DAX geht fester in den Feierabend -- US-Börsen höher -- UniCredit legt Angebot vor: Commerzbank-Übernahme nimmt Fahrt auf -- Rheinmetall, PayPal, BioNTech, NVIDIA, Apple, NEL, Ballard Power im Fokus
Alphabet-Aktien als "Top-Pick": JPMorgan und Jefferies sehen massives Potenzial. Schaeffler startet mit verbesserter Profitabilität. Palantir: Massiver Sprung bei Umsatz und Gewinn. VW-Aktie dennoch fester: Sinkende Audi-Gewinne belasten Konzern weiter. Micron-Aktie steigt auf neues Allzeithoch. HOCHTIEF-Aktie führt Rekordrally fort. Coinbase: Anleger feiern harten Sparkurs und KI-Fokus.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag stark.
Dabei startete der DAX nur mit einem minimalen Aufschlag, kletterte in der Folge aber unermüdlich weiter nach oben. Ein zusätzlicher Schub im Späthandel hob das Barometer letztlich auf 24.401,70 Punkte, was einem Plus von 1,71 Prozent entspricht.
Der TecDAX legte ebenfalls kräftig zu und verabschiedete sich mit Gewinnen von 2,42 Prozent bei 3.797,42 Einheiten in den Feierabend.
Im geopolitischen Kontext sorgt derzeit vor allem eine US-Initiative für Aufmerksamkeit, die auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr abzielt. Die iranische Seite reagierte darauf kritisch; der Außenminister bezeichnete das Vorhaben auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse". Trotz der angespannten Lage gaben die Ölpreise auf erhöhtem Niveau leicht nach.
Daneben rückten zahlreiche Unternehmensberichte der laufenden Berichtssaison, unter anderem von Rheinmetall, Fresenius Medical Care (FMC) und Schaeffler in den Fokus. Auch die Commerzbank und die UniCredit rückten nach dem offiziellen Kaufangebot der italienischen Großbank in den Blick der Anleger.
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Die europäischen Börsen verbuchten am Dienstag Gewinne.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich nach schwächerem Start letztlich klar ins Plus. Sein Schlussstand: 5.865,57 Punkte (+1,77%).
Zwar bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten ein zentrales Thema, zunächst rücken jedoch zahlreiche Unternehmensberichte der laufenden Berichtssaison stärker in den Vordergrund.
Die Commerzbank verwies darauf, dass neue Spannungen im Persischen Golf das Vertrauen in die seit Wochen bestehende Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran belastet haben. Insgesamt dürfte die Bereitschaft der Anleger, Risiken einzugehen, weiterhin begrenzt bleiben.
Auch James McCann von Edward Jones warnte vor möglichen länger anhaltenden Störungen der globalen Energiemärkte, insbesondere vor dem Hintergrund bereits stark gestiegener Kurse an den Aktienmärkten. Parallel dazu zogen die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wieder deutlich an und überschritten die Marke von fünf Prozent, was als Hinweis auf steigenden Inflationsdruck gewertet wird.
In Europa wächst ebenfalls die Aufmerksamkeit für mögliche geldpolitische Reaktionen: Bundesbankpräsident Nagel deutete an, dass die Europäische Zentralbank bei anhaltend höherer Inflation infolge des Konflikts im Nahen Osten im kommenden Monat eine Zinserhöhung in Betracht ziehen könnte.
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Anleger an der Wall Street fassten am Dienstag wieder Mut.
Der Dow Jones Industrial schloss 0,73 Prozent höher bei 49.298,53 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite schloss mit Gewinnen und legte 1,03 Prozent auf 25,326.13 Punkte zu, nachdem im Verlauf bei 25.361,05 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht worden war.
Die Lage im Nahost-Konflikt bieb unübersichtlich und belastet weitere die Stimmung. Besonders die Ölpreise bleiben ein Risikofaktor, da die Straße von Hormus weiterhin weitgehend blockiert ist. Zwar ist Brent wieder gefallen, der Preis liegt aber noch über dem Niveau vor den jüngsten Gefechten.
Marktteilnehmer verweisen dennoch darauf, dass Unternehmensgewinne derzeit eine wichtigere Rolle spielen als Ölpreis und Zinstrend. Solange die USA und der Iran weiter im Gespräch bleiben, dürfte die Risikobereitschaft an den Märkten gestützt werden.
Von Konjunktur- und Unternehmensseite werden zudem noch einige Daten erwartet.
Die Börse in Hongkong präsentierte sich am Dienstag schwächer.
Wie bereits zu Beginn der neuen Woche ruhte das Geschäft in China und Tokio auch am Dienstag feiertagsbedingt.
In Tokio schloss der Nikkei 225 zuletzt 0,38 Prozent höher bei 59.513,12 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite zuletzt 0,11 Prozent auf 4.112,16 Einheiten.
In Hongkong wurde dagegen gehandelt, hier gab der Hang Seng letztlich um 0,80 Prozent auf 25.886,00 Zähler nach.
An den Börsen in Ostasien herrschte am Dienstag Zurückhaltung, geprägt von den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Die erneuten Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus haben die Risikobereitschaft gedämpft, sodass Anleger eher Positionen abbauen. Verstärkt wurde die Vorsicht durch schwächere Impulse aus den USA.
Zusätzlich wirkte der jüngste Anstieg der Ölpreise nach, der Sorgen über Inflation und die weitere Zinsentwicklung geschürt hat - auch wenn die Preise zuletzt leicht nachgegeben haben.
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