DAX schließt im Minus -- US-Börsen mit Verlusten -- VAE treten aus OPEC aus -- Deutsche Telekom vor Warnstreiks -- Corning, Spotify, BYD, Arm, Alphabet, BP, Tesla, VW, NVIDIA, AMD & Co. im Fokus
Redwood AI-Aktie bricht ein - ist die Outperformer-Rally vorbei? UPS will im zweiten Quartal wieder zulegen. Bayer: Oberster Gerichtshof der USA uneins in Roundup-Rechtsstreit. Starker Jahresstart treibt Coca-Cola an. QIAGEN senkt Jahresprognose. BASF: Analyst bleibt skeptisch - Unternehmen investiert in neue Anlagen. Bed Bath & Beyond: Massiver Kurssprung nach erstem Umsatzplus seit Jahren.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex gab in der Dienstagssitzung etwas nach.
Der DAX startete minimal leichter und tendierte zunächst weiter seitwärts, bevor er sich in die Gewinnzone absetzen konnte. Im Verlauf fiel er jedoch zurück, dabei rutschte er zeitweise auch unter die runde 24.000-Punkte-Marke. Schließlich ging er 0,27 Prozent tiefer bei 24.018,26 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX eröffnete den Handel bereits im Minus und rutschte im Laufe des Tages tiefer in die Verlustzone. Letztlich verlor er 1,51 Prozent auf 3.596,65 Zähler.
Auch am Dienstag gelang dem deutschen Leitindex nach der jüngsten Verlustserie kein Befreiungsschlag. Belastend wirkten weiterhin die stockenden Gespräche zwischen dem Iran und den USA über eine mögliche Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus, die für den weltweiten Öltransport zentral ist. Die anhaltend hohen Ölpreise verstärken zudem Konjunktur- und Inflationssorgen.
Daneben wurde bekannt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate mit Wirkung zum 1. Mai aus der OPEC und OPEC+ austreten.
Im Fokus stehen in dieser Woche zudem die Zinsentscheidungen der großen Notenbanken in Europa, den USA und Japan. In Japan blieb der Leitzins wie erwartet unverändert, wie die Bank of Japan mitteilte. Die Abstimmung mit drei Stimmen für eine straffere Geldpolitik werteten Marktbeobachter jedoch als Signal für eine mögliche künftige geldpolitische Verschärfung. Laut Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners werde damit immer deutlicher, dass sich die Normalisierung an den Energiemärkten weiter verzögern dürfte.
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Anleger an den europäischen Börsen agierten am Dienstag eher vorsichtig.
Der EURO STOXX 50 gab zu Beginn leicht nach und tendierte im Anschluss etwas stärker. Im weiteren Verlauf fiel er dann jedoch wieder unter die Nulllinie und beendete den Handel 0,41 Prozent im Minus bei 5.836,10 Punkten.
Marktteilnehmer hielten sich im Vorfeld mehrerer Notenbanksitzungen im Wochenverlauf zurück. Die Bank of Japan hat ihre Sitzung bereits abgeschlossen und die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Gleichzeitig hob sie ihre Inflationserwartungen an, senkte jedoch die Wachstumsprognose. Am Mittwoch folgt nach Börsenschluss in Europa die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Auch dort wird keine Änderung der Zinssätze erwartet. Am Donnerstag stehen dann Entscheidungen der EZB sowie der Bank of London an. Von allen Notenbanken werden eher vorsichtige und abwartende Signale erwartet, ähnlich wie bereits aus Japan.
Zusätzlich dämpfte der weiter steigende Ölpreis die Risikobereitschaft. Derweil gaben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Austritt aus der OPEC und OPEC+ mit Wirkung zum 1. Mai bekannt.
Geopolitisch bleibt die Lage im Iran-Konflikt unverändert angespannt. Laut US-Regierungsvertretern begegnen US-Präsident Donald Trump und sein nationales Sicherheitsteam einem neuen Vorschlag aus Teheran mit Skepsis. Der Iran soll angeboten haben, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden, sofern der Krieg beendet und die Blockade iranischer Häfen aufgehoben wird. Zudem fordert Teheran, die Gespräche über sein Atomprogramm zunächst auszusetzen.
Auf Unternehmensseite gewann die Berichtssaison an Dynamik und sorgte vor allem bei Einzelwerten für Kursbewegungen.
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Nach dem verhaltenen Start in die Woche zeigten sich die US-Börsen auch am Dienstag schwächer.
Der Dow Jones ging mit einem moderaten Minus von 0,06 Prozent bei 49.136,45 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite gab unterdessen deutlicher nach und verlor schlussendlich 0,90 Prozent auf 24.663,80 Zähler.
Marktteilnehmer verwiesen auf wieder aufkommende Zweifel, ob sich die massiven Investitionen der Tech-Branche in Künstliche Intelligenz tatsächlich auszahlen werden. Amanda Lyons von Energy Group Capital bringt die zentrale Herausforderung auf den Punkt: "Der wichtigste Punkt sind nicht Umsatz oder Margen, sondern die Investitionsausgaben", zitiert dpa-AFX. Gleichzeitig sieht sie die Unternehmen in einer schwierigen Lage: "Jeder Hinweis auf nachlassende Ausgaben würde vom Ökosystem negativ aufgenommen werden, doch ein starker Anstieg würde wahrscheinlich Fragen hinsichtlich der Renditen aufwerfen."
Belastend wirkten zudem steigende Ölpreise infolge der angespannten Lage im Iran-Konflikt, die Sorgen über Inflation und Wirtschaftswachstum verstärken. Höhere Zinsen könnten die Finanzierungskosten für Technologieunternehmen zusätzlich erhöhen. Entsprechend richtet sich der Blick verstärkt auf die Entscheidungen der großen Notenbanken in dieser Woche.
Während die Bank of Japan ihre Geldpolitik zunächst unverändert ließ, wuchs am Markt die Erwartung einer möglichen Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung. Für die US-Notenbank wird hingegen mehrheitlich mit einer erneuten Zinspause gerechnet. Zudem achten Investoren auf den anstehenden Wechsel an der Spitze der Fed. Abschließend steht auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank im Fokus.
Hinzu kam, dass die Vereinigten Arabischen Emirate mit Wirkung zum 1. Mai aus der OPEC und OPEC+ austreten.
Die Börsen in Asien gaben am Dienstag nach.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,02 Prozent tiefer bei 59.917,46 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite derweil leichte 0,19 Prozent auf 4.078,64 Indexpunkte.
In Hongkong gab der Hang Seng schlussendlich um 0,95 Prozent auf 25.679,78 Zähler ab.
Im Mittelpunkt standen sowohl die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten als auch mehrere anstehende Zinsentscheidungen bedeutender Zentralbanken, insbesondere der Bank of Japan. Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Geldpolitik erneut unverändert belassen. Sie hob jedoch ihre Inflationsprognosen an und senkte die Wachstumsaussichten. Dabei warnte sie vor den Auswirkungen eines Anstiegs der Energiepreise.
Während die USA einen Vorschlag aus Teheran zur Beilegung des Konflikts prüften, blieb die Lage an der für den globalen Handel zentralen Straße von Hormus weiterhin angespannt.
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