DAX schwächer -- US-Börsen schließen wenig bewegt -- Aktien von SK hynix und TSMC mit Rekorden -- NEL, Cavendish, Rüstungsaktien, E.ON, Allianz, Nordex, Tesla, VW, Commerzbank, Infineon im Fokus
Novo Nordisk vs. Eli Lilly: Analysten-Bewertung im Blick. Novartis erhält EU-Zulassung für Rhapsido. Musk fordert Umbau von OpenAI. BYD setzt auf China Auto Show neue Maßstäbe. Deutsche Telekom vor T-Mobile-Bilanz im Blick. Barclays senkt TUI-Kursziel. DeepSeek setzt OpenAI und Anthropic unter Druck. Organon explodiert: Sun Pharmaceutical mit Milliarden-Übernahme.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex konnte seine Gewinne zum Wochenstart nicht verteidigen.
So startete der DAX etwas stärker und verbuchte im Anschluss zeitweise deutlichere Gewinne. Im Tagesverlauf fiel der Leitindex jedoch auf rotes Terrain, wo er 0,19 Prozent tiefer bei 24.083,53 Punkten in den Feierabend ging.
Der TecDAX begann die Montagssitzung mit Zuwächsen und baute sein Plus im weiteren Verlauf zunächst kräftig aus, bevor es dann ebenfalls in die Verlustzone ging. Er schloss den Handelstag 0,34 Prozent schwächer bei 3.651,75 Zählern.
Vorsichtiger Optimismus im Verhandlungspoker zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus sowie positive Impulse von den Überseebörsen unterstützen den DAX zum Wochenstart nur kurzfrisitg.
Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus vor. "Die Anleger setzen auf ein Ende des Irankriegs, auf starke Quartalszahlen, die auf die Resilienz der Unternehmen trotz hoher Energiepreise hindeuten, und auf Notenbanken, die den Inflationsschub als vorübergehend ansehen und nicht an der Zinsschraube drehen", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Ein weiterer wesentlicher Treiber der globalen Aktienmärkte bleibt das Thema Künstliche Intelligenz. In den USA wurden vor dem Wochenende neue Rekordstände verbucht. Auch in Asien setzte sich die Aufwärtsbewegung fort: Der japanische Nikkei-225 überschritt erstmals die Marke von 60.000 Punkten.
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Anleger an den europäischen Börsen hielten sich am Montag zurück.
Der EURO STOXX 50 begann den Handel minimal leichter. Im Anschluss zeigte er sich nach leichten Ausschlägen nach oben wieder auf rotem Terrain (Schlusskurs: -0,39 Prozent bei 5.860,32 Indexpunkten).
Trotz vereinzelter Hinweise auf eine mögliche Entspannung im Nahost-Konflikt haben sich Anleger in Europa am Montag nur zurückhaltend am Aktienmarkt engagiert. Zum Auftakt einer richtungsweisenden Woche, in der sowohl geldpolitische Entscheidungen als auch eine Vielzahl an US-Unternehmenszahlen - darunter Ergebnisse großer Technologiekonzerne - anstehen, dominierte weiterhin Vorsicht.
Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran kamen am Wochenende erneut nicht voran. US-Präsident Donald Trump sagte eine geplante Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig ab - bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Als Begründung nannte er unter anderem einen aus seiner Sicht inakzeptablen Vorschlag der iranischen Seite. Damit bleibt die strategisch wichtige Straße von Hormus weitgehend blockiert. Zwar berichtete das US-Nachrichtenportal Axios über einen neuen iranischen Vorschlag zur Öffnung der für den globalen Öltransport zentralen Meeresstraße, eine offizielle Bestätigung steht jedoch aus. Die Märkte reagieren entsprechend verhalten, da der Fokus weiterhin auf dem ungelösten Atomstreit liegt, der aus Sicht Washingtons ein zentraler Knackpunkt bleibt.
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Die US-Börsen zeigten sich im Montagshandel unentschlossen.
Der Dow Jones ging mit einem marginalen Minus von 0,13 Prozent bei 49.168,28 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verzeichnete unterdessen leichte Gewinne und legte 0,20 Prozent auf 24.887,10 Zähler zu.
Trotz neuerlicher Impulse durch Rekordstände am Freitag erlebten die US-Börsen einen eher verhaltenen Wochenstart. Zwar stützten vage Hoffnungen auf eine diplomatische Annäherung im Iran-Konflikt sowie ein angeblich verbessertes Angebot aus Teheran das Sentiment, doch trieb die anhaltende politische Ungewissheit gleichzeitig die Ölpreise nach oben. Die Anleger übten sich zudem in Zurückhaltung, da die bislang wichtigste Woche des Jahres ansteht: Neben der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank unter dem scheidenden Chef Jerome Powell rücken vor allem die Quartalszahlen der großen Tech-Giganten wie Apple, Microsoft und Alphabet in den Fokus. Nach der jüngsten Rallye neigen Marktteilnehmer vor diesen richtungsweisenden Ereignissen verstärkt zu Gewinnmitnahmen.
Die Börsen in Asien legten am Montag mehrheitlich zu.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,38 Prozent höher bei 60.537,36 Punkten und überschritt im Handelsverlauf erstmal die Marke von 60.000-Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil leichte 0,16 Prozent auf 4.086,34 Indexpunkte.
In Hongkong gab der Hang Seng dagegen um 0,2 Prozent auf 25.925,65 Zähler ab.
Die meisten asiatischen Börsen zogen am Montag an, wobei der Leitindex in Japan einen neuen Höchststand erreichte. Damit knüpfte er an die positive Entwicklung der Wall Street zum Wochenausklang an, wo insbesondere Technologiewerte kräftig gestiegen waren.
Im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran dominierte unter Anlegern vorsichtiger Optimismus. Hintergrund waren Berichte, wonach Teheran Washington einen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus unterbreitet haben soll. Die Ölpreise gaben zwar ihre Tageshöchststände wieder ab, bewegten sich aber weiterhin auf erhöhtem Niveau. Denn ungeachtet der Signale kommen die Verhandlungen zwischen beiden Seiten nur schleppend voran, und die wichtige Schifffahrtsroute bleibt größtenteils blockiert.
"Die gute Nachricht für Asien ist, dass der KI-Ausbau weltweit sehr stark bleibt und sich zu beschleunigen scheint", sagte MUFG-Analyst Michael Wan auch mit Blick auf die Technologierally an den US-Börsen. In Asien steht eine ereignisreiche Woche mit zahlreichen Unternehmensbilanzen an, wodurch die Aufmerksamkeit der Investoren verstärkt auf die Geschäftszahlen gelenkt wird - mit Künstlicher Intelligenz als zentralem Thema.
Für zusätzliche positive Impulse sorgten Wirtschaftsdaten aus China: Dort sind die Industriegewinne im März gestiegen, obwohl die Spannungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Belastungen für die globalen Energiemärkte weiter anhalten.
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