27 Prozent tiefer bei 23.954,56 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX legte daneben zur Eröffnung ebenfalls zu. Die Gewinne wurden im Verlauf vorwiegend weiter ausgebaut, sodass zum Handelsschluss noch ein Plus von 0,8 Prozent bei 3.625 Zählern zu sehen war.
Vor wichtigen Quartalsbilanzen aus den USA und der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend waren am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt keine großen Sprünge zu erwarten. Auch die weiterhin hohen Ölpreise mangels Fortschritten im Iran-Krieg sorgten für Zurückhaltung.
Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl zum dritten Mal in Folge nicht verändern. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Geldpolitik ist groß. Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht und eine anhaltende Schließung dürfte auch in den USA die Inflation weiter anheizen und das Wirtschaftswachstum dämpfen. In den Vereinigten Staaten dürften die Auswirkungen aber geringer sein als in anderen Teilen der Welt.
Auf beiden Seiten des Atlantiks sorgt zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison dafür, dass es Anlegern nicht langweilig wird. In den USA veröffentlichen am Abend nach dem Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon, Meta Platforms und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 Quartalszahlen.
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Anleger an den europäischen Börsen agierten auch am Mittwoch vorsichtig.
Der EURO STOXX 50 zeigte sich im frühen Verlauf minimal tiefer und gab im Verlauf größtenteils weiter nach. Er beendete die Sitzung 0,34 Prozent tiefer bei 5.816,48 Punkten.
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch tiefer. Im Fokus stehen die bevorstehenden Zinsentscheidungen der US-Notenbank, der Bank of England und der EZB, wobei insgesamt im Umfeld steigender Inflationsdaten und sich abschwächendem Wirtschaftswachstum mit keinen Zinsänderungen gerechnet wird. Begleitet wird dies von einer Flut an Quartalszahlen der Unternehmen. Nach dem Energiepreisschock durch den Krieg im Iran warten Börsianer außerdem gespannt auf die deutschen Verbraucherpreise am frühen Nachmittag. Prognostiziert wird ein Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auf Unternehmensseite gewinnt die Berichtssaison weiter deutlich an Dynamik und sorgt vor allem bei Einzelwerten für Kursbewegungen.
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US-Anleger hielten sich zur Wochenmitte angesichts eines vollen Terminkalenders eher zurück.
Der Dow Jones beendete den Handel um 0,57 Prozent tiefer bei 48.861,81 Punkten. Zu Beginn hatte er noch knapp im Plus notiert, rutschte anschließend jedoch in die Verlustzone ab, wo er sich dann auch im weiteren Verlauf festsetzte.
Der NASDAQ Composite ging bei 24.673,24 Punkten um nur 0,04 Prozent höher aus der Sitzung. Er hatte etwas leichter eröffnet und war anschließend mit wechselnden Vorzeichen - aber einer eher negativen Tendenz - um die Nulllinie geschwankt.
An den US-Börsen herrschte am Mittwoch Zurückhaltung, während Anleger auf wegweisende Impulse warteten. Obwohl die Ölpreise stiegen, rückte der Iran-Konflikt als Markttreiber zunehmend in den Hintergrund; stattdessen lag der Fokus auf dem Technologiesektor. Hier blickte der Markt gespannt auf die Quartalszahlen von Schwergewichten wie Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft, die jedoch erst nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Ihre Investitionsprognosen im Bereich Künstliche Intelligenz gelten als entscheidend, um die jüngste Unruhe im Sektor zu glätten und die allgemeine Anlegerstimmung zu festigen.
Parallel dazu stand die Federal Reserve im Rampenlicht: Sie hat am Abend die aktuellen Zinssätze bestätigt. Zudem hat Jerome Powell seine voraussichtlich letzte Pressekonferenz abgehalten. Dabei wird jedes Wort des scheidenden Fed-Chefs auf die Goldwaage gelegt, da der Markt nach Orientierung sucht, wie die Notenbank auf den ölpreisgetriebenen Inflationsdruck bei gleichzeitig schwächeren Konjunkturaussichten reagieren wird.
Die Börsen in Asien zeigten sich am Mittwoch mehrheitlich höher.
In Tokio blieb der Markt feiertagsbedingt geschlossen, der Nikkei 225 hatte am Mittwoch 1,02 Prozent tiefer bei 59.917,46 Punkten geschlossen.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil 0,71 Prozent auf 4.107,51 Punkte.
In Hongkong rückte der Hang Seng um 1,68 Prozent auf 26.111,84 Zähler vor.
Die Vorgaben aus den USA waren negativ. Dort standen vor allem Technologiewerte unter Druck, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, OpenAI habe bei Nutzerzahl und Umsatz die eigenen Ziele verfehlt. Das hatte Zweifel an der Nachhaltigkeit der massiven KI-Investitionen geweckt. Daneben dürften die Anleger wegen der am späten Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank zurückhaltend agieren. Überdies stehen nach US-Börsenschluss Quartalszahlen der US-Technologieschwergewichte zur Veröffentlichung an. Und nicht zuletzt dämpfen übergeordnet weiter der Iran-Krieg und der drastisch gestiegene Ölpreis die Kauflust der Anleger. Der Ölpreis hat sich bislang wenig beeindruckt davon gezeigt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Dienstag ihren Austritt aus der OPEC erklärten. Die Akteure am Ölmarkt setzen Beobachtern zufolge aber darauf, dass nun mehr Öl auf den Markt kommt, da die VAE nicht mehr an die OPEC-Fördermengen gebunden sind. Auf der anderen Seite ist allerdings die Straße von Hormus noch immer geschlossen, was den Transport von Öl erschwert.
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